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Kurfürstentum Hessen 1840-1861 – 35. Eschwege

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Rambach

Ortsteil · 270 m über NN
Gemeinde Weißenborn, Werra-Meißner-Kreis 
Siedlung | Statistik | Verfassung | Besitz | Kirche und Religion | Kultur | Wirtschaft | Nachweise | Zitierweise
Siedlung

Ortstyp:

Dorf

Lagebezug:

10,5 km südöstlich von Eschwege gelegen

Lage und Verkehrslage:

3 km südöstlich von Weißenborn gelegen

Ersterwähnung:

1290

Historische Namensformen:

  • Rampeche (1360)
  • Rampach (1574)

Siedlungsplätze innerhalb der Gemarkung:

Koordinaten:

Gauß-Krüger: 3580517, 5664315
UTM: 32 U 580411 5662489
WGS84: 51.10823449° N, 10.14864197° O OpenLayers

Statistik

Ortskennziffer:

636015010

Flächennutzungsstatistik:

  • 1885 (Hektar): 696, davon 377 Acker (= 54.17 %), 29 Wiesen (= 4.17 %), 247 Holzungen (= 35.49 %)
  • 1961 (Hektar): 697, davon 261 Wald (= 37.45 %)

Einwohnerstatistik:

Diagramme:

Rambach: Einwohnerzahlen 1834-1967

Datenquelle: Historisches Gemeindeverzeichnis für Hessen: 1. Die Bevölkerung der Gemeinden 1834-1967.
Wiesbaden : Hessisches Statistisches Landesamt, 1968.

Verfassung

Verwaltungsbezirk:

  • nach 1365: Amt Wanfried
  • 1627-1834: Landgrafschaft Hessen-Rotenburg (sogenannte Rotenburger Quart), teilsouveränes Fürstentum unter reichsrechtlicher Oberhoheit der Landgrafschaft Hessen-Kassel bzw. des Kurfürstentums Hessen
  • 1787: Landgrafschaft Hessen-Kassel, Niederhessen, Amt Wanfried
  • 1803-1806: Kurfürstentum Hessen, Niederhessen, Amt Wanfried
  • 1807-1813: Königreich Westphalen, Departement der Werra, Distrikt Eschwege, Kanton Aue
  • 1814-1821: Kurfürstentum Hessen, Niederhessen, Amt Wanfried
  • 1821: Kurfürstentum Hessen, Provinz Niederhessen, Kreis Eschwege
  • 1848: Kurfürstentum Hessen, Bezirk Eschwege
  • 1851: Kurfürstentum Hessen, Provinz Niederhessen, Kreis Eschwege
  • 1867: Königreich Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Eschwege
  • 1945: Groß-Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Eschwege
  • 1946: Land Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Eschwege
  • 1974: Land Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Werra-Meißner-Kreis

Altkreis:

Eschwege

Gericht:

  • Völkershausen (1365)
  • 1821-1834: Fürstlich Rotenburgisches Justizamt Wanfried
  • 1836: Kurfürstliches Justizamt Wanfried
  • 1867: Amtsgericht Wanfried
  • 1879: Amtsgericht Wanfried
  • 1932: Amtsgericht Eschwege

Gemeindeentwicklung:

Am 1.10.1971 erfolgte im Zuge der hessischen Gebietsreform der Zusammenschluss der Gemeinden Weißenborn und Rambach zur neuen Gemeinde Weißenborn.

Besitz

Grundherrschaft und Grundbesitzer:

  • 1365 verkauften die von Völkershausen an Hessen ihre von den Eltern erworbenen Rechte am Ort, der zum Gericht Völkershausen gehörte.
Kirche und Religion

Pfarrzugehörigkeit:

Protestantische Pfarrei mit Filial Weißenborn (1872)

Patronat:

Kirchenpatron war die Landesherrschaft

Bekenntniswechsel:

Erster evangelischer Pfarrer: Johann Rüdiger vor 1545

Kirchliche Mittelbehörden:

Protestantische Pfarrei der Klasse Eschwege (1872)

Wirtschaft

Wirtschaft:

Im ersten Drittel des 19. Jahrhunderts kam gemäß P. Zietz in Rambach wie im benachbarten Weißenborn die gewerbliche Leineweberei zu einem Ende. Als Konsequenz wanderten in den 1830er Jahren zahlreiche Ortsbewohner ab.

Nachweise

Literatur:

Zitierweise
„Rambach, Werra-Meißner-Kreis“, in: Historisches Ortslexikon <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/ol/id/6696> (Stand: 16.10.2018)
 
Hessisches Landesamt für Geschichtliche Landeskunde