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Herzogtum Nassau 1819 – 32. Hünerkirche

Kesselbach

Ortsteil · 395 m über NN
Gemeinde Hünstetten, Rheingau-Taunus-Kreis 
Siedlung | Statistik | Verfassung | Besitz | Kirche und Religion | Kultur | Wirtschaft | Nachweise | Zitierweise
Siedlung

Ortstyp:

Dorf

Lagebezug:

12,3 km nordöstlich von Bad Schwalbach

Lage und Verkehrslage:

Siedlung mit einfachem Grundriss in Muldelage

Ersterwähnung:

1250/60

Historische Namensformen:

  • Keszelbach
  • Kezelbach (1250/60)
  • Kezzelbach bi Menzer straze (1336)
  • Kezzilbach (1352)
  • Kesselbach (1477)
  • Keßelbach (um 1650)

Siedlungsplätze innerhalb der Gemarkung:

Koordinaten:

Gauß-Krüger: 3443249, 5564987
UTM: 32 U 443197 5563201
WGS84: 50.21825491° N, 8.203786996° O OpenLayers

Statistik

Ortskennziffer:

439007040

Flächennutzungsstatistik:

  • 1885 (Hektar): 261, davon 100 Acker (= 38.31 %), 20 Wiesen (= 7.66 %), 131 Holzungen (= 50.19 %)
  • 1961 (Hektar): 267, davon 132 Wald (= 49.44 %)

Einwohnerstatistik:

  • 1566: 10 Haushaltungen
  • 1609: 8 Haushaltungen
  • 1821: 104 Einwohner
  • 1885: 122, davon 121 evangelisch (= 99.18 %), 1 katholisch (= 0.82 %)
  • 1961: 239, davon 181 evangelisch (= 75.73 %), 52 katholisch (= 21.76 %)
  • 1970: 410 Einwohner

Diagramme:

Kesselbach: Einwohnerzahlen 1834-1967

Datenquelle: Historisches Gemeindeverzeichnis für Hessen: 1. Die Bevölkerung der Gemeinden 1834-1967.
Wiesbaden : Hessisches Statistisches Landesamt, 1968.

Verfassung

Verwaltungsbezirk:

  • 1566: Amt Idstein
  • 1787: Fürstentum Nassau-Usingen, Oberamt oder Herrschaft Idstein
  • 1816: Herzogtum Nassau, Amt Wehen
  • 1849: Herzogtum Nassau, Regierungsbezirk Wiesbaden, Herzogtum Nassau, Verwaltungsbezirk VI (Kreisamt Langen-Schwalbach)
  • 1854: Herzogtum Nassau, Amt Wehen
  • 1867: Königreich Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Wiesbaden,Untertaunuskreis
  • 1968: Regierungsbezirk Darmstadt, Untertaunuskreis
  • 1977: Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Rheingau-Taunus-Kreis

Altkreis:

Untertaunuskreis

Gericht:

  • um 1650: Gericht Auroffer Grund
  • 1816: Amt Wehen
  • 1849: Justizamt Wehen
  • 1854: Justiz- und Verwaltungsamt Wehen
  • 1867: Amtsgericht Wehen
  • 1879: Amtsgericht Idstein

Gemeindeentwicklung:

Am 31.12.1971 zur Gemeinde Hünstetten

Besitz

Grundherrschaft und Grundbesitzer:

  • Ein Weistum von 1475 nennt Nassau-Idstein als obersten Herrn.
  • 1250/60 werden 4 katzenelbogische Hörige genannt. 1336 stiftet Heyno von Laurenburg als Seelgerät von seinem Gut zu Kesselbach dem Kloster Brunnenburg 8 Malter Korn Limburger Maß, 4 Malter Idsteiner Maß usw. Er hebt jedoch noch in seinem Testament 1352 diese Stiftung auf und verpflichtet seine Erben, das Kloster anderweitig zu entschädigen. 1477 verkauft das Kloster Bleidenstadt u.a. zu Kesselbach eine Gülte an Philipp von Stockheim. Die Präsenz des Stifts St. Martin in Idstein kauft 1480 einen Hof mit Gefällen in Kesselbach, dem die Abtei Bleidenstadt als Lehnsträger 1489 zustimmt.

Zehntverhältnisse:

1418 erwirbt das St. Martinstift in Idstein einen Hofzehnt und eine Gülte in Kesselbach. 1539 fällt dem Stift dort der Getreidezehnte zu.

Kirche und Religion

Pfarrzugehörigkeit:

1594 zum Kirchspiel Oberauroff gehörig

Bekenntniswechsel:

Einführung der Reformation vermutlich Mitte des 16. Jahrhunderts.

Nachweise

Literatur:

Zitierweise
„Kesselbach, Rheingau-Taunus-Kreis“, in: Historisches Ortslexikon <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/ol/id/10786> (Stand: 16.10.2018)
 
Hessisches Landesamt für Geschichtliche Landeskunde