Hesse in the 19th and 20th Centuries

Neue Synodalverfassung der evangelischen Kirche im Großherzogtum Hessen, 6. Januar 1874
Bereits am 25. März 1848 forderte Großherzog Ludwig III. (1806–1877) eine Demokratisierung der Kirche durch eine neue Verfassung, sodass Nichtgeistliche politisch gleichgestellt werden würden. Zum Luther-Jubiläum gründeten sich dann Protestantenvereine, die am 21. Februar 1870 einen „Landesausschuss für die kirchlichen Angelegenheiten“ in Darmstadt formierten, über Demokratisierung debattierten und die Kirchenreform forderten. Ab 1871 waren Kirchenvorstände gewählt und 1872 die Dekanatssynode gebildet worden, wobei Letztere am 25. März 1873 erstmals tagte. Ab dem 6. Januar 1874 galt schließlich die „Verfassung der evangelischen Kirche des Großherzogtums Hessen“, die im Oktober 1873 durch die Landessynode am großen Protestantentag in Worms beschlossen worden war.
(StH)
- Records
- Eckhart G. Franz (Hrsg.), Die Chronik Hessens, Dortmund 1991, S. 258, 260
- Additional Information
- Wikipedia: Martin Luther (eingesehen am 4.3.2022)
- Wikipedia: Synode (evangelische Kirchen) (eingesehen am 4.3.2022)
- Wikipedia: Oberkonsistorium der Evangelischen Landeskirche Hessen (eingesehen am 4.3.2022)
- Recommended Citation
- „Neue Synodalverfassung der evangelischen Kirche im Großherzogtum Hessen, 6. Januar 1874“, in: Zeitgeschichte in Hessen <https://www.lagis-hessen.de/en/subjects/idrec/sn/edbx/id/7001> (Stand: 13.8.2024)
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