Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen
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Hesse in the 19th and 20th Centuries

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  1. 1871-1918: Reichstagswahlen
    Die Wahlen zum Reichstag fanden nach den Vorgaben des Bundeswahlgesetzes von 1869 statt. Ursprünglich für den Reichstag des Norddeutschen Bundes geschaffen, wurden die Bestimmungen für das Deutsche Reich übernommen. Es galt ein allgemeines, gleiches und direktes Wahlrecht für Männer über 25 Jahren, unabhängig von Stand oder Religion. Frauen waren nicht wahlberechtigt, sie durften bis 1908 ... »Details
  2. 1. Januar 1916: Aufforderung zur Anmeldung Militärpflichtiger
    Zu Beginn des Jahres 1916 wird landesweit ein Aufruf an die militärpflichtigen Bürger Hessens veröffentlicht. In beinahe jeder hessischen Tageszeitung findet sich zu Jahresende 1915 und zu Jahresbeginn 1916 ein entsprechender Aufruf.0=Vgl. zum Beispiel Oberhessische Zeitung, 30.12.1915: Bekanntmachung; Oberhessischer Anzeiger, 6.1.1916: Anmeldung zur Rekrutierungsstammrolle; Fuldaer Kreisblatt, ... »Details
  3. 6. Februar 1916: Verkauf von hölzernen Gebrauchsgegenständen aus den Darmstädter „Verwundeten-Werkstätten“
    Anfang 1916 berichtete das „Darmstädter Tagblatt“ über den Verkauf von „Holz-Arbeiten (Leuchter, Abreißkalender, Brieföffner, Zierkorke, Spielsachen usw.)“0=Darmstädter Tagblatt, 6.2.1916, Nr. 36, S. 5: Rotes Kreuz. in der Papierhandlung K. Gieselberg in Darmstadt. Aufgrund des gediegenen und geschmackvollen0=Ebd. Designs der Produkte, sei der allgemeine Anklang0=Ebd. sehr gut ... »Details
  4. 11. Februar 1916: Verurteilung eines Müllers wegen Streckung von Mehl mit Kalk
    In Kassel wird ein Mühlenbesitzer aus Wolfhagen, der sein Mehl mit Kalk gestreckt hatte, wegen Nährmittelverfälschung zu einem Jahr Haft und 1.000 Mark Strafe verurteilt.(OV) ... »Details
  5. 26. Februar 1916: Kanonendonner von der Westfront in Frankenberg und Marburg zu hören
    In Frankenberg (Eder) ist von erhöhten Punkten aus Kanonendonner von der Westfront zu hören. Die nächste Kampflinie (bei Verdun) ist zu dieser Zeit etwa 330 Kilometer von Frankenberg entfernt. Auch in Marburg gibt es Meldungen über Kanonendonner von der Front.(Bericht des Amtlichen Kreisblatts für den Kreis Frankenberg vom 29.2.1916 und 2.3.1916)(OV) ... »Details
  6. 28. Februar 1916: Eröffnung des 41. Kommunallandtages des Regierungsbezirks Kassel
    Im Kasseler Ständehaus wird der 41. Kommunallandtag des preußischen Regierungsbezirkes Kassel durch die Ansprache des Königlichen Landtagskommissars, des Oberpräsidenten Wilhelm Hengstenberg (1853–1927), eröffnet. Dieser führt in seiner Ansprache unter anderem aus: ... »Details
  7. 1. März 1916: Anbauratgeber für Obst und Gemüse
    Im Frühjahr 1916 veröffentlicht die Hessische Landeszeitung einen Ratgeber für den Obst- und Gemüseanbau im eigenen Garten. Er umfasst eine tabellarische Übersicht vieler Gemüse- und Obstsorten und den jeweiligen Informationen zu Saat- bzw. Pflanzzeit, Standort, Düngung, Erntezeit etc. Außerdem wird zu jeder Gemüse- und Obstart eine Empfehlung der besten Sorten ausgesprochen. Der Ratgeber ... »Details
