Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen

Historisches Ortslexikon

Übersichtskarte Hessen
Messtischblatt
4821 Fritzlar
Moderne Karten
Kartenangebot der Landesvermessung
Historische Karten
Kurfürstentum Hessen 1840-1861 – 30. Fritzlar

Holzheim

Wüstung · 182 m über NN
Gemarkung Fritzlar, Gemeinde Fritzlar, Schwalm-Eder-Kreis 
Siedlung | Statistik | Verfassung | Besitz | Kirche und Religion | Kultur | Wirtschaft | Nachweise | Zitierweise
Siedlung

Ortstyp:

Dorf; Wüstung

Lagebezug:

2,5 km südwestlich von Fritzlar.

Lage und Verkehrslage:

Im Südwesten der Gemarkung Fritzlar; Flurname in, unter Holzheim, Totenhof.

Ersterwähnung:

1040

Siedlungsentwicklung:

Im Bereich der Wüstung frühmittelalterliche Keramikfunde, einsetzend um 700.

Historische Namensformen:

  • Holcheim, in (1040) [Mainzer Urkundenbuch 1 Nr. 282]
  • Holtzheim (1101)
  • Holtzeim, de (1207)
  • Holzheim, in (1209)
  • Holzem (1231)
  • Holchem, de (1238)
  • Holzim, de (1259)
  • Holsheim, de (1266)
  • Holzheim, de (1269)
  • Holczhem, de (1271)
  • Holzem, de (1276)
  • Holzeim, de (1283)
  • Holzhem, de (1286)
  • Holcheim, de (1286)
  • Holtzeim, de (1292)
  • Holtzeham (1290)
  • Holtzchim, de (1292)
  • Holczheim (1393)
  • Hulzheym (1425)

Bezeichnung der Siedlung:

  • 1101: villa.
  • 1411: Dorf.
  • 1439: wüst.
  • 1559: Kirche noch vorhanden.

Burgen und Befestigungen:

Koordinaten:

Gauß-Krüger: 3518351, 5663942
UTM: 32 U 518270 5662116
WGS84: 51.11023779° N, 9.260983191° O OpenLayers

Statistik

Ortskennziffer:

63400502026

Verfassung

Altkreis:

Fritzlar-Homberg

Gericht:

  • 1258: Gericht Holzheim Eigentlich der von Holzheim.
  • 1348: Die von Falkenberg erwerben Gericht Holzheim von den von Holzheim.
  • 1411: Erzbischof Johann von Mainz erwirbt Gericht Holzheim (Amt Fritzlar).
  • comes 1401 (Falkenhainer II S. 470).

Herrschaft:

universitas ville 1401.

Besitz

Grundherrschaft und Grundbesitzer:

  • 1040: Erzbischof Bardo von Mainz erhält im Tausch Güter und Unfreie zu Holzheim von Kloster Kaufungen.
  • 1101: Der Fritzlarer Kanoniker Merbodo schenkt dem Petersaltar in der Stiftskirche Fritzlar ein Gut mit 3 Höfen zu Holzheim.
  • 1209 und um 1310: Stift Fritzlar hat Einkünfte zu Holzheim.
  • 1255: Bürger zu Fritzlar tauschen Güter zu Kirchditmold gegen solche des Klosters Weißenstein zu Holzheim.
  • 1258: Hermann von Wolfershausen verzichtet auf Pfandrecht an Gütem, die Kloster Hardehausen zu Holzheim erwarb; Dorf und Gericht Holzheim gehören den von Holzheim (vgl. Gericht).
  • 1281: Die von Holzheim verkaufen von ihren Novalien zu Holzheim an Fritzlarer Bürger.
  • 1285: Die von Falkenberg stimmen der Übertragung von Gütern zu Holzheim zu.
  • 1289: Benigna, Tochter Konrads von Giflitz, überträgt dem Deutschen Orden Marburg ihren Teil der Güter zu Holzheim.
  • 1291: Benigna, Witwe des Heinrich von Treysa, verkauft dem Deutschen Orden Marburg ein Viertel der Güter zu Holzheim.
  • 1313: Eckebert von Grifte verkauft dem Fritzlarer Kantor Hermann von Grone 2 Hufen zu Holzheim.
  • 1316: Deutscher Orden Marburg erwirbt ein Viertel des Fronguts zu Holzheim.
  • 1348: Der Fritzlarer Kantor Hermann von Falkenberg stiftet eine Seelenmesse von Gütern zu Holzheim.
  • 1358: Rodegeld und Hofgeld zu Holzheim durch die von Falkenberg dem Stift Fritzlar verschrieben.
  • 1360 und 1368: Die von Falkenberg besitzen Dorf Holzheim und übertragen 1368 dem Fritzlarer Kantor Otto von Falkenberg das Eigentum am Dorf Holzheim.
  • 1369: Kantor Otto von Falkenberg vermacht seinem Neffen von Falkenberg testamentarisch Dorf Holzheim.
  • 1411: Erzbischof Johann von Mainz kauft Dorf und Gericht Holzheim und belehnt damit die von Falkenberg.
  • 1443: Ritter Johann Meisenbug verzichtet auf alle Ansprüche an Dorf Holzheim.
  • 1472 und noch 1492: Die von Löwenstein-Westerburg belehnen aus Holzheim.
  • 1502: Erzbischof Berthold von Mainz belehnt Eitel von Löwenstein mit einer halben Hufe zu Holzheim.
  • 1505: Löw zu Löwenstein belehnt mit 1 1/2 Hufen zu Holzheim.

Ortsadel:

1207 - nach 1527.

Kirche und Religion

Ortskirchen:

  • 1393: ecclesia.

Patrozinien:

  • Thomas.

Pfarrzugehörigkeit:

1335: nach Büraburg eingepfarrt.

Juden:

1258: Juden genannt.

Nachweise

Literatur:

Zitierweise
„Holzheim, Schwalm-Eder-Kreis“, in: Historisches Ortslexikon <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/ol/id/4429> (Stand: 5.10.2018)
 
Hessisches Landesamt für Geschichtliche Landeskunde