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Hessische Biografie

Portrait

Josef Arndgen
(1894–1966)

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Arndgen, Josef [ID = 5631]

* 24.2.1894 Rheydt heute Mönchengladbach, † 20.9.1966 Wiesbaden, katholisch
Gewerkschafter, Stuckateur, Abgeordneter, Minister
Andere Namen | Wirken | Familie | Nachweise | Leben | Zitierweise
Wirken

Werdegang:

  • Besuch der Volksschule
  • 1908-1910 Ausbildung zum Stuckateur
  • 1911-1914 Arbeiter in einer Schuhfabrik in Mülfort
  • 1914-1917 Kriegsdienst, 1917 schwer verwundet
  • ab 6.1918 wieder in einer Schuhfabrik tätig
  • 1919-1925 Angestellter, später Bezirksleiter des Zentralverbandes Christlicher Lederarbeiter
  • 1925-1932 Redakteur der Deutschen Lederarbeiter-Zeitung
  • Vorsitzender des Allgemeinen Deutschen Gewerkschaftsbundes für das Gebiet Hessen und Hessen-Nassau
  • Mitglied des Verwaltungsrates der Landesversicherungsanstalt und des Landesarbeitsamtes in Hessen
  • 1931 Mitglied der Zentrumspartei
  • 1932-1933 Vorsitzender des Zentralverbandes Christlicher Lederarbeiter
  • 1933 entlassen, politisch verfolgt, zweimal verhaftet
  • 1933-1945 Lebensmittelkaufmann
  • 1945 Mitwirkung beim Wiederaufbau der Gewerkschaften und bei der Gründung der CDU in Hessen, stellvertretender Landesvorsitzender der CDU
  • 1946 Ministerialdirektor im hessischen Ministerium für Arbeit und Wohlfahrt
  • 1.12.1946-7.11.1949 Mitglied des Hessischen Landtags, Mandatsniederlegung, Nachfolger: Josef Schlitt
  • 6.1.1947-1.11.1949 Hessischer Minister für Arbeit und Wohlfahrt
  • stellvertretender Landesvorsitzender der CDU
  • 7.9.1949-17.10.1965 Mitglied des Deutschen Bundestages (CDU), bis 1953 für den Wahlkreis 12 (137) (Schwalbach), dann für den Wahlkreis 137 (Limburg), ab 18.10.1958 stellvertretender Vorsitzender der CDU/CSU-Fraktion, 1949-1.1957 Mitglied des Haushaltsausschusses, 1949-1957 Mitglied und ab 10.1953 stellvertretender Vorsitzender des Ausschusses für Sozialpolitik, 1949-1953 Mitglied und stellvertretender Vorsitzender des Ausschusses für Kriegsopfer- und Kriegsgefangenenfragen, 1953-1954 und 11.1959-1965 Mitglied des Ausschusses für Kriegsopfer- und Heimkehrerfragen, 1949-1953 Mitglied des Wahlrechtsausschusses, 1957-11.1958 Mitglied und Vorsitzender des Ausschusses für Arbeit
  • 1952 und 1957 Bundesbeauftragter für die Durchführung der Wahlen in der Sozialversicherung
  • 1949 Mitglied der 1., 1954 der 2., 1959 der 3., 1964 der 4. Bundesversammlung
  • 1965 keine erneute Kandidatur für den Deutschen Bundestag

Funktion:

  • Hessen, 01. Landtag, Mitglied (CDU), 1946-1949
  • Hessen, Ministerium für Arbeit und Wohlfahrt, Minister, 1947-1949
  • Deutschland, Bundestag, Mitglied (CDU), 1949-1965
Familie

Vater:

Arndgen, N.N., Stuckateurmeister aus dem Taunus

Nachweise

Quellen:

  • Nachlass im Archiv für Christlich-Demokratische Politik der Konrad-Adenauer-Stiftung, Sankt Augustin

Literatur:

Bildquelle:

Foto, um 1948, Quelle: HHStAW Bestand 3008/1 Nr. 11911 (beschnitten)

Zitierweise
„Arndgen, Josef“, in: Hessische Biografie <https://www.lagis-hessen.de/pnd/140518517> (Stand: 12.11.2020)
 
Hessisches Landesamt für Geschichtliche Landeskunde