Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen

Historisches Ortslexikon

Hüttenrode

Ortsteil · 440 m über NN
Gemeinde Haina (Kloster), Landkreis Waldeck-Frankenberg 
Siedlung | Statistik | Verfassung | Besitz | Kirche und Religion | Kultur | Wirtschaft | Nachweise | Zitierweise
Siedlung

Ortstyp:

Dorf

Lagebezug:

10 km südwestlich von Bad Wildungen

Lage und Verkehrslage:

Dorf mit einfachem Grundriß und geringer Siedlungsdichte im Kellerwald an gleichnamigem Bach an einer Verbindungsstraße von Battenhausen nach Armsfeld.

Ersterwähnung:

1327

Siedlungsentwicklung:

1327 und 1536 (HStAM Bestand Urk. 87 Nr. 847) als Wüstung bezeichnet.

Historische Namensformen:

Siedlungsplätze innerhalb der Gemarkung:

Umlegung der Flur:

1907

Älteste Gemarkungskarte:

1848

Koordinaten:

Gauß-Krüger: 3502559, 5657128
UTM: 32 U 502484 5655305
WGS84: 51.04927504° N, 9.035435669° O OpenLayers

Statistik

Ortskennziffer:

635013080

Flächennutzungsstatistik:

  • 1885 (Hektar): 97, davon 54 Acker (= 55.67 %), 25 Wiesen (= 25.77 %), 0 Holzungen
  • 1961 (Hektar): 115, davon 2 Wald (= 1.74 %)

Einwohnerstatistik:

  • 1747: 3 Haushaltungen
  • 1885: 62, davon 62 evangelisch (= 100.00 %), 0 katholisch
  • 1939:40
  • 1961: 39, davon 39 evangelisch (= 100.00 %), 0 katholisch

Diagramme:

Hüttenrode: Einwohnerzahlen 1834-1967

Datenquelle: Historisches Gemeindeverzeichnis für Hessen: 1. Die Bevölkerung der Gemeinden 1834-1967.
Wiesbaden : Hessisches Statistisches Landesamt, 1968.

Verfassung

Verwaltungsbezirk:

  • 1556: Landgrafschaft Hessen, Amt Haina, Gericht Aulisburg-Löhlbach
  • 1787: Landgrafschaft Hessen-Kassel, Hohe Samthospitäler, Amt Haina
  • 1791: Landgrafschaft Hessen-Kassel, Hohe Samthospitäler, Amt Haina (unter einem Samtamtmann)
  • 1803-1806: Kurfürstentum Hessen, Hohe Samthospitäler, Amt Haina
  • 1807-1813: Königreich Westphalen, Werradépartement, Distrikt Marburg, Kanton Gemünden
  • 1814-1821: Kurfürstentum Hessen, Oberhessen, Amt Haina
  • 1821: Kurfürstentum Hessen, Provinz Oberhessen, Kreis Frankenberg
  • 1848: Kurfürstentum Hessen, Bezirk Marburg
  • 1851: Kurfürstentum Hessen, Provinz Oberhessen, Kreis Frankenberg
  • 1867: Königreich Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Frankenberg
  • 1945: Groß-Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Frankenberg
  • 1946: Land Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Frankenberg
  • 1974: Land Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Waldeck-Frankenberg

Altkreis:

Frankenberg

Gericht:

  • 1821: Justizamt Rosenthal
  • 1867: Amtsgericht Rosenthal
  • 1932: Amtsgericht Frankenberg
  • 1933: Amtsgericht Gemünden
  • 1945: Amtsgericht Kirchhain [Zweigstelle Gemünden (Wohra)]
  • 1973: Amtsgericht Frankenberg

Herrschaft:

Im 14. Jahrhundert zum Kloster Haina, nach dessen Auflösung zum Amt Haina in der Landgrafschaft Hessen gehörig.

Gemeindeentwicklung:

Seit dem 1.7.1971 gehört Hüttenrode als Ortsteil zur Gemeinde Haina (Kloster).

Besitz

Grundherrschaft und Grundbesitzer:

  • 1327 überträgt Werner von Westerburg dem Kloster Haina einige Güter in der Wüstung Hüttenrode, die Gumpert von Kleinern von ihm zu Lehen trägt. Nach Aufhebung des Klosters in der Reformationszeit 1533 fallen die Einnahmen an das Spital Haina als Rechtsnachfolger.

Zehntverhältnisse:

1327 schenkte Gumpert von Kleinern, Burgmann von Wildungen, dem Kloster Haina seinen Zehnten in der Wüstung Hüttenrode.

Kirche und Religion

Pfarrzugehörigkeit:

Ursprünglich gehört Hüttenrode zur Pfarrei Battenhausen, fällt aber mit dessen Wüstwerdung zu Beginn des 16. Jahrhunderts zunächst an die Pfarrei Armsfeld, vor 1612 dann an Löhlbach. 1871 und später ist Hüttenrode in die zu Kirchspiel Löhlbach gehörende Filialgemeinde Battenhausen eingepfarrt.

Bekenntniswechsel:

Einführung der Reformation in der Landgrafschaft Hessen ab 1526.

Nachweise

Literatur:

Zitierweise
„Hüttenrode, Landkreis Waldeck-Frankenberg“, in: Historisches Ortslexikon <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/ol/id/1204> (Stand: 16.10.2018)
 
Hessisches Landesamt für Geschichtliche Landeskunde