Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen

Historisches Ortslexikon

Übersichtskarte Hessen
Messtischblatt
4522 Hofgeismar
Moderne Karten
Kartenangebot der Landesvermessung
Historische Karten
Kurfürstentum Hessen 1840-1861 – 9. Hofgeismar

Oberhaldessen

Dorf; Hof; Wüstung · 254 m über NN
Gemarkung Grebenstein, Gemeinde Grebenstein, Landkreis Kassel 
Siedlung | Statistik | Verfassung | Besitz | Kirche und Religion | Kultur | Wirtschaft | Nachweise | Zitierweise
Siedlung

Ortstyp:

Dorf; Hof; Wüstung

Lagebezug:

5,5 km südöstlich von Hofgeismar

Lage und Verkehrslage:

3 km nordöstlich von Grebenstein und 1,5 km südöstlich von Niederhaldessen. Vor Ort befand sich früher ein wüstgefallenes Dorf gleichen Namens, das gemäß H. Reimer 1/2 Stunde von Grebenstein und Mariendorf entfernt lag (Historisches Ortslexikon Kurhessen, S. 199).

Ersterwähnung:

1144

Siedlungsentwicklung:

Die beiden Dörfer des Namens Haldessen kamen schon 1144 vor (in duabus villulis).

Noch 1452 lieferte Ubernhaltßen 10 Fastnachthühner zum Amt Grebenstein (Amtsrechnung).

1455 war es aber angeblich wüst (Landau, Beschreibung der wüsten Ortschaften. Ausg. 1858, S. 36 f.).

1895 gab es vor Ort wieder einen Hof Oberhaldessen.

Historische Namensformen:

Bezeichnung der Siedlung:

Burgen und Befestigungen:

Koordinaten:

Gauß-Krüger: 3530760, 5703526
UTM: 32 U 530674 5701684
WGS84: 51.46549698° N, 9.441574947° O OpenLayers

Statistik

Ortskennziffer:

63301002011

Einwohnerstatistik:

  • 1895: 10 Bewohner
Verfassung

Verwaltungsbezirk:

Altkreis:

Hofgeismar

Gericht:

Besitz

Ortsadel:

Adlige von Haldessen 1106-1423 (Landau, Beschreibung der wüsten Ortschaften. Ausg. 1858, S. 36 f.), vielleicht bis 1462 (siehe unter Besitz von Niederhaldessen).

Kirche und Religion

Ortskirchen:

  • 100 m südwestlich des heutigen Hofes befindet sich die Ruine der ehemaligen Dorfkirche s. Johannis.
  • Ein Pfarrer wurde 1407 genannt (Roques 331)

Patrozinien:

  • Johannes

Patronat:

Die Kirche s. Johannis wurde vom Kloster Bursfelde verliehen (Bach, Kurze Geschichte 15 Anm. 3).

1530 verleibte man sie dem Hospital Grebenstein ein (Ledderhose, Kleine Schriften 4, 346).

Bekenntniswechsel:

Die Pfarrei hat bis in das 16. Jahrhundert bestanden und blieb katholisch.

Kirchliche Mittelbehörden:

15. Jahrhundert: Mainzer Kirchenprovinz, Archidiakonat St. Marien zu Hofgeismar

Nachweise

Literatur:

Zitierweise
„Oberhaldessen, Landkreis Kassel“, in: Historisches Ortslexikon <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/ol/id/2148> (Stand: 5.10.2018)
 
Hessisches Landesamt für Geschichtliche Landeskunde