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Hesse in the 19th and 20th Centuries
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- 2000
- 10. September 1914: Entsendung deutscher Eisenbahner in das besetzte Belgien
Die „Frankfurter Zeitung“ meldet in einer kurzen Notiz, dass am Dienstagabend (8. September) von Frankfurt am Main aus „eine Anzahl Lokomotivführer und Heizer mit einem aus lauter Lokomotiven bestehenden Zuge“ nach Belgien abgefahren seien, um dort in dem von deutschen Truppen besetzten Land den Betrieb der Eisenbahnen weiterzuführen.(OV) ... »Details - 11. September 1914: Anordnung des Frankfurter Polizeipräsidenten gegen dauerhaftes Beflaggen der Häuser
Sich auf eine Bekanntmachung des Polizeipräsidenten Karl Rieß von Scheuernschloß (1863–1948; im Amt seit 25. Mai 1911) beziehend, teilt die „Frankfurter Zeitung“ mit, dass das dauerhafte Beflaggen der Häuser in Frankfurt am Main nicht gestattet ist. Vielmehr werde das Hissen der Flaggen im Falle günstiger Kriegsnachrichten für den Tag, an dem diese gemeldet werden, gestattet. ... »Details - 15. September 1914: Tod des Präsidenten der Zionistischen Weltorganisation David Wolffsohn in Bad Homburg
Auf der Rückreise von einem Kuraufenthalt in der Schweiz nach Köln stirbt der Präsident der Zionistischen Weltorganisation, David Wolffsohn (1856–1914), in Bad Homburg vor der Höhe. Der im heutigen Litauen geborene Wolffsohn war seit 1896 Freund und Berater des ersten Präsidenten der Zionistischen Weltorganisation, Theodor Herzl (1860–1904), und wurde 1907 dessen Nachfolger. Seine Arbeit ... »Details - 16. September 1914: Öffentliche Bitte um warme Kleidung, Ferngläser und Pistolen für Armee und Landwehr
Die „Frankfurter Zeitung“ berichtet, dass die Wünsche der an der Front stehenden 81er (des bis Kriegsausbruch in Frankfurt am Main in Garnison liegenden Infanterie-Regiments Nr. 81) nach warmer Kleidung durch eine erste Stiftung aus der Bevölkerung teilweise erfüllt worden seien. Die vor allem von Frauen aus Frankfurt am Main und Umgebung hergestellten 4.000 Fußlappen, 600 Paar wollene ... »Details - 16. September 1914: Ausreise amerikanischer Staatsbürger mit einem Sonderzug ab Frankfurt
Im Rahmen der kriegsbedingten Ausreise von Ausländern aus Deutschland wird für Samstag, den 19. September, ein Sonderzug für Staatsangehörige der Vereinigten Staaten auf dem Hauptbahnhof in Frankfurt am Main bereitgestellt, der direkt zum niederländischen Nordseehafen Vlissingen gehen soll. Anweisungen für Fahrkarten, so teilt die „Frankfurter Zeitung“ mit, werden im amerikanischen ... »Details - 17. September 1914: Personelle Probleme der hessischen Gerichte durch zahlreiche Einberufungen
Die „Frankfurter Zeitung“ meldet, dass die Zahl der Richter und Assessoren an den Amtsgerichten des Großherzogtums Hessen durch den Krieg erheblich reduziert sei. An manchen Amtsgerichten fehlten bis zu zwei Dritteln der „Amtspersonen“. Dadurch komme es, vor allem in der freiwilligen Gerichtsbarkeit, zu einer starken Überbelastung der Amtsgerichte. Die Zeitung schlägt dem Justizminister ... »Details - Herbst 1914: Probleme der staatlichen Verwaltung wegen des Kriegseinsatzes vieler Beamter
Der Regierungspräsident in Kassel berichtet am 25. Januar 1917 rückblickend über die Probleme der staatlichen Verwaltung nach Beginn des Weltkriegs. Sehr viele alte Soldaten, insbesondere auch Beamte der Staatsbehörden, hätten sich sogleich freiwillig zum Heeresdienst gemeldet, wodurch die Leistungsfähigkeit der Behörden stark gemindert worden sei. Von den höheren Beamten sei nur etwa ein ... »Details - 30. September 1914: Veröffentlichung eines Feldpostbriefes in der „Frankfurter Zeitung“
Die „Frankfurter Zeitung“ veröffentlicht einen Feldpostbrief eines (aus Gründen der militärischen Sicherheit) nicht genannten Soldaten einer deutschen Einheit, die in der ersten Septemberhälfte vor Brüssel steht. ... »Details - Oktober 1914: Kleidersammlung für die Soldaten an der Front
In den Städten und Dörfern beginnt mit Anbruch der kalten Jahreszeit eine Sammlung warmer Unterwäsche und anderer Kleidungsstücke für die Soldaten an der Front.(OV) ... »Details - 18. Oktober 1914: Die neue Universität Frankfurt wird eingeweiht
