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Historisches Ortslexikon
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- Kurfürstentum Hessen 1840-1861 – 45. Sontra
Erdmannshain
-
Gehöftgruppe · 304 m über NN
Gemarkung Ulfen, Gemeinde Sontra, Werra-Meißner-Kreis
- Siedlung ↑
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Ortstyp:
Gehöftgruppe
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Lagebezug:
16,5 km südwestlich von Eschwege
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Lage und Verkehrslage:
2 km westnordwestlich der Ortsmitte von Ulfen in Richtung Lindenau gelegen
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Ersterwähnung:
1445
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Siedlungsentwicklung:
Nach Wüstwerdung im 14./15. Jahrhundert wird 1585 wieder 1 Hausgesess vermerkt. 1766/67 besteht der Pachthof des Simon Raydt von Blankenbach aus einem Wohnhaus mit Scherer. Nach der Zerstörung von Kassel 1943 wurden hier 5 Frauen mit 25 Kindern einquatiert (
C. Hilmes, Erinnerungen an die »Glimmesmühle«, in: Vom Waisenhaus zur Kita, S. 109-110)
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Historische Namensformen:
- Erdmannshain (1445) [Schreibweise nach Archivregest HStAM Bestand Urk. 1 Nr. 3223]
- Ertmashain; Ertmashagen (um 1455) [HStAM Bestand S Nr. 567 a]
- Erckmesheim zwischen Ulfen und Lindenau (1538) [HStAM Bestand S Nr. 570]
- Ermantshain (1585) [Der ökonomische Staat Landgraf Wilhelms IV., S. 90]
- Eltmanshain (1708/10) [Schleenstein, Landesaufnahme, Karte Nr. 13]
- Erdmannshain (1840-1861) [Kurfürstenthum Hessen : Niveau Karte auf 112 Blättern, Kassel 1840-1861, 45: Sontra (1 : 25000)]
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Bezeichnung der Siedlung:
- Wüstung oder Dorf (1445)
- Wüstung (um 1455)
- Wüstung (1538)
- Pachthof (1766/67)
- Im Amtlichen Verzeichnis der Gemeinden von Hessen aus dem Jahre 1962 als Siedlungsplatz genannt.
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Koordinaten:
Gauß-Krüger: 3569582, 5657188
UTM: 32 U 569480 5655365
WGS84: 51.045613° N, 9.991158° O OpenLayers - Statistik ↑
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Ortskennziffer:
63601112003
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Einwohnerstatistik:
- 1585: 1 Haushalt (Der ökonomische Staat)
- 1630: wüst
- 1747: 1 Feuerstätte (Dorfbuch der Landgrafschaft Hessen-Cassel HStAM Bestand S Nr. 105)
- 1821: 1 Haus mit 4 Seelen
- 1885: 1 Wohnhaus mit 27 Bewohnern
- 1895: 22 Bewohner
- Verfassung ↑
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Verwaltungsbezirk:
- 1432: Landgrafschaft Hessen, Gericht Ulfen
- 1585: Landgrafschaft Hessen, Niederhessen, Amt Sontra, Vierter Gerichtsstuhl Wommen
- 1627-1834: Landgrafschaft Hessen-Rotenburg (sogenannte Rotenburger Quart), teilsouveränes Fürstentum unter reichsrechtlicher Oberhoheit der Landgrafschaft Hessen-Kassel bzw. des Kurfürstentums Hessen
- 1787: Landgrafschaft Hessen-Kassel, Niederhessen, Amt Sontra
- 1803-1806: Kurfürstentum Hessen, Niederhessen, Amt Sontra
- 1807-1813: Königreich Westphalen, Departement der Werra, Distrikt Eschwege, Kanton Sontra
- 1814-1821: Kurfürstentum Hessen, Niederhessen, Amt Rotenburg, Fürstlich Rotenburgisches Justizamt Sontra
- 1821: Kurfürstentum Hessen, Provinz Niederhessen, Kreis Rotenburg (zu Ulfen gehörig)
- 1895: Oberförsterei Nentershausen
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Altkreis:
Rotenburg
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Gericht:
- 1432: Gericht Ulfen
- 1821: Fürstlich Rotenburgisches Justizamt Sontra
- Besitz ↑
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Grundherrschaft und Grundbesitzer:
- 1445 verkauft Hans von Baumbach der Ältere, seine Frau Anna und ihre Söhne Appel, Bernhard und Ludwig an Landgraf Ludwig von Hessen ihre Wüstungen und Dörfer Haspelrode und Erdmannshain.
- 1585 und 1747 wurde aber jeweils ein Haushalt genannt, der nach Ulfen eingepfarrt war.
- 1577 war Erdmannshain Lehen des Vigelius (Rev.).
- 1594 wird es Kurt Treusch von Buttlar zu Erbbeständnis gegeben.
- 1630 erwirbt H. W. von Baumbach die Wüstung als Lehen zurück.
- Kirche und Religion ↑
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Pfarrzugehörigkeit:
1585 und 1747 eingepfarrt nach Ulfen
- Nachweise ↑
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Literatur:
- Zitierweise ↑
- „Erdmannshain, Werra-Meißner-Kreis“, in: Historisches Ortslexikon <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/ol/id/5613> (Stand: 30.4.2024)

