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4522 Hofgeismar
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Niederhaldessen

Dorf; Gehöftgruppe; Wüstung · 195 m über NN
Gemarkung Grebenstein, Gemeinde Grebenstein, Landkreis Kassel 
Siedlung | Statistik | Verfassung | Besitz | Kirche und Religion | Kultur | Wirtschaft | Nachweise | Zitierweise
Siedlung

Ortstyp:

Dorf; Gehöftgruppe; Wüstung

Lagebezug:

4 km südöstlich von Hofgeismar.

Lage und Verkehrslage:

Verstreute Gehöftgruppe 2,5 km nordnordöstlich von Grebenstein und 1,7 km nordwestlich von Niederhaldessen. Vor Ort befand sich früher ein wüstgefallenes Dorf gleichen Namens. Vergleiche auch die Wüstung Diepenhaldessen, die vielleicht in der Umgebung lag oder sogar identisch ist.

Ersterwähnung:

1144

Siedlungsentwicklung:

Die beiden Dörfer des Namens Haldessen kamen schon 1144 vor (in duabus villulis).

Noch 1426 hieß es Dorf Haldessen (UA Lippoldsberg).

1462 erschien aber die Wüstung Nyddernheltzen bei Grebenstein (GR Haldessen).

Die heutige verstreute Gehöftgruppe Niederhaldessen fehlte 1956 im Gemeindeverzeichnis und erschien erst 1970 auf der Topographischen Karte.

Historische Namensformen:

Bezeichnung der Siedlung:

  • in duabus villulis (1144);
  • inferior villa (1146)
  • Dorf (1426) [UA Lippoldsberg].
  • Wüstung (1462) [GR Haldessen].

Burgen und Befestigungen:

  • Die beiden Dörfer des Namens Haldessen kamen schon 1144 vor (in duabus villulis).
  • Noch 1426 hieß es Dorf Haldessen (UA Lippoldsberg).
  • 1462 erschien aber die Wüstung Nyddernheltzen bei Grebenstein (GR Haldessen).
  • Die heutige verstreute Gehöftgruppe Niederhaldessen fehlte 1956 im Gemeindeverzeichnis und erschien erst 1970 auf der Topographischen Karte.

Koordinaten:

Gauß-Krüger: 3529175, 5703906
UTM: 32 U 529090 5702064
WGS84: 51.46899618° N, 9.418798735° O OpenLayers

Statistik

Ortskennziffer:

63301002016

Einwohnerstatistik:

  • 1144: in duabus villulis. 1146: inferior villa.
  • 1426: Dorf Haldessen (UA Lippoldsberg). 1462: Wüstung Niederhaldessen (GR Haldessen).
  • 1970: Mehrere verstreute Höfe (Topographische Karte).
Verfassung

Verwaltungsbezirk:

Altkreis:

Hofgeismar

Gericht:

Besitz

Grundherrschaft und Grundbesitzer:

  • Mit der Wüstung Niederhaldessen wurde 1462 Rabe von Boyneburg von Mainz belehnt, dem sie durch den Tod Hansen von Haldessen heimgefallen war (Dep. von Boyneburg).
  • Huben, Zehnten und anderen Besitz, den das Kloster Bursfelde der Stadt Grebenstein verpfändet hatte, erhielt diese 1575 erblich (UA Grebenstein).

Zehntverhältnisse:

Grebenstein erhielt 1575 auch Zehnten, die das Kloster Bursfelde der Stadt verpfändet hatte, erblich (UA Grebenstein).

Ortsadel:

Adlige von Haldessen 1106-1423 (Landau, Beschreibung der wüsten Ortschaften. Ausg. 1858, S. 36 f.), vielleicht bis 1462 (siehe Besitz).

Nachweise

Literatur:

Zitierweise
„Niederhaldessen, Landkreis Kassel“, in: Historisches Ortslexikon <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/ol/id/2028> (Stand: 5.10.2018)
 
Hessisches Landesamt für Geschichtliche Landeskunde