Hesse in the 19th and 20th Centuries

Ersatzwahl zum Preußischen Abgeordnetenhaus im Regierungsbezirk Wiesbaden, 14. November 1892
In zwei Wahlkreisen im Regierungsbezirk Wiesbaden finden Ersatzwahlen zum Preußischen Abgeordnetenhaus statt.
Im Wahlkreis Wiesbaden 1: Biedenkopf wird der Amtsgerichtsrat Wilhelm Seyberth (1849–1937; Nationalliberale Partei) aus Siegen einstimmig und ohne Gegenkandidaten zum neuen Abgeordneten gewählt. Die Wahl war nötig geworden, da der Landgerichtsrat Eduard Bork (1833–1893; Nationalliberale Partei) aus Marburg, der den Wahlkreis mit einer Unterbrechung seit 1876 im Abgeordnetenhaus vertreten hatte, nach dem 23. Juni 1892 aus dem Parlament ausgeschieden war.
Im Wahlkreis Wiesbaden 9: Wiesbaden-Stadt – Untertaunuskreis setzt sich der Genossenschaftsanwalt Friedrich Schenck (1827–1900; Deutschfreisinnige Partei) aus Berlin im ersten Wahlgang mit 208 zu 88 Stimmen gegen den Verwaltungsgerichtsdirektor Friedrich von Reichenau (1823–1901; Nationalliberale Partei) aus Wiesbaden durch. In diesem Wahlkreis war Wahl nötig geworden, da Eduard Wißmann (1824–1899; Deutsche Fortschrittspartei); Landgerichtsrat; Wiesbaden, der den Wahlkreis seit 1882 im Abgeordnetenhaus vertreten hatte, nach dem 23. Juni 1892 aus dem Parlament ausgeschieden war.
(LV)
- Records
- Kühne, Handbuch der Wahlen zum Preußischen Abgeordnetenhaus 1867–1918. Wahlergebnisse, Wahlbündnisse und Wahlkandidaten, Düsseldorf 1994, S. 677, 702
- Additional Information
- Wikipedia: Preußisches Abgeordnetenhaus (eingesehen am 21.11.2023)
- Recommended Citation
- „Ersatzwahl zum Preußischen Abgeordnetenhaus im Regierungsbezirk Wiesbaden, 14. November 1892“, in: Zeitgeschichte in Hessen <https://www.lagis-hessen.de/en/subjects/idrec/sn/edbx/id/7545> (Stand: 14.11.2024)
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