  8. 5. März 1916: Abschuss des Schwarzwilds im Darmstädter Park zur Versorgung der Bevölkerung
    Die Großherzogliche Hofjagdverwaltung lässt das Schwarzwild im Darmstädter Park abschießen, um Fleisch für die Bevölkerung zu beschaffen.(OV) ... »Details
  9. 6. März 1916: Bildung des „Vereins blinder Akademiker Deutschlands“ durch Kriegsblinde
    Der Leiter des Instituts für Augenheilkunde an der Philipps-Universität Marburg, Alfred Bielschowsky (1871–1940) und sein Mitarbeiter, der aufgrund eines Arbeitsunfalls erblindete Carl Strehl (1886–1971), gründen in der Universitätsstadt Marburg den „Verein blinder Akademiker Deutschlands“ (VbAD). Anstoß zur Gründung des nach Ende des Zweiten Weltkriegs unter dem Namen „Verein der ... »Details
  10. 8. März 1916: Zustimmung der hessischen Handelskammern zu den Kriegssteuerentwürfen
    Die Handelskammern in Hessen beraten in Frankfurt am Main in einer Besprechung die neuen Kriegssteuerentwürfe und geben dazu einstimmig ihre Zustimmung. Statt einer Steuer auf die Kriegskonjunkturgewinne eine allgemeine Vermögensabgabe ... »Details
  11. 15. März 1916: Staatshaushalt und Kriegsanleihen im Großherzogtum Hessen
    Der Hauptvoranschlag des Haushalts des Großherzogtums Hessen für das Jahr 1916 umfasst Einnahmen und Ausgaben von 90,947 Millionen Mark. Der Fehlbetrag von etwa 4,5 Millionen Mark soll aus dem Restfonds und aus Steuererhöhungen gedeckt werden. Ministerialpräsident (Finanzminister) Dr. Johann Becker (1869–1951) hebt bei den Beratungen hervor, dass das Großherzogtum bei den drei ... »Details
  12. 17. März 1916: Debatte über ausländische Gesandte im Darmstädter Landtag
    Der Abgeordnete Dr. Arthur Osann (1862–1924; Nationalliberale) vertritt in der Zweiten Kammer des Landtags des Großherzogtums Hessen die Auffassung, dass es das Recht der Einzellandtage sei, auch Fragen der auswärtigen Politik zu erörtern. Er stellt und begründet einen Antrag, Gesandte fremder Staaten nicht mehr am großherzoglichen Hof zu dulden. Darauf erwidert ihm Staatsminister Dr. Carl ... »Details
  13. 26. März 1916: Friedrich Naumann propagiert in Frankfurt Wirtschaftsverband mit Österreich-Ungarn
    Der liberale Politiker Friedrich Naumann (1860–1919) propagiert auf einer Veranstaltung im Frankfurter Schumann-Theater Gedanken zu einem stärkeren Wirtschaftsverband mit Österreich-Ungarn. Im Herbst des Vorjahres hatte Naumann die Schrift „Mitteleuropa“ veröffentlicht, die viel gelesen und beachtet wurde. Darin fordert er die (freiwillige) Schaffung größerer nationaler ... »Details
  14. 31. März 1916: Liebesgaben und Beihilfen an deutsche Kriegsgefangene in Russland
    Die „Rheinische Volkszeitung“ veröffentlicht im März 1916 eine Anleitung, um deutschen Soldaten in russischer Kriegsgefangenschaft Pakete zukommen zu lassen. Das als „Liebesgaben und Beihilfe“ bezeichnete Frachtgut konnte bisher aufgrund der fehlenden Schienenverbindung nicht nach Russland zugestellt werden, möglich war lediglich der Briefversand. Das „Hilfskomitee des schwedischen ... »Details
  15. 3. April 1916: Detonation des sogenannten Meteoriten von Treysa
