Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen
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Hesse in the 19th and 20th Centuries

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  • 1919
  1. 1871-1918: Reichstagswahlen
    Die Wahlen zum Reichstag fanden nach den Vorgaben des Bundeswahlgesetzes von 1869 statt. Ursprünglich für den Reichstag des Norddeutschen Bundes geschaffen, wurden die Bestimmungen für das Deutsche Reich übernommen. Es galt ein allgemeines, gleiches und direktes Wahlrecht für Männer über 25 Jahren, unabhängig von Stand oder Religion. Frauen waren nicht wahlberechtigt, sie durften bis 1908 ... »Details
  2. Winter 1916: Sehr kalter Winter führt zu Kohleknappheit und Schulschließung
    Der Winter 1916/1917 ist mit Temperaturen bis -20°C sehr kalt. Zahlreiche Flüsse sind wochenlang vereist. In den Rheinhäfen liegen vollbeladene Kohleschiffe, die wegen der Kälte nicht entladen werden können. Die Eisenbahnen werden zudem in starkem Maße für den Transportbedarf des Heeres in Anspruch genommen, sodass es bald an zahlreichen Orten zu Kohlemangel kommt. Vom 12. Februar bis 4. ... »Details
  3. Winter 1916: Schwere Versorgungskrise und Hungertote
    Im Verlauf des Ersten Weltkriegs kommt es in allen beteiligten Ländern zu einer Verschlechterung der Versorgungslage. In Deutschland verschlechtert sich die Lage drastisch im Winter 1916/1917, dem sogenannten Steckrübenwinter oder Kohlrübenwinter, als es zu einer schweren Versorgungskrise kommt. Verursacht wird diese durch eine wetterbedingt schlechte Ernte und das Preissystem der ... »Details
  4. Januar 1917: Bericht über besondere Versorgungsprobleme der Kurstadt Wiesbaden
    Der Regierungspräsident in Wiesbaden beschreibt in seinem vierteljährlichen Bericht an den Kaiser die besonderen Versorgungsprobleme der Kurstadt Wiesbaden: Mit rastloser Hingabe und wachsenden Erfolgen leisten die Selbstverwaltungskörper hier ein gewaltiges Stück Arbeit, nicht immer freilich begünstigt von der rückhaltlosen Zustimmung der Bevölkerung. In letzter Beziehung hatte besonders ... »Details
  5. 1. Januar 1917: Verlängerung der Weihnachtsferien in den Schulen wegen Kohlenmangels
    Die Weihnachtsferien der hessischen Schulen werden mit Rücksicht auf die Kohleknappheit bis zum 15. Februar verlängert. (Text: Chronik Hessens)(OV) ... »Details
  6. 26. Januar 1917: Bericht des Wiesbadener Regierungspräsidenten über die Stimmung in der Bevölkerung
    Der Regierungspräsident in Wiesbaden beschreibt in seinem vierteljährlichen Zeitungsbericht an den Kaiser die Stimmung der Bevölkerung, die er als „etwas gedrückt“ bezeichnet, obwohl nach wie vor ein „felsenfestes Vertrauen zur Obersten Heeresleitung“ bestehe. Trotz großer Friedenssehnsucht wolle man nur einen Frieden, „der den Opfern an Gut und Blut“ entspreche, zumal der Gedanke ... »Details
  7. 26. Januar 1917: Probleme der Lebensmittelversorgung im Regierungsbezirk Wiesbaden
    Nach dem Bericht des Regierungspräsidenten in Wiesbaden bestehen im Berichtszeitraum große Versorgungsprobleme vor allem bei Milch und Fetten sowie bei Kartoffeln, während sich die Versorgung mit Brotgetreide, Mehl und Fleisch etwas verbessert hat:  ... »Details
  8. 26. Januar 1917: Bericht über Lage der Landwirtschaft in der Kriegssituation
    Der Regierungspräsident in Wiesbaden beschreibt in seinem Zeitungsbericht an Kaiser Wilhelm II. die schwierige Lage der Landwirtschaft seines Bezirks zwischen passivem Widerstand und Kriegsgewinnlertum, großem Fleiss der Landbevölkerung und dem Arbeitskräftemangel auf dem Land:  ... »Details