Kaiser Wilhelm II. schickt zur Einweihung der neuen Universität Frankfurt am Main ein Telegramm an Rektor und Senat der Universität: ... »Details - 20. Oktober 1914: Erste Immatrikulationen an der neuen Universität Frankfurt
Der Rektor der neu gegründeten Stiftungsuniversität Frankfurt am Main, Richard Wachsmuth (1868–1941), begrüßt im Rahmen einer offiziellen Immatrikulation den Medizinstudenten Paul Roediger als ersten eingeschriebenen Studenten sowie 43 weitere Kommilitonen per Handschlag und vereidigt die angehenden Akademiker auf die Universitätsgesetze. Die Veranstaltung findet in einem kleinen Kreis ... »Details - 22. Oktober 1914: Prinz Max von Hessen gerät angeblich in britische Gefangenschaft
Die „Frankfurter Zeitung“ meldet, dass Prinz Max von Hessen, der im 24. Dragoner-Regiment in Belgien eingesetzt ist, in britische Gefangenschaft geraten sei. Er sei durch einen Schuss in den Oberschenkel verletzt und in ein Trappistenkloster bei Bailleul an der belgischen Grenze gebracht worden, von wo aus ihn englische Truppen mitgenommen hätten. ... »Details - 30. Oktober 1914: Erste Gefangene im Kriegsgefangenenlager Gießen
Ab Oktober 1914 werden in Gießen Baracken zur Unterbringung von Kriegsgefangenen des Ersten Weltkriegs errichtet.0=Brake/Ehlers/Thimm, Gefangen im Krieg. Gießen 1914–1919, Marburg 2014, S. 391. Über die Errichtung des Gefangenenlagers berichtet die „Hessische Volkszeitung“ am 10. Oktober 1914: „Für das Gefangenen-Lager auf dem Trieb werden große Hallen und Baracken errichtet, die ... »Details - 1. November 1914: Zahlreiche Kriegsgefangene in Deutschland
Nach amtlichen Angaben sind in den ersten drei Monaten des Krieges mehr als 430.000 Kriegsgefangene in deutsche Kriegsgefangenenlager gebracht worden. Darunter sind aus Frankreich 3.138 Offiziere und 188.618 Mannschaftenaus Russland 3.121 Offiziere und 186.779 Mannschaftenaus Belgien 537 Offiziere und 34.907 Mannschaften undaus Großbritannien 417 Offiziere und 15.730 Mannschaften(OV) ... »Details - 26.-30. November 1914: Umwandlung von Schulen in Kasernen in Offenbach
Aufgrund des kriegsbedingten Bedarfs werden am 26. und 30. November in Offenbach die Volksschule am Friedrichsplatz und die Knaben-Mittelschule an der Wilhelmstraße in Kasernen umgewandelt.(OV) ... »Details - Dezember 1914: Umfangreiche Geschenksendungen für die Soldaten an der Front
Dank großer Spendenbereitschaft der Bevölkerung können zur ersten Kriegsweihnacht allein in Frankfurt am Main 70 volle Güterwaggons mit Geschenken zu den Soldaten an die verschiedenen Fronten abgefertigt werden. Die Waggons hat man dazu weiß angestrichen und mit einem aufgemalten grünen Weihnachtsbaum mit brennenden Kerzen geschmückt.(OV) ... »Details - 1. Dezember 1914: Kriegsbrot kommt in Bäckereien in den Handel
In den Bäckereien kommt das sogenannte Kriegsbrot in den Handel. Weizenbrot darf jetzt nicht mehr ohne einen Roggenanteil von 10 %, Roggenbrot nicht ohne 5 % Kartoffelmehlanteil gebacken werden. Zur Streckung der Weizenbestände werden zu Beginn des Jahres 1915 weitere Einschränkungen verordnet.(OV) ... »Details - 1915: Zahlreiche Marburger Studenten im Kriegsdienst
Von den 2.069 an der Marburger Universität immatrikulierten Studierenden sind nur 526 (darunter 235 Frauen) (= 25,4 %) an der Universität, während rund drei Viertel (74,6 %) zum Kriegsdienst eingezogen wurden oder als Freiwillige an der Front stehen. ... »Details - 12. Januar 1915: Kriegsverherrlichende Rede des Publizisten Maximilian Harden in Frankfurt
Der deutsch-jüdische Publizist und Herausgeber der politischen Wochenzeitschrift „Die Zukunft“, Maximilian Harden (1861–1927), hält im Saalbau in Frankfurt am Main eine kriegsverherrlichende Rede. Dabei führt Harden aus, dass die Deutschen das Ungeheure des mit dem gegenwärtigen Kriege im Werden begriffenen Mythos noch gar nicht voll empfinden. Später, wenn die Einzelheiten verwischt ... »Details - 18.-24. Januar 1915: Allgemeine Sammelaktion in der Reichswollwoche
Im Rahmen der sogenannten Reichswollwoche findet eine große Sammelaktion statt, um Wolle für den Bedarf des Heeres zusammenzubringen. Es wird verboten, Wollwaren zu verkaufen.(OV) ... »Details