    In der Nähe von Treysa (heute Schwalmstadt-Treysa) geht um 15:25 Uhr ein Meteorit nieder und stürzt in einen Wald. Aufgrund seiner Helligkeit und wegend des klaren Wetters beobachten mehrere tausend Menschen im Umkreis von etwa 270 Kilometer zwischen dem Teutoburger Wald und Darmstadt sowie zwischen dem Rhein und Erfurt das Ereignis. ... »Details
  16. 15. April 1916: Beschäftigung von Kriegsgefangenen und Frauen bei Buderus 1915
    Wie die Wiesbadener „Volksstimme“ im April 19160=Volksstimme. Beilage zu Nummer 90 der Volksstimme, 15.4.1916, S. 2: Aus den umliegenden Kreisen. Burgsolms. berichtet, arbeitet die Familienaktiengesellschaft „Buderus`sche Eisenwerke“ im Kriegsjahr 1915 in erster Linie für militärische Zwecke. In den Gießereien und Stahlwerken wurden unter anderem „Stahlgranaten, Gehäuse für ... »Details
  17. 16. April 1916: Einweihung des Neubaus der Synagoge in Offenbach
    Die Synagoge in der Goethestraße in Offenbach am Main, mit deren Bau noch vor dem Krieg begonnen worden war, wird feierlich eingeweiht. Die Festrede hält der Rabbiner Dr. Israel Goldschmidt (1849–1924). Das Gebäude, das von den Architekten Schwarz und Wagner geplant wurde, bietet Platz für 800 Personen. Der Synagoge ist ein Gemeindehaus angeschlossen. Die Offenbacher Zeitung schreibt am 17. ... »Details
  18. 27. April 1916: Ersatzwahl zum Preußischen Abgeordnetenhaus im Wahlkreis Limburg
    Im Wahlkreis Wiesbaden 5: Limburg findet eine Ersatzwahl zum Preußischen Abgeordnetenhaus statt. ... »Details
  19. 1. Mai 1916: Einführung der Sommerzeit im Reich zur Einsparung von Kosten für die Beleuchtung
    Zur kriegsbedingten Einsparung von Energiekosten und zur besseren Ausnutzung des Tageslichts führt die Reichsregierung mit dem Vorstellen der Uhren um eine Stunde erstmals die „Sommerzeit“ ein. Die Maßnahme geht zurück auf eine Entscheidung, mit der die deutsche Regierung, ebenso wie die österreichisch-ungarische Donaumonarchie, die Einführung der Sommerzeit für die Sommermonate ... »Details
  20. 1. Mai 1916: Eröffnung des 50. Kommunallandtages des Regierungsbezirkes Wiesbaden
    Um 18 Uhr wird im Kommunallandtagssitzungssaal des Landeshauses in Wiesbaden der bis zum 8. Mai in drei öffentlichen Sitzungen tagende 50. Kommunallandtag des preußischen Regierungsbezirkes Wiesbaden eröffnet. In seiner Eröffnungsansprache führt der stellvertretende Königliche Landtagskommissar, der Wiesbadener Regierungspräsident Dr. Wilhelm von Meister (1863–1935), unter anderem aus: ... »Details
  21. 1. Mai 1916: Frankfurter Theater unter neuer Leitung
    Das Stadttheater Frankfurt am Main untersteht ab Mai 1916 dem Generalintendanten Karl Zeiss (1871–1924). Dem Personalwechsel gehen einige große Umstrukturierungen innerhalb der Theaterverwaltung voraus. Während das Stadttheater bis 1915 von der Aktiengesellschaft „Neue Theater-Aktiengesellschaft“ geführt und finanziert wird, beschließen die Stadtverordneten Frankfurts Ende 1915 eine ... »Details
  22. 3. Mai 1916: Frauen stürmen wegen schlechter Versorgungslage das Hanauer Rathaus
    In einem Schreiben des Hanauer Oberbürgermeisters Karl Hild (1873–1938) an den Kasseler Regierungspräsidenten berichtet dieser von einem Vorfall vom 3. März 1916. Laut Bericht finden sich am Vormittag etwa hundert Frauen unter der Führung der beiden Stadtverordneten Dr. Georg Wagner (1867–1935; USPD) und Fritz Schnellbacher (1884–1947; USPD) vor dem Rathaus ein, um Beschwerden über die ... »Details