  9. 26. Januar 1917: Produktionssteigerung bei den Gruben im Lahn-Dill-Gebiet
    Der Regierungspräsident in Wiesbaden berichtet dem Kaiser, dass der Bergbau im Gebiet von Lahn und Dill seine Förderung erheblich gesteigert hat, um den gesteigerten Bedarf der Heeresverwaltung befriedigen zu können: ... »Details
  10. 27. Januar 1917: Uraufführung der „Bürger von Calais“ in Frankfurt
    Unter der Regie von Paul Graetz (1889–1937) wird im Neuen Theater in Frankfurt am Main das expressionistische Drama „Bürger von Calais“ des Dichters Georg Kaiser (1878–1945) uraufgeführt.(OV) ... »Details
  11. 30. Januar 1917: Kriegsspeisezettel für einfache Mahlzeiten beim Mangel von Nahrungsmitteln
    Ein von der Städtischen Hausfrauenstelle Frankfurt am Main veröffentlichter „Kriegsspeisezettel“ soll helfen, trotz der Nahrungsmittelnot schmackhafte Mahlzeiten zu kochen.(OV) ... »Details
  12. 26. Februar 1917: Eröffnung des 42. Kommunallandtages des Regierungsbezirks Kassel
    Im Kasseler Ständehaus wird der 42. Kommunallandtag des preußischen Regierungsbezirkes Kassel durch die Ansprache des Königlichen Landtagskommissars, des Oberpräsidenten August von Trott zu Solz (1855–1938), eröffnet. Dieser führt in seiner Ansprache unter anderem aus: ... »Details
  13. März 1917: Parolen mit Aufrufen zur Revolution an Frankfurter Fabriktoren
    Nach der durch Arbeiteraufstände der Februarrevolution veranlassten Abdankung Zar Nikolaus II. in Russland (am 15. März 1917) und der Bildung einer provisorischen bürgerlichen Regierung in Russland erscheinen auf Fabriktoren in Frankfurt am Main Kreide-Inschriften, mit denen auch hier zur Revolution aufgerufen wird.(OV) ... »Details
  14. 1. März 1917: Bekanntmachung zur Ablieferung von Bronzeglocken
    Die „Bekanntmachung betreffend Beschlagnahme, Bestandserhebung und Enteignung sowie freiwillige Ablieferung von Glocken aus Bronze“ wird veröffentlicht. Mit der Durchführung werden die Kommunalverbände im Reich beauftragt, das heißt in der Regel die Bürgermeisterämter. Die Kirchengemeinden erhalten dafür eine finanzielle Entschädigung, die bei Geläuten mit einem Gesamtgewicht bis zu ... »Details
  15. 11. März 1917: Eröffnung des Deutschen Ledermuseums in Offenbach
    In Offenbach am Main wird das Deutsche Ledermuseum gegründet. Ausgangspunkt für das Museum ist die seit 1912 von Direktor Prof. Dr.-Ing. E.h. Hugo Eberhardt (1874–1959) für die Technischen Lehranstalten angelegte (Lehrmittel-)Sammlung von historischen Objekten, die zu Ausstellungszwecken in vier großen Wandschränken untergebracht sind, und am heutigen Tag erstmals der Öffentlichkeit ... »Details
  16. 13. März 1917: Schloss in Bad Homburg wird kaiserliches Hauptquartier
    Kaiser Wilhelm II. und seine Gemahlin treffen in Bad Homburg ein. Das Schloss in Bad Homburg wird für ein Jahr Sitz des kaiserlichen Hauptquartiers.(OV) ... »Details
  17. 14. März 1917: 25. Regierungsjubiläum des Großherzogs Ernst Ludwig von Hessen
    Großherzog Ernst Ludwig von Hessen (1868–1937) begeht sein 25. Regierungsjubiläum. Wegen der ernsten Kriegszeiten gibt es im Sinne des Großherzogs keine größeren Feierlichkeiten. Am folgenden Tag überbringt eine Abordnung beider Kammern des Landtags dem Großherzog die Glückwünsche des Landes. Dabei überreicht sie ein in allen Teilen des Landes gesammeltes Kapital zur Gründung eines ... »Details
