Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen
Bitte beachten Sie: LAGIS hat eine neue Adresse: lagis.hessen.de. Für eine Übergangszeit stehen Ihnen ausgewählte Module über die bekannte Oberfläche zur Verfügung. Alle anderen sind über die neue Version des Informationssystems zugänglich. Bestehende Permalinks behalten ihre Gültigkeit und leiten bereits jetzt oder nach Abschluss aller Migrationsarbeiten automatisch auf das neue System um.

Hesse in the 19th and 20th Centuries

  • 1900
  • 1910
  • 1920
  • 1930
  • 1940
  • 1950
  • 1960
  • 1970
  • 1980
  • 1990
  • 2000
  1. 31. Januar 1915: Einführung von Lebensmittelkarten in Frankfurt
    Der Magistrat der Stadt Frankfurt am Main gibt die ersten Lebensmittelkarten für Brot und Mehl („Brotkarten“) aus, nachdem seit 25. Januar 1915 reichsweit mit der Einführung solcher Bezugsscheine die Festlegung von Verbrauchsquoten und die Rationierung von Lebensmitteln begonnen hat. Sinn und Zweck der Karten ist die Beschränkung des Verbrauchs und eine gerechte Verteilung der verfügbaren ... »Details
  2. 1. Februar 1915: Einsatz von Kriegsgefangenen in der Industrie
    Die Erfahrungen, die man mit der Verwendung von Kriegsgefangenen in der Industrie gemacht hat, sind ausgezeichnet. In letzter Zeit erhielt die „Bremer Hütte“ in Siegen wieder eine große Anzahl von Russen von der Kommandantur „Bad Orb“. Die Gefangenen drängen sich zu diesen Arbeiten und leisten, da nur vollausgerüstete kräftige, gesunde Leute abgegeben werden, gute Dienste.(OV) ... »Details
  3. 7. Februar 1915: Beisetzung des ehemaligen Frankfurter Oberbürgermeisters Franz Adickes
    In Frankfurt am Main wird der am 4. Februar verstorbene ehemalige Oberbürgermeister und Ehrenbürger der Stadt Franz Adickes (geb. 1846) beigesetzt. ... »Details
  4. 8. Februar 1915: Verbot aller Fastnachtsfeiern und Maskeraden in Darmstadt
    Angesichts des Kriegsgeschehens verbietet die Polizei in Darmstadt alle Formen von Fastnachtsmaskierungen.(OV) ... »Details
  5. 23. Februar 1915: Einrichtung einer Zentralstelle für Volksernährung in Darmstadt
    Im Darmstädter Rathaus wird eine „Zentralstelle für Volksernährung“ eingerichtet. Die Zentralstelle soll unter anderem folgenden Zwecken dienen: I. Die Zentralstelle verteilt Flugblätter und stellt sie den angeschlossenen Vereinen zur Verfügung. II. Die Zentralstelle verfolgt die gesamte Literatur über die Fragen der Volksernährung sowohl auf rein theoretischen als auch auf praktischen ... »Details
  6. 24. Februar 1915: Beginn der Zeichnung der zweiten Kriegsanleihe
    Die zweite Kriegsanleihe besteht ebenso wie die erste aus fünfprozentigen Schuldverschreibungen des Deutsche Reiches und fünfprozentigen Reichsschatzanweisungen und ist ebenso bis 1. Oktober 1924 unkündbar.(OV) ... »Details
  7. 4. März 1915: Arbeitseinsatz von französischen Kriegsgefangenen in Frankfurter Gärtnerei
    Im März 1915 informiert die „Kleine Presse“0=Kleine Presse. Stadt-Anzeiger und Fremdenblatt mit Anzeigen der städtischen Behörden, 4.3.1915, Nr. 53, S. 3: Kriegsgefangene Gärtner in Frankfurt. über die Heranziehung von französischen Kriegsgefangenen zu Gartenarbeiten in einer großen Frankfurter Gärtnerei. Während des Krieges befanden sich ca. 2,5 Millionen Kriegsgefangene im Deutschen ... »Details
  8. 7. März 1915: Erste Aufführung des „Datterich“ im Darmstädter Hoftheater
    Das Mundartschauspiel „Datterich“ des in Darmstadt geborenen Schriftstellers Ernst Elias Niebergall (1815–1843) wird zum ersten Mal auf großer Bühne im Darmstädter Hoftheater aufgeführt. Der ebenfalls aus Darmstadt stammende Theaterschauspieler und Opernsänger Eduard Göbel (1867–1945) spielt die Titelrolle. Die Leitung der Aufführung liegt in den Händen des aus Worms stammenden ... »Details
  9. 8. März 1915: Allgemeine Einführung von Brotkarten
    Es werden Brotkarten eingeführt, die jeder Person den Kauf eines Brotes von 1.750 g pro Woche ermöglichen. Die verschiedenfarbigen Karten gelten jeweils nur in einer bestimmten Woche. Da Mehl eingespart werden soll, müssen die Bäcker dem Brotteig 20 % Kartoffelmehl beimischen, wodurch die Kriegsbrote eine dunklere Farbe erhalten. Das Kuchenbacken wird gänzlich verboten.(OV) ... »Details
  10. 21. März 1915: Erster Zeppelin-Luftangriff auf Paris auch von Weiterstadt aus
