Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen
Bitte beachten Sie: LAGIS hat eine neue Adresse: lagis.hessen.de. Für eine Übergangszeit stehen Ihnen ausgewählte Module über die bekannte Oberfläche zur Verfügung. Alle anderen sind über die neue Version des Informationssystems zugänglich. Bestehende Permalinks behalten ihre Gültigkeit und leiten bereits jetzt oder nach Abschluss aller Migrationsarbeiten automatisch auf das neue System um.

Hessische Biografie

Neue Suche
 
Portrait

Johann Konrad Aitinger
(1543–1600)

Symbol: Anzeigemodus umschalten Symbol: Anzeigemodus umschalten Symbol: Druckansicht

GND-Nummer

138529698

Aitinger, Johann Konrad [ID = 5921]

* 20.3.1543 Ulm, † 6.6.1600 Kassel, Begräbnisort: Kassel
Kanzleischreiber, Sekretär, Amtmann, Rentmeister
Andere Namen | Wirken | Familie | Nachweise | Leben | Zitierweise
Wirken

Werdegang:

  • 1558 Studium an der Universität Tübingen
  • 1561 in Speyer bei Dr. Hans Henrich Firler
  • 4.3.1563 Kanzleischreiber Landgraf Philipps des Großmütigen bis zu dessen Tod, danach noch einige Wochen in der Kanzlei Landgraf Wilhelms IV.
  • 10.5.1567 Kanzleischreiber
  • 1.6.1567 Fürstlicher Secretarius und Diener Landgraf Philipps von Hessen-Rheinfels
  • 1.5.1586 Amtmann Landgraf Wilhelms IV. in Treffurt
  • 1.5.1588 Rentmeister in Rotenburg an der Fulda
  • 1593 und 1595 Rentmeister in Rotenburg
  • 1598 Privatier in Kassel

Lebensorte:

  • Kassel; Rheinfels; Treffurt; Rotenburg an der Fulda; Tübingen; Speyer
Familie

Vater:

Aitinger, Sebastian, 1508–1547, Notar, Ratssekretär, Sekretär

Partner:

  • Pauren, Margretha, (⚭ 14.11.1569) 1549–1613, Tochter des Hanns Pauren, Goldschmied, später Hessischer Münzmeister

Verwandte:

  • Aitinger, Philipp <Sohn>, * 2.1.1571, † 18.8.1571
  • Aitinger, Johann Conrad <Sohn>, GND, 1577–1637, Rentmeister
Nachweise

Quellen:

Literatur:

Leben

Biogramm bei Gundlach, Dienerbuch

Johann Conrad Aitinger1, Sohn Sebastian Aitingers, geb. in Ulm 1543 März 20, Kanzleischreiber Landgraf Philipps seit 1563 März 42 bis zum Tode Landgraf Philipps3 und noch einige Wochen in Landgraf Wilhelms IV. Kanzlei, wo er am 10. Mai 15674 (als Kanzleischreiber) vorkommt. 1567 Juni 1 wurde er zum Secretarius und Diener Landgraf Philipps des Jüngeren in Rheinfels bestellt5. Seine Besoldung wurde ihm bis zum 1. Juni 1584 gezahlt6. 1586 Mai 1 machte ihn Landgraf Wilhelm IV. zum Amtmann in Treffurt7. 15938 und 15959 finden wir ihn als Rentmeister in Rotenburg10. Er wurde am 8. Juli 1600 in Cassel begraben11.


  1. Ausführliche Nachrichten über ihn siehe in Bernhardis Aufsatz: Die Familie Aitinger ZHG 14, 333 ff.
  2. Strieder 1, 19 ff.
  3. 1566 war er Kanzleischreiber der hessischen Reichstagsgesandten in Augsburg (z. B. Juni 25, Juli 3): Polit. Archiv Nr. 1350 ff.
  4. Siehe Bd. 2 Nr. 107.
  5. Siehe Bd. 2 Nr. 101.
  6. Rheinfelser Kammerrechnung im Samtarchive.
  7. Revers M. St. S. 8395. Landgraf Philipp der Jüngere hatte in seinem Testament vom 10. März 1576 verordnet: Nachdem uns unseres Secretarien Johann Cunradt Euttingers Gelegenheit bewußt, das er bey uns in Schulden gerathen und auch, wie fast alle unsere Diener, wenig vor sich bracht, … so ist unser … freundlichs bruderlichs Begehren, das unsere Gebrudere ihnen mit 1000 Gulden … bedenken, damit er auch seines Dinstes geburliche Erstattung bekomme, dieweil auch ohne das sein Vatter unserm Hern Vatter gedienet und solches Dienstes halben in große Beschwerung gerathen.
  8. Accidentalienbuch der Beamten 1593 Bl. 215.
  9. Landaus Auszüge in der Casseler Landesbibliothek.
  10. Nach Strieder 1, 19 ff. ist er 1588 Mai 1 Rentmeister in Rotenburg geworden, resignierte 1594 und zog 1598 nach Cassel.
  11. Casseler Altstädter Kirchenbuch. Der 6. Juni als Todestag (Strieder a. a. O.) ist demnach falsch.
Zitierweise
„Aitinger, Johann Konrad“, in: Hessische Biografie <https://www.lagis-hessen.de/pnd/138529698> (Stand: 17.3.2026)