  18. 14. März 1917: Ausstellung von Kriegsgefangenenarbeiten in Frankfurt
    In Frankfurt am Main wird eine Ausstellung eröffnet, in der Arbeiten deutscher Kriegsgefangener gezeigt werden, die in der Schweiz interniert sind.(OV) ... »Details
  19. 16. März 1917: Erster Fliegerangriff auf Frankfurt
    In Frankfurt am Main kommt es zum ersten Fliegerangriff des Krieges, der nur relativ wenige Schäden am Elektrizitätswerk I anrichtet. Bei den Menschen in Frankfurt verursacht der Angriff jedoch große Aufregung und führt zu einem Verkehrsstau. ... »Details
  20. 23. März 1917: Hessischer Landtag beschließt Kriegteuerungsbeihilfe
    Die Zweite Kammer des Hessischen Landtags in Darmstadt stimmt einer Vorlage der großherzoglichen Regierung zu, mit der Beamten, Lehrern usw. mit einem Diensteinkommen bis zu 4.800 Mark eine Kriegsteuerungsbeihilfe von 100 Mark, dazu für jedes Kind eine Beihilfe von 25 Mark gewährt werden. Unverheiratete Beamte und Lehrer erhalten eine Beihilfe von 50 Mark.(OV) ... »Details
  21. 29. März 1917: Verleihung der Krone für das Darmstädter Wappen
    Die Stadt Darmstadt erhält anlässlich des 25-jährigen Thronjubiläums von Großherzog Ernst-Ludwig (13. März 1892) das Recht, ihrem Stadtwappen die Großherzogskrone aufzusetzen. Das neue Wappen findet erstmals bei dem ab 31. Mai ausgegebenen städtischen Notgeld Verwendung. ... »Details
  22. 31. März 1917: Tod Emil von Behrings in Marburg
    In Marburg stirbt der Professor für Medizin an der Universität und Nobelpreisträger Emil von Behring 63-jährig in seiner Villa in der Wilhelm Roser-Straße 7. Er wird am 4. April in seinem Mausoleum auf der Elsenhöhe (im Wald zwischen Marbach und Wehrda) beigesetzt.(OV) ... »Details
  23. 2. April 1917: Einweihung der Blindenstudienanstalt in Marburg
    In der Universitätsstadt Marburg wird das „Zentrum für höhere Blindenbildung“, die spätere Deutsche Blindenstudienanstalt (kurz: BliStA) eingeweiht, nachdem man Räumlichkeiten in der Wörthstraße Nr. 11 (heute Liebigstraße) bezogen hat.  ... »Details
  24. 3. April 1917: Treffen Kaiser Wilhelms II. mit Kaiser Karl von Österreich in Bad Homburg
    Kaiser Wilhelm II. trifft im Großen Hauptquartier in Bad Homburg vor der Höhe zu einem Gipfeltreffen mit Kaiser Karl von Österreich (1887–1922), der am 21. November 1916 die Nachfolge des verstorbenen Kaisers Franz Joseph I. (1830–1916) angetreten hatte. In Begleitung des österreichischen Kaisers sind auch Kaiserin Zita (1892–1989) sowie der Chef des k. und k. Generalstabs, General Arz ... »Details
  25. 10. April 1917: Reise des russischen Revolutionärs W. I. Lenin durch Deutschland
    Nach Verhandlungen mit den deutschen Reichsbehörden reist der in der Schweiz im Exil lebende russische Bolschewist Wladimir Iljitsch Lenin (1870–1924) mit Begleitung in verplombten Wagen durch Deutschland. Die Reise bildet den Auftakt zur bolschewistischen Oktoberrevolution in Russland. ... »Details
  26. 23. April 1917: Wachsende Friedenssehnsucht in der Bevölkerung wird erkennbar
    Der Regierungspräsident in Wiesbaden berichtet dem Kaiser von den steigenden Sterberaten in den Städten Frankfurt und Wiesbaden, die auf Unterernährung zurückzuführen seien. „Ein Verwaltungsbericht des Wiesbadener Regierungspräsidenten spricht von wachsender Friedenssehnsucht in der Bevölkerung“. ... »Details
  27. 23. April 1917: Bericht des Wiesbadener Regierungspräsidenten über die Stimmung in der Bevölkerung