  23. 17. Mai 1916: Erlass gegen „Wucherer und Hetzer“ in Kassel
    Das stellvertretende Generalkommando des XI. Armeekorps in Kassel veröffentlicht einen Erlass gegen „Wucherer und Hetzer“: ... »Details
  24. 6. Juni 1916: Einrichtung eines städtischen Lebensmittelamtes in Frankfurt
    Als Reaktion auf die zunehmenden Versorgungsschwierigkeiten und die Anzeichen von Hungersnot richtet die Stadt Frankfurt am Main ein städtisches Lebensmittelamt ein. Von ihm werden Bezugskarten für Butter, Fett, Milch, Kartoffeln, Zucker, Eier und Fleisch ausgegeben, die zunächst eine Gültigkeit von 14 Tagen haben. Die Zahl der Mitarbeiter im Lebensmittelamt liegt Anfang September schon bei ... »Details
  25. 8. Juni 1916: Großherzogliche Schlösser werden Erholungsheime für Schulkinder
    Großherzogin Eleonore von Hessen (1871–1937), die zweite Ehefrau von Großherzog Ernst Ludwig von Hessen und bei Rhein (1868–1937),0=Eleonore von Hessen (gebürtig Eleonore Prinzessin zu Solms-Hohensolms-Lich) heiratete den Großherzog im Februar 1905 nach dessen Scheidung von seiner ersten Frau Victoria Melita von Sachsen-Coburg und Gotha (1876–1936). stellt die großherzogliche ... »Details
  26. 15. Juni 1916: Klagen des Frankfurter Gewerkschaftskartells über die Stadtverwaltung
    In einer Versammlung des Gewerkschaftskartells in Frankfurt am Main wird geklagt:  ... »Details
  27. 28. Juni 1916: Aufforderung zu bargeldlosem Zahlungsverkehr
    Schon zu Kriegsbeginn war an die deutsche Bevölkerung der Aufruf ergangen, alles Gold zur Reichsbank zu bringen. ... »Details
  28. 1. Juli 1916: Rattenfängerhunde für die Schützengräben an der Front
    Das „Darmstädter Tagblatt“ berichtet nach zahlreichen Nachrichten aus Unterständen und Schützengräben, dass die Soldaten „unter einer furchtbaren Rattenplage“ zu leiden haben. Der Großherzog habe darum schon vor einiger Zeit 18 Rattenfängerhunde gestiftet, die sich ausgezeichnet bewährt hätten. Von der Front werde immer wieder die Bitte um weitere Hunde geäußert. Der Landesverein ... »Details
  29. 8. Juli 1916: 100 Jahre Zugehörigkeit Rheinhessens zum Großherzogtum Hessen
    Großherzog Ernst Ludwig von Hessen (1868–1937) gedenkt in einem Erlass an den Provinziallandtag der Provinz Rheinhessen der hundertjährigen Zugehörigkeit Rheinhessens zum Großherzogtum. ... »Details
  30. 7. August 1916: Abgabepflicht von Traubenkernen und Weintrester für die Ölgewinnung und als Futtermittel
    Über die am 3. August 1916 in Kraft getretene Verordnung des Bundesrats über die bei der Weinkelterung gewonnenen Traubenkerne und Weintrester berichtete unter anderem die „Rheinische Volkszeitung“0=Rheinische Nachrichten. Braubacher Zeitung- Anzeiger für Stadt und Land, 7.8.1916, Nr. 183, S. 1: Weintrester und Traubenkerne sind Futtermittel wenige Tage später. Trester und Kerne durften ... »Details
  31. 18. August 1916: Bildung einer Interessengemeinschaft durch acht Chemieunternehmen (I.G. Farben)
    Die Farbwerke Hoechst und acht weitere deutsche Chemie-Unternehmen (darunter BASF, Bayer, Agfa, Cassella und Kalle) vereinbaren für zunächst neun Jahre die Bildung einer Interessengemeinschaft zur Abstimmung ihrer Unternehmenspolitik.(OV) ... »Details
