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Kurfürstentum Hessen 1840-1861 – 71. Amöneburg

Udenhausen

Wüstung · 354 m über NN
Gemarkung Roßberg, Gemeinde Ebsdorfergrund, Landkreis Marburg-Biedenkopf 
Siedlung | Statistik | Verfassung | Besitz | Kirche und Religion | Kultur | Wirtschaft | Nachweise | Zitierweise
Siedlung

Ortstyp:

Wüstung

Lagebezug:

ca. 13,5 km südöstlich Marburg

Lage und Verkehrslage:

In einem kleinen bewaldeten Tal des Staatsforsts Roßberg die Reste einer kleinen Saalkirche mit hufeisenförmiger Apsis; Flurnamen Uthenheußer Wiesen.

Ersterwähnung:

um 1130

Siedlungsentwicklung:

Wohl schon im 14. Jahrhundert verlassen; 1388 wird noch ein Bewohner genannt - In der wüst Flur Keramik des 8. bis 14./15. Jahrhundert

Historische Namensformen:

  • V^otenhusun (um 1130) [Gensicke, Vogtei Ebsdorf, S. 101]
  • Uodinhusin (1222)
  • Uttinchusen (1222)
  • Westenodenhusen (14. Jahrhundert)

Koordinaten:

Gauß-Krüger: 3491280, 5619000
UTM: 32 U 491209 5617192
WGS84: 50.70647762° N, 8.875502957° O OpenLayers

Statistik

Ortskennziffer:

53400809004

Verfassung

Verwaltungsbezirk:

  • 1374: Gericht Ebsdorf

Altkreis:

Marburg

Besitz

Grundherrschaft und Grundbesitzer:

  • Um 1130 ist U. einschl, des Zehnten Zubehör der Villikation Ebsdorf des Mainzer St. Stephansstifts, deren Einkünfte seit 1249 an die Landgrafen verpachtet sind. 1222 beansprucht das Stift gegenüber den von Nordeck den Novalzehnten. - 1297 und 1316 erwirbt Kloster Caldern Güterbesitz. - 1327 hat das Erzstift Mainz Einkünfte in U.
Kirche und Religion

Ortskirchen:

  • 1222: nach Ebsdorf eingepfarrt: ursprünglich wohl Pfarrkirche; Begräbnisplätze außerh. und innerh. des Kirchenstumpfes; Flurnamen Totenweg. - Kirche wohl karolingerzeitl. Bau
Nachweise

Literatur:

Zitierweise
„Udenhausen, Landkreis Marburg-Biedenkopf“, in: Historisches Ortslexikon <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/ol/id/9360> (Stand: 8.11.2017)
 
Hessisches Landesamt für Geschichtliche Landeskunde