    Ein Teil der Luftschiffe, die am ersten Luftangriff auf Paris beteiligt sind, ist auf dem Truppenübungsplatz Weiterstadt bei Darmstadt stationiert. Im Herbst 1914 hatte man hier zur Vorbereitung des Kriegseinsatzes der Luftschiffe „binnen weniger Wochen“ eine provisorische Zeppelinhalle errichtet. Dort ist ein Teil der deutschen Luftschiff-Flotte stationiert, die 1915/16 zahlreiche Angriffe ... »Details
  11. Frühjahr 1915: Zunehmende Versorgungsprobleme für Haushalte
    Die allgemeine Versorgungslage wird wegen des Krieges zunehmend schwieriger. Weil das Reich vor allem von der Zufuhr von Importwaren abgeschnitten ist, sind Waren wie Kaffee, Reis oder Gewürze bald nur noch in Ausnahmefällen erhältlich. Bei der Versorgung mit Erzeugnissen der eigenen Landwirtschaft genießt dazu die Reichswehr absoluten Vorrang. Zu Versorgungsengpässen in der Bevölkerung ... »Details
  12. 29.-31. März 1915: Verhandlungen des Landtags im Großherzogtum Hessen
    Die Zweite Kammer nimmt das Kriegsbudget unverändert an, das heißt die Finanzgesetze von 1914 werden einfach auf das Jahr 1915 erstreckt. Ein Antrag des Abgeordneten Wilhelm Dorsch (1868–1939; Bauernbund), die Besitztümer des Prinzen Ludwig von Battenberg und das Schloss Heiligenberg zu beschlagnahmen, wird abgelehnt, nachdem der Staatsminister die Beschlagnahme vom rechtlichen und ... »Details
  13. April 1915: Sammlung von Gummi in der Reichsgummiwoche
    In der „Reichsgummiwoche“ werden Gummivorräte und Gummireste für den Bedarf des Militärs gesammelt. In Eschwege kommen dabei 24 Zentner Gummi zusammen.(OV) ... »Details
  14. 3. April 1915: Sammlung „Gold gab ich für Eisen“
    Bei der Sammlung „Gold gab ich für Eisen“ sammeln die Schüler der Schulen in der Haupt- und Residenzstadt Darmstadt Edelmetall im Wert von 426.700 Mark. Unter dem Werbespruch, der ein erstmals in den Napoleonischen Befreiungskriegen verwendetes Motto aufgreift, wird dazu aufgerufen, Gold- und Silberschmuck zur Kriegsfinanzierung zu spenden. Im Gegenzug erhalten die Spender ... »Details
  15. 3. April 1915: Ausstellung von Schützengräben in Darmstadt
    Die „Darmstädter Zeitung“ weist darauf hin, dass in der Nähe des Darmstädter Hauptbahnhofs am Griesheimer Weg ein deutscher und ein französischer Schützengraben angelegt worden seien, die von Ostersonntag an täglich von 10–19 Uhr „unter sachverständiger Führung“ besichtigt werden können. Die Eintrittsgelder von 50 Pfennig für Erwachsene und 25 Pfennig für Kinder unter 10 ... »Details
  16. 3. April 1915: Zusammenstellung der Auskunftstellen für Verwundete im Großherzogtum
    Die „Darmstädter Zeitung“ veröffentlicht eine Zusammenstellung der Auskunftsstellen für Verwundete im Großherzogtum Hessen sowie in Frankfurt am Main und Umgebung. Danach ist der Hessische Landesverein vom Roten Kreuz für die Auskunft über 26 Lazarette in Darmstadt und Umgebung (Groß-Gerau, Eberstadt, Opel in Rüsselsheim, Alsbach, Dieburg, Hofheim, König, Langen, Michelstadt und ... »Details
  17. 7. April 1915: Tagesbefehle des Großherzog Ernst Ludwig an zwei Armeeeinheiten
    Großherzog Ernst Ludwig von Hessen (1868–1937) erlässt zum 125-jährigen Jubiläum (gegründet 1790) des Garde-Dragoner-Regiments und des Großherzoglichen Artilleriekorps zwei Tagesbefehle. An das Artilleriekorps schreibt er unter anderem: ... »Details
  18. 19. April 1915: Eröffnung des 40. Kommunallandtages des Regierungsbezirks Kassel
    Im Kasseler Ständehaus wird um 17 Uhr der 38. Kommunallandtag des preußischen Regierungsbezirkes Kassel durch die Ansprache des Königlichen Landtagskommissars, des Oberpräsidenten Wilhelm Hengstenberg (1853–1927), eröffnet. Dieser führt in seiner Ansprache aus: ... »Details
  19. 26. April 1915: Eröffnung des 49. Kommunallandtages des Regierungsbezirkes Wiesbaden
    In Wiesbaden wird um 18 Uhr im Kommunallandtags-Sitzungssaal des Landeshauses der 49. Kommunallandtag des Regierungsbezirks Wiesbaden, der erste während des Ersten Weltkrieges, durch eine Ansprache des stellvertretenden Königlichen Landtagskommissars, dem Regierungspräsidenten Wilhelm von Meister (1863–1935) eröffnet: ... »Details
  20. 11. Mai 1915: Frankfurter SPD fordert Agitation für baldigen Friedensschluss
    Die Frankfurter Sozialdemokraten beschließen auf einer Mitgliederversammlung eine Resolution, im Sinne der internationalen Solidarität des Proletariats mit der Agitation für einen baldigen Friedensschluss zu betreiben.(OV) ... »Details