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Kurfürstentum Hessen 1840-1861 – 14. Zierenberg

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Ehlen

Ortsteil · 333 m über NN
Gemeinde Habichtswald, Landkreis Kassel 
Siedlung | Statistik | Verfassung | Besitz | Kirche und Religion | Kultur | Wirtschaft | Nachweise | Zitierweise
Siedlung

Ortstyp:

Dorf

Lagebezug:

9,5 km östlich von Wolfhagen

Ersterwähnung:

1015

Historische Namensformen:

Siedlungsplätze innerhalb der Gemarkung:

Koordinaten:

Gauß-Krüger: 3521668, 5687691
UTM: 32 U 521585 5685856
WGS84: 51.32358935° N, 9.309778955° O OpenLayers

Statistik

Ortskennziffer:

633011020

Flächennutzungsstatistik:

  • 1885 (Hektar): 651, davon 381 Acker (= 58.53 %), 205 Wiesen (= 31.49 %), 17 Holzungen (= 2.61 %)
  • 1885 (Hektar): 2042, davon 3 Acker (= 0,15 %), 2 Wiesen (= 0,1 %), 2021 Holzungen (= 99 %) [Oberförsterei Ehlen]
  • 1961 (Hektar): 1469, davon 420 Wald (= 28.59 %)

Einwohnerstatistik:

Diagramme:

Ehlen: Einwohnerzahlen 1834-1967

Datenquelle: Historisches Gemeindeverzeichnis für Hessen: 1. Die Bevölkerung der Gemeinden 1834-1967.
Wiesbaden : Hessisches Statistisches Landesamt, 1968.

Verfassung

Verwaltungsbezirk:

  • 1515: Kloster Hasungen (Weistum im Hasunger Güterregister von 1515)
  • 1569: Landgrafschaft Kassel, Amt Kassel, Vogtei Hasungen
  • 1787: Landgrafschaft Hessen-Kassel, Niederhessen, Vogtei Hasungen
  • 1803-1806: Kurfürstentum Hessen, Niederhessen, Vogtei Hasungen
  • 1807-1813: Königreich Westphalen, Departement der Fulda, Distrikt Kassel, Kanton Hof
  • 1814-1821: Kurfürstentum Hessen, Niederhessen, Amt Wilhelmshöhe, Vogtei Hasungen
  • 1821: Kurfürstentum Hessen, Provinz Niederhessen, Kreis Wolfhagen
  • 1848: Kurfürstentum Hessen, Bezirk Kassel
  • 1851: Kurfürstentum Hessen, Provinz Niederhessen, Kreis Wolfhagen
  • 1867: Königreich Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Wolfhagen
  • 1945: Groß-Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Wolfhagen
  • 1946: Land Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Wolfhagen
  • 1971: Land Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Wolfhagen, Gemeinde Habichtswald (s. Gemeindeentwicklung)

Altkreis:

Wolfhagen

Gericht:

  • bis 1822: Amt Zierenberg und Vogtei Hasungen (Assistenzamt Zierenberg)
  • 1822: Justizamt Wolfhagen
  • 1831: Justizamt Zierenberg
  • 1832: Justizamt Zierenberg
  • 1867: Amtsgericht Zierenberg
  • 1879: Amtsgericht Zierenberg
  • um 1900: Amtsgericht Zierenberg (Historisches Ortslexikon Kurhessen, S. 104)
  • 1932: Amtsgericht Wolfhagen

Gemeindeentwicklung:

Am 31.12.1971 erfolgte im Zuge der hessischen Gebietsreform der Zusammenschluss der Gemeinden Dörnberg und Ehlen zur neuen Gemeinde Habichtswald. Sitz der Gemeindeverwaltung ist Dörnberg.

Besitz

Grundherrschaft und Grundbesitzer:

  • Ehlen gehörte ursprünglich ganz dem Kloster Hasungen (Weistum im Hasunger Güterregister von 1515).

Ortsadel:

Adlige 1154-1257.

Kirche und Religion

Ortskirchen:

  • 1074 überließ der Erzbischof von Mainz die Kirche dem Kloster Hasungen. 1170 wurde die Kirche von allen Berechtigungen des Archipresbyters (Schützeberg) und Archidiakons befreit. 1241 verleibte man sie dem Kloster Hasungen ein (UA Hasungen).
  • Presbyter 1131, 1146.

Pfarrzugehörigkeit:

1527 kommt Schützeberg zur Pfarrei Ehlen, 1585 gehören Burghasungen und Ölshausen dazu.

Zur Pfarrei der Klasse Zierenberg gehörten 1872 die Filiale Burghasungen und Oelshausen. Eingepfarrt waren damals die Güter Bodenhausen und Kalenberg sowie der Hof Ropperode (Hochhuth, Statistik der evangelischen Kirche, S. 245).

Bekenntniswechsel:

Erster evangelischer Pfarrer: Daniel Velthmann 1527 bis nach 1548, ehemalige Ordensperson in Hasungen und Pfarrer in Schützeberg

Kirchliche Mittelbehörden:

15. Jahrhundert: Erzbistum Mainz, Archidiakonat St. Peter zu Fritzlar, Erzpriestersprengel Schützeberg

1872: Pfarrei der Klasse Zierenberg (Hochhuth, Statistik der evangelischen Kirche, S. 245)

Nachweise

Literatur:

Zitierweise
„Ehlen, Landkreis Kassel“, in: Historisches Ortslexikon <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/ol/id/2021> (Stand: 21.11.2018)
 
Hessisches Landesamt für Geschichtliche Landeskunde