    In seinem vierteljährlichen Zeitungsbericht an den Kaiser beschreibt der Regierungspräsident in Wiesbaden, Wilhelm von Meister (1886–1935), die Stimmung in der Bevölkerung nach mehr als zweieinhalb Jahren Krieg. Zwar seien die Stimmung ernst und die Friedenssehnsucht groß, das Vertrauen in die Oberste Heeresleitung bleibe aber unerschüttert. Besonders beklagt sei die Haltung der Jugend, die ... »Details
  28. 28. April 1917: Gründung eines Ortsvereins der USPD in Frankfurt
    Nach dem Ende des zaristischen Systems in Russland im März 1917, dessen Sturz auch den deutschen Sozialdemokraten als legitimes Kriegsziel erschien, sagt sich die linke „Sozialdemokratische Arbeitsgemeinschaft“ auf einer vom 9. bis 11. April tagenden Konferenz in Gotha von der SPD los und konstituiert sich als Unabhängige Sozialdemokratische Partei (USPD), die eine energische Friedenspolitik ... »Details
  29. 30. April 1917: SPD-Forderung nach allgemeinem und gleichem Wahlrecht für den Landtag im Großherzogtum
    Die SPD-Fraktion im Landtag des Großherzogtums Hessen beantragt die baldige Einführung des allgemeinen und gleichen Wahlrechts bei den hessischen Landtagswahlen.(OV) ... »Details
  30. 30. April 1917: Eröffnung des 51. Kommunallandtages des Regierungsbezirkes Wiesbaden
    Um 18 Uhr wird im Kommunallandtagssitzungssaal des Landeshauses in Wiesbaden der bis zum 4. Mai in drei öffentlichen Sitzungen tagende 51. Kommunallandtag des preußischen Regierungsbezirkes Wiesbaden eröffnet. In seiner Eröffnungsansprache führt der stellvertretende Königliche Landtagskommissar, der Wiesbadener Regierungspräsident Dr. Wilhelm von Meister (1863–1935), unter anderem aus: ... »Details
  31. 4. Mai 1917: Antrag der Sozialdemokraten auf das Frauenwahlrecht
    Am 4. Mai 1917 stellen die Sozialdemokraten im Verfassungsausschuss des Deutschen Reichstages erneut Reformanträge, die unter anderem das Frauenwahlrecht fordern.0=Wiesbadener Zeitung. Rheinischer Kurier, Nr. 226, 4.5.1917, S. 2: Reformanträge der Sozialdemokraten. Der Antrag wird jedoch abgelehnt, das Frauenwahlrecht wird schließlich erst nach Kriegsende und mit Gründung der Weimarer Republik ... »Details
  32. 9. Mai 1917: Säuglingssterblichkeit im Regierungsbezirk Wiesbaden
    „Volksvermehrung“ – zwei Möglichkeiten sieht die Abend-Ausgabe der „Wiesbadener Zeitung“ vom 9. Mai 1917, um den durch den Weltkrieg verursachten Bevölkerungsrückgang entgegenzuwirken: Geburtenvermehrung und Eindämmung der Säuglingssterblichkeit. ... »Details
  33. 20. Mai 1917: Einrichtung einer Hilfszentrale für kriegsblinde Akademiker in Marburg
    In der Marburger „Hochschulbücherei, Studienanstalt und Beratungsstelle für blinde Akademiker“0=Darmstädter Tagblatt, 20.5.1917, S. 2: Eine Hilfszentrale für kriegsblinde Akademiker. wird eine zentrale Hilfsorganisation für blinde Akademiker eingerichtet. Die Anzahl blinder Akademiker verdoppelt sich während des Ersten Weltkriegs durch kriegsbedingte Verletzungen, was Maßnahmen für die ... »Details
  34. 31. Mai 1917: Gründung der Vereinigung „Mitteleuropäischer Staatenbund“ in Frankfurt
    In Frankfurt am Main wird die Vereinigung „Mitteleuropäischer Staatenbund“ begründet. Die Vereinigung ist interparteilich und interkonfessionell und strebt die Schaffung einer neuen Rechtsordnung zum föderativen Zusammenschluss Mitteleuropas, vor allem Deutschlands und Österreich-Ungarns an. Zum Vorsitzenden wird der Reichstagsabgeordnete Ludwig Alpers (1866–1959; Welfen) gewählt.(OV) ... »Details
  35. 4. Juni 1917: Gründung des Verbandes „Deutschland-Spanien“ in Frankfurt
