Hesse in the 19th and 20th Centuries

Eröffnung der Gemäldegalerie in Mainz, 31. Mai 1814
Am 31. Mai 1814 wird in Mainz die Gemäldesammlung, die vor allem auf der Übereignung von 36 Gemälden durch Napoleon Bonaparte (1769–1821) an die damalige französische Departement-Hauptstadt im „Decret Chaptal“ von 1801 beruht („Napoleonische Schenkung“), öffentlich zugänglich gemacht. Die Bilder, darunter z.B. der aus der Herzoglichen Sammlung in Turin stammende „Turmbau zu Babel“ von Lucas van Valckenborch, waren 1803/1805 aus dem Zentralmuseum in Paris nach Mainz verschifft worden, wo sich zunächst der Maler Nikolaus Müller (1770–1851) um ihre Restaurierung und Unterbringung kümmern sollte.
Untergebracht waren die Gemälde damals in der Burse, im gleichen Gebäude wie die Stadtbibliothek, deren Leiter Friedrich Lehne (1771–1836), auch die Verwaltung der Sammlung übernahm. Durch die Übernahme weiterer Kulturgüter, u.a. von mittelalterlichen Skulpturen und archäologischen Funden wurde der Bestand sukzessive erweitert. Bereits 1815 war Johann Wolfgang von Goethe (1749–1832) zu Besuch, der die Sammlungen lobend erwähnte.
1853 wurde der Maler Philipp Veit (1793–1877) zum (ehrenamtlichen) Direktor der seit 1842 im Kurfürstlichen Schloss untergebrachten Gemäldegalerie ernannt, die heute zum „Landesmuseum Mainz“ gehört.
UH
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- „Eröffnung der Gemäldegalerie in Mainz, 31. Mai 1814“, in: Zeitgeschichte in Hessen <https://www.lagis-hessen.de/en/subjects/idrec/sn/edbx/id/7769> (Stand: 3.9.2026)
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