Hesse in the 19th and 20th Centuries

Baubeginn von Burg Schwarzenstein, 1874
Von 1874 bis 1876 erbaut der Frankfurter Architekt Franz Schädel (1824–1910) im Auftrag des Bankiers und Weinhändlers Jacob Georg Hermann Mumm (1816–1887) die künstliche Burgruine „Burg Schwarzenstein“ in der Art einer Höhenburg über dem Rheintal bei Johannisberg als repräsentativen Stammsitz der im Weinhandel tätigen Familie, die 1873 als „Mumm von Schwarzenstein“ geadelt worden war.
1822 waren die ersten Weinberge in Johannisberg von Gottlieb Mumm (1781–1852), dem Sohn des Frankfurter Bankiers und Weinhändlers Peter Arnold Mumm (1733–1797) erworben und 1823 durch den Bau eines herrschaftlichen Gutshauses „Villa Mumm“ ergänzt worden. Durch Weinspekulation mit dem legendären „Kometenjahrgang“ des Jahres 1811 von Schloss Johannisberg hatte er große Gewinne erzielt, der ihm die Ankäufe ausgesuchter Weinlagen ermöglichte. 1827 gründete er mit Partnern das Champagnerhaus P. A. Mumm (heute G. H. Mumm) in Reims, das jedoch im Ersten Weltkrieg durch den Kriegsgegner Frankreich enteignet wurde.
Das seit 1852 unter dem Namen „G. H. von Mumm“ firmierende Weingut bewirtschaftet heute noch 65 Hektar Rebfläche im Rheingau.
(UH)
- Records
- Additional Information
- Wikipedia: Burg Schwarzenstein (Geisenheim) (eingesehen am 16.10.2024)
- Wikipedia: G.H. von Mumm'sches Weingut (eingesehen am 17.10.2024)
- Recommended Citation
- „Baubeginn von Burg Schwarzenstein, 1874“, in: Zeitgeschichte in Hessen <https://www.lagis-hessen.de/en/subjects/idrec/sn/edbx/id/7633> (Stand: 3.2.2025)
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