    In Frankfurt am Main wird der Verband „Deutschland-Spanien, Arbeitsgemeinschaft Deutsch-Spanischer Gesellschaften“ gegründet. Der Verband sieht seine Aufgabe darin, die Beziehungen Deutschlands zu Spanien auf wissenschaftlichem Gebiet, den kulturellen und wirtschaftlichen Austausch und den Austausch im Nachrichten- und Pressewesen zu pflegen.(OV) ... »Details
  36. 11. Juni 1917: Bischof in Limburg wendet sich gegen antimonarchische Agitation
    In einem Rundschreiben an die Geistlichen der Diözese wendet sich das Bischöfliche Ordinariat in Limburg gegen die zunehmenden Agitationen gegen den Kaiser und die Monarchie. Wie es aus zuverlässiger Quelle wisse, suchten die Feinde unseres Landes in neuerer Zeit durch bezahlte Agenten das deutsche Volk gegen seine Fürsten aufzuhetzen, um womöglich durch innere Zwietracht seine ... »Details
  37. 23. Juni 1917: Ersatzwahl zum Preußischen Abgeordnetenhaus im Wahlkreis Grafschaft Schaumburg
    Im Wahlkreis Kassel 1: Grafschaft Schaumburg findet eine Ersatzwahl zum Preußischen Abgeordnetenhaus statt. ... »Details
  38. 16. Juli 1917: Frauenkonferenz in Kassel fordert massive Einschränkung des Alkoholkonsums
    Eine in Kassel abgehaltene „Frauenkonferenz zum Studium der Alkoholfrage“ schließt mit dem Aufruf, das Bierbrauen und Schnapsbrennen zu verbieten. Die Teilnehmerinnen fordern zugleich die Einrichtung von Gaststätten ohne Alkoholausschank. Vergleichbare Appelle von Frauenverbänden (wie zum Beispiel der Woman’s Christian Temperance Union) und wachsender Druck auf die Politik, der auch von ... »Details
  39. 19. Juli 1917: Frankfurter Magistrat berichtet von drastischem Kartoffelmangel und Kriegsmüdigkeit
    Im Monatsbericht an den Regierungspräsidenten in Wiesbaden stellt der Frankfurter Magistrat dar, „daß die Stimmung der Bevölkerung, vor allem der Arbeiterklasse, infolge des völligen Fehlens von Kartoffeln sowie des anhaltenden Mangels an Zufuhr von Gemüse und Obst und wegen der herrschenden Teuerung teils stark bedrückt, zum Teil aber auch sehr erregt sei. Die Kriegsmüdigkeit nehme ... »Details
  40. 19. Juli 1917: Bericht des Wiesbadener Magistrat über gereizte Stimmung in der Bevölkerung
    Der Wiesbadener Magistrat berichtet dem Regierungspräsidenten, seit vier Wochen hätten keine Kartoffeln mehr verteilt werden können. „Angesichts der schweren Entbehrungen, die sich die Bevölkerung auferlegen müsse, sei die Stimmung im allgemeinen eine äußerst gereizte, so daß sie auch hier wie anderwärts unter Umständen zu schweren Unruhen führen könne“ (Struck).(OV/NT) ... »Details
  41. 20. Juli 1917: Neue Regelungen der Getreide- und Fleischrationen
    Vom Kriegsernährungsamt im Reich werden die neuen Regelungen der Rationen bekannt gemacht: „Mitte August 1917 wird die allgemeine Kopfration an Mehl für die Versorgungsberechtigten von 170 Gr. auf 220 Gr. Täglich erhöht (vor dem 15. April 1917 betrug die allgemeine Kopfration 200 Gr., während weitere 20 Gr. in Streckmitteln, soweit solche zur Verfügung standen, gegeben wurden). Den ... »Details
  42. 24. Juli 1917: Tagung des Reichsausschusses der Zentrumspartei in Frankfurt
    Der Reichsausschuss der Zentrumspartei tagt in Frankfurt am Main. In einer Entschließung bekennt er sich „zu einem Frieden der Verständigung und des Ausgleichs, der Deutschland politische Sicherung und wirtschaftliche Weiterentwicklung gewährleistet“. Auslöser für diesen politischen Richtungswandel der Partei, die bislang die Außen- und Kriegspolitik Wilhelms II. und der Obersten ... »Details