  32. 19. August 1916: Schlichte und stoffsparende Modelle bei der Modewoche in Frankfurt
    Unter dem Motto „Das einfache Kleid“ beginnt in Frankfurt am Main eine vom Deutschen Modebund veranstaltete Modewoche, die angesichts der Textilknappheit schlichte und stoffsparende Modelle vorstellt.(OV) ... »Details
  33. 28. August 1916: Eröffnung einer Kriegsküche in der Mathildenstraße in Offenbach
    Im Gebäude der Kunstgewerbeschule in Offenbach am Main (Mathildenstraße 1) wird eine städtische Kriegsküche eröffnet, die an ihrem ersten Öffnungstag etwa 600 Essensportionen ausgibt. Damit erhält auch die Stadt Offenbach eine öffentliche Einrichtung zur Massenspeisung, die in anderen Städten bereits zu Kriegsbeginn eingerichtet worden waren, um die von Arbeitslosigkeit betroffenen ... »Details
  34. 9. September 1916: „Kriegsgemüseschau“ in Frankfurt
    In Frankfurt am Main findet vom 9. bis zum 14. September 1916 eine „Kriegsgemüseschau“ statt. Die von der Palmengarten-Gesellschaft organisierte Veranstaltung findet in der Blütengalerie des Palmengartens statt und liefert Informationen insbesondere für den Gemüseeigenanbau während des Krieges. Die Aufgabe der Kriegsgemüseschau im Palmengarten [...] soll es ein, durch Vorführung ... »Details
  35. 10. September 1916: Katholische Friedenswallfahrt im Bistum Limburg nach Hofheim
    Zahlreiche katholische Gläubige folgen dem Aufruf des Limburger Bischofs August Kilian (1856–1930), an den beiden ersten September-Sonntagen an Friedenswallfahrten zur Marienkapelle (Bergkapelle) in Hofheim am Taunus teilzunehmen. Scharen von Pilgern, zum Beispiel aus Frankfurt am Main nehmen daran teil, um für einen ehrenhaften Frieden zu beten.(OV) ... »Details
  36. 1. Oktober 1916: Verabschiedung einer Friedensresolution in Frankfurt
    In den Anlagen des Frankfurter Ostparks findet eine große Friedenskundgebung der Sozialdemokratischen Partei statt, an der „an die 20.000“ Menschen teilnehmen. Zu ihnen sprechen die sozialdemokratischen Reichstagsabgeordneten Hermann Müller (1876–1931) und Otto Braun (1872–1955). Der Frankfurter Sozialdemokrat Dr. Hugo Sinzheimer (1875–1945) entwirft vor den Zuhörern angesichts des ... »Details
  37. 16. November 1916: Arbeitsaufruf an Frauen in Gießen
    Der „Gießener Anzeiger“ veröffentlicht im November 1916 einen Aufruf an alle Frauen, der dazu anhält, dass diese vermehrt in der Kriegsindustrie arbeiten sollen. Einem Bericht über die Frauenarbeit in der englischen Rüstungsindustrie, die zu einem Arbeiterinnenanteil von zwei Dritteln in britischen Munitionsfabriken und einer erfolgreichen und schnellen Aufrüstung geführt habe, folgt ... »Details
  38. 17. November 1916: Lebensmittelknappheit in Hanau
    Der Hanauer Magistrat berichtet in einem Schreiben an den Regierungspräsidenten in Kassel von der zunehmend schlechten Versorgungslage in Hanau: „Der Umstand, daß in der Zeit vom 1. Oktober 1916 bis 15. November 1916 nur einmal 50 Gramm Butter pro Kopf und Woche ausgegeben werden konnte und im übrigen wöchentlich nur 30 Gramm Margarine und sonstige Fette, hat die Unzufriedenheit in der ... »Details
  39. 25. November 1916: Eröffnung der Blindenstudienanstalt in Marburg
