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Kurfürstentum Hessen 1840-1861 – 22. Besse

Stockhausen

Wüstung · 201 m über NN
Gemarkung Dissen und Besse (je teilweise), Gemeinde Gudensberg, Schwalm-Eder-Kreis 
Siedlung | Statistik | Verfassung | Besitz | Kirche und Religion | Kultur | Wirtschaft | Nachweise | Zitierweise
Siedlung

Ortstyp:

Wüstung

Lagebezug:

4 km nordöstlich von Gudensberg.

Lage und Verkehrslage:

Flurname Stockhauser Brunnen, -Wiesen. Nur ungefähr zu lokalisieren.

Ersterwähnung:

(775-786)

Letzterwähnung:

1585

Siedlungsentwicklung:

Im Bereich der wüsten Siedlung karolingerzeitliche Keramikfunde.

Historische Namensformen:

Bezeichnung der Siedlung:

  • 1309: villa quondam.
  • 1317: villa.
  • 1354: Dorf.
  • 1414: villa.
  • 1445: Feldmark.

Koordinaten:

Gauß-Krüger: 3527955, 5674531
UTM: 32 U 527870 5672701
WGS84: 51.20502956° N, 9.398940661° O OpenLayers

Statistik

Ortskennziffer:

63400702003

Verfassung

Verwaltungsbezirk:

  • Um 800: in pago Hessorum.
  • 1403, 1428 und 1497: Landgrafschaft Hessen, Amt Gudensberg

Altkreis:

Fritzlar-Homberg

Herrschaft:

1354: Die Stadt Gudensberg will Hermann von Elben Geld zur Lösung des Dorfes Stockhausen zahlen.

Besitz

Grundherrschaft und Grundbesitzer:

  • Um 800: Stift Hersfeld hat Besitz zu Stockhausen.
  • 1084/88: Erzbischof Wezelo bestätigt dem Kloster Hasungen die Schenkung von einem Mansus zu Stockhausen durch Rothardus;
  • 1123: desgleichen Erzbischof Adalbert I.
  • 1303: Die von Falkenberg befreien 3 Hufen zu Stockhausen zugunsten Kloster Berich.
  • Um 1310 und noch um 1450: Stift Fritzlar hat Einkünfte zu Stockhausen.
  • 1317: Die von Elben erhalten von Kloster Breitenau 2 Hufen mit Zubehör zu Stockhausen.
  • 1345: Bürger aus Gudensberg verschreiben dem Heiligen Kreuzaltar-Gudensberg einen Getreidezins aus Stockhausen.
  • 1350: Die Gebrüder von Falkenberg haben vom Kloster Hasungen eine halbe Hufe zu Stockhausen inne.
  • 1357: Otto von Elben erhält 2 Acker Wiese im Wiesenbach zu Stockhausen von Landgraf Heinrich.
  • 1382: Zahlungen aus Hof zu Stockhausen an Kloster Nordshausen.
  • 1395: Äcker zu Stockhausen sind Falkenberger Lehen.
  • 1501: Hans von Falkenberg belehnt Hans Eckel mit 4 Äckern Land zu Stockhausen; folgend Belehnungen bis 1528.
  • 1545: Landgraf Philipp belehnt die von Buttlar mit 2 Hufen zu Stockhausen; folgend Belehnungen bis 1822.
  • 1575/85: Die von Elben und von Hertingshausen haben Besitz und Gefälle zu Stockhausen als landgräfliches Lehen.
  • Nach Wüstwerden Hufen halb von Dissen, halb von Besse bebaut.

Zehntverhältnisse:

1424: Graf Johann von Ziegenhain belehnt Hermann von Hertingshausen mit Zehnten zu Stockhausen.

1448: Landgraf Ludwig weist Reinhard von Dalwigk und Friedrich von Hertingshausen den Zehnten in Stockhausen zu.

1453/54: Streit zwischen Landgraf und Adel wegen des Zehnten zu Stockhausen.

1461: Landgraf Ludwig belehnt Friedrich von Hertingshausen mit Zehnten zu Stockhausen; folgend Belehnungen bis 1680.

1838: Ablösung des Zehnten.

Ortsadel:

1253-1290.

Kirche und Religion

Ortskirchen:

  • 1382: Kirchhof.
Nachweise

Literatur:

Zitierweise
„Stockhausen, Schwalm-Eder-Kreis“, in: Historisches Ortslexikon <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/ol/id/4281> (Stand: 12.11.2018)
 
Hessisches Landesamt für Geschichtliche Landeskunde