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Kurfürstentum Hessen 1840-1861 – 70. Niederweimar

Germershausen

Hof · 227 m über NN
Gemarkung Oberweimar, Gemeinde Weimar (Lahn), Landkreis Marburg-Biedenkopf 
Siedlung | Statistik | Verfassung | Besitz | Kirche und Religion | Kultur | Wirtschaft | Nachweise | Zitierweise
Siedlung

Ortstyp:

Hof

Lagebezug:

7 km südwestlich Marburg

Lage und Verkehrslage:

Gutshof im Talschluß einer bewaldeten Talenge 0,6 km nordwestlich Oberweimar.

Zufahrtsweg von Oberweimar

Ersterwähnung:

1324

Siedlungsentwicklung:

Nach 1746 zusammen mit dem Hof Oberweimar zu einem Gutsbezirk zusammengelegt

Mit der Auflösung der Gutsbezirke in Preußen 1928 nach Oberweimar eingemeindet

Im Bereich von Germershausen 9 spätmerowingische Grabhügel (-> Oberweimar)

Historische Namensformen:

Bezeichnung der Siedlung:

  • Hof 1577 und 1630
  • Adlig-freier Hof 1746

Burgen und Befestigungen:

  • Nach 1746 zusammen mit dem Hof Oberweimar zu einem Gutsbezirk zusammengelegt
  • Mit der Auflösung der Gutsbezirke in Preußen 1928 nach Oberweimar eingemeindet
  • Im Bereich von Germershausen 9 spätmerowingische Grabhügel (-> Oberweimar)

Koordinaten:

Gauß-Krüger: 3478849, 5625748
UTM: 32 U 478783 5623938
WGS84: 50.76681686° N, 8.699138945° O OpenLayers

Statistik

Ortskennziffer:

53402007002

Flächennutzungsstatistik:

  • 1885 (ha): 375, davon 136 Ackerland, 23 Wiesen, 198 Holz

Einwohnerstatistik:

  • 1577: 1 Hausgesessener
  • 1885: Gutsbezirk Oberweimar (mit Hof Germershausen): 2 Wohnplätze mit 25 Einwohnern
Verfassung

Verwaltungsbezirk:

  • Um 1531 und später: Gericht Reizberg
  • 1807-1813: Königreich Westphalen, Departement der Werra, Distrikt Marburg, Kanton Lohra
  • 1821: Kurfürstentum Hessen, Provinz Oberhessen, Kreis Marburg
  • 1945: Groß-Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Marburg
  • 1946: Land Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Marburg

Altkreis:

Marburg

Besitz

Grundherrschaft und Grundbesitzer:

  • 1389 besitzen die von Schutzbar genannt Milchling ein Gut zu Germershausen, aus dem sie Einkünfte an die Pfarrei in Marburg stiften. Der Zehnte ist bis 1418 Isenburg. Lehen der von Allna, dann der von Hohenfels. Um 1350 und 1439 haben die Döring, 1452 die von Breidenbach, 1465 die von Dorsch, vor 1528 auch die von Weitershausen Einkünfte aus Güterbesitz. 1474 ist der spätere Gutshof Eigentum der Marburger Familien von Lare. 1511 von Johann Heydwolff erworben; seitdem im Besitz der Familien. Nach 1746 mit dem Heydwolff'schen Hof in Oberweimar zum Gutsbezirk Oberweimar zusammengefasst (s. o. 2 d)
Kirche und Religion

Pfarrzugehörigkeit:

Vermutlich 1577 wie auch später nach Oberweimar eingepfarrt

Bekenntniswechsel:

Da Filial von Oberweimar, Einführung der Reformation vermutlich unter dem Oberweimarer Pfarrer Ludwig Schenck um 1527.

Reformierter Bekenntniswechsel: 1606, 1624 wieder lutherisch.

Kirchliche Mittelbehörden:

15. Jahrhundert: Sendbezirk Oberweimar

Nachweise

Literatur:

Zitierweise
„Germershausen, Landkreis Marburg-Biedenkopf“, in: Historisches Ortslexikon <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/ol/id/9071> (Stand: 16.10.2018)
 
Hessisches Landesamt für Geschichtliche Landeskunde