    Am 25. November eröffnet die Blindenstudienanstalt in Marburg.(OV) ... »Details
  40. 5. Dezember 1916: Gesetz über den „Vaterländischen Hilfsdienst“
    Das „Gesetz über den Vaterländischen Hilfsdienst“ (oder kurz: „Hilfsdienstgesetz“) konzentriert die Kriegswirtschaft angesichts der Versorgungsprobleme und des Arbeitskräftemangels im Reich auf das Kriegsziel und die ausreichende Versorgung des Militärs. ... »Details
  41. 13. Dezember 1916: Aufruf zur Einsparung von Kerzen auf dem Weihnachtsbaum
    Anfang Dezember 1916 rief der „Kriegswirtschaftliche Ausschuss beim Rhein-Mainischen Verband für Volksbildung“0=Taunus-Zeitung. Offizielles Organ der Behörden des Amtsgerichtsbezirks-Königstein, 13.12.1916, Nr. 291, S. 3: Kriegsweihnachtsbäume. zur Einsparung von Kerzen auf dem Weihnachtsbaum auf. Wie unter anderem die Taunus-Zeitung am 13.12.1916 informierte, sollte auf „jedem ... »Details
  42. 15. Dezember 1916: Frühere Schließung von Theatern, Kinos und Gaststätten
    Aufgrund einer reichsweit erlassenen Verordnung wird die Polizeistunde in Gastwirtschaften, Cafés und Gesellschaftsräumen zur Einsparung von Brennstoffen und Beleuchtungsmitteln auf 22 Uhr vorverlegt. Alle Theater, Kinos und Gaststätten in Hessen sind demnach verpflichtet, bereits zwei Stunden vor Mitternacht zu schließen. Die Bestimmungen der Verordnung verbieten zudem den Weiterbetrieb von ... »Details
  43. 21. Dezember 1916: Bericht über schlechte Versorgungslage in Fulda
    In seinem Monatsbericht an den Regierungspräsidenten in Kassel fasst der Fuldaer Landrat die Versorgungslage und die Stimmung in der Bevölkerung zusammen: „Infolge des Kartoffelmangels ist das Publikum unfriedlich und missgestimmt. Die Unzufriedenheit beruht hauptsächlich darauf, dass diejenigen Leute, welche sich mit ihrem Winterbedarf an Kartoffeln nicht eindecken konnten und ihren Bedarf ... »Details
  44. Winter 1916: Sehr kalter Winter führt zu Kohleknappheit und Schulschließung
    Der Winter 1916/1917 ist mit Temperaturen bis -20°C sehr kalt. Zahlreiche Flüsse sind wochenlang vereist. In den Rheinhäfen liegen vollbeladene Kohleschiffe, die wegen der Kälte nicht entladen werden können. Die Eisenbahnen werden zudem in starkem Maße für den Transportbedarf des Heeres in Anspruch genommen, sodass es bald an zahlreichen Orten zu Kohlemangel kommt. Vom 12. Februar bis 4. ... »Details
  45. Winter 1916: Schwere Versorgungskrise und Hungertote
    Im Verlauf des Ersten Weltkriegs kommt es in allen beteiligten Ländern zu einer Verschlechterung der Versorgungslage. In Deutschland verschlechtert sich die Lage drastisch im Winter 1916/1917, dem sogenannten Steckrübenwinter oder Kohlrübenwinter, als es zu einer schweren Versorgungskrise kommt. Verursacht wird diese durch eine wetterbedingt schlechte Ernte und das Preissystem der ... »Details
  46. 22. Dezember 1916: Probleme beim Ersatz der einberufenen Männer durch weibliche Arbeitskräfte
    Der Mitteldeutsche Arbeitsnachweisverband klagt in einem Bericht über den geringen Ausbildungsstand der verfügbaren weiblichen Arbeitskräfte. Da immer mehr Männer durch den Einsatz an der Front als Arbeiter ausfallen, müssen zunehmend Frauen die Lücken in allen Bereichen füllen.(OV) ... »Details