  43. 27. Juli 1917: Kundgebungen in Griesheim und Oberursel
    Der Regierungspräsident in Wiesbaden berichtet an das stellvertretende Generalkommando des 18. Armeekorps, in Griesheim sei von einer größeren Volksmenge, hauptsächlich Frauen, eine Demonstration veranstaltet worden. In Oberursel habe man nur mit großer Mühe unbedachte Kundgebungen verhindern können.(OV) ... »Details
  44. 12. August 1917: Tote bei Bombenabwurf auf Frankfurt
    Bei einem zweiten Bombenangriff durch ein französisches Flugzeug auf Frankfurt am Main sterben vier Menschen. Insgesamt werden im Ersten Weltkrieg bei elf Fliegerangriffen auf die Stadt mit 109 Bombenabwürfen 21 Menschen getötet und 49 verletzt.Vgl. 16. März 1917(OV) ... »Details
  45. 12. August 1917: Streiks in einer Maschinenfabrik in Höchst
    Der Landrat in Höchst, Dr. Robert Klauser (1867–1951), berichtet der Regierung in Wiesbaden, in Höchst sei es bei der Maschinen- und Armaturenfabrik vormals H. Breuer und Co. zu Streikbewegungen gekommen. Nach Meinung des Landrats hätten sie ihre Grundlage „ausschließlich in der ungenügenden Lebensmittelversorgung“ (Struck).(OV) ... »Details
  46. 17. August 1917: Bericht des Landrats in Dillenburg über Unterernährung der Arbeiter
    Der Landrat in Dillenburg, Walter von Sybel (1883–1973), berichtet dem Regierungspräsidenten in Wiesbaden, die Arbeiter in seinem Bezirk seien zum großen Teil unterernährt. Die Stimmung sei aber im allgemeinen zum Durchhalten bereit.(OV) ... »Details
  47. 19. September 1917: Bericht des Landrats in Höchst über große Kriegsmüdigkeit
    In einem Bericht an den Regierungspräsidenten Karl Wilhelm von Meister (1863–1935) in Wiesbaden schreibt der Landrat in Höchst, Robert Klauser (1867–1951), dass sich „überall [...] in steigendem Maße eine große Kriegsmüdigkeit geltend“ mache. „Unter wesentlichem Einfluß von Kriegerfrauen trete vereinzelt sogar das Verlangen nach Frieden um jeden Preis hervor“. ... »Details
  48. 6.-7. Oktober 1917: Tagung des Alldeutschen Verbandes in Kassel
    Der als einflussreiches Sprachrohr der völkischen Bewegung fungierende Alldeutsche Verband tagt in Kassel. Nach mehreren Vorträgen zur politischen und militärischen Lage des Reiches wird eine Entschließung angenommen, in der es unter anderem heißt:||Der Alldeutsche Verband erkennt es als seine Pflicht, alles daran zu setzen, um einen Frieden zu erreichen, der der Heldentaten unserer Kämpfer ... »Details
  49. 10. Oktober 1917: Positive Stellungnahme der hessischen Regierung zur Wahlrechtsreform
    Die Regierung des Großherzogtums Hessen antwortet in der Zweiten Kammer des Landtages (Landstände des Großherzogtums Hessen) im Ständehaus am Luisenplatz in Darmstadt auf den vor einiger Zeit von den Sozialdemokraten eingebrachten Antrag, das allgemeine, gleiche, geheime und direkte Wahlrecht für die Landtagswahlen, wie auch für die Gemeinde-, Kreis- und Provinzialvertretungen einzuführen. ... »Details
  50. 23.-26. Oktober 1917: Einsetzung eines Verfassungsausschusses im Großherzogtum
    In Darmstadt tagt die Zweite Kammer des Hessischen Landtags. Sie beschließt unter anderem, die Mandatsdauer der Zweiten Kammer bis zur zweiten Jahreshälfte 1918 zu verlängern. Anträge der Fortschrittlichen Partei und der Sozialdemokratischen Partei, für den Landtag und die Kommunalvertretungen das gleiche, geheime, allgemeine und direkte Wahlrecht einzuführen, werden an einen ... »Details