Historisches Ortslexikon
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- KDR 100, TK25 1900 ff.
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- Bad Sooden-Allendorf, Stadtgemeinde (bis 1970)
Weitere Informationen
Bad Sooden-Allendorf, Stadtgemeinde (bis 1970)
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Stadtgemeinde · 160 m über NN
Gemeinde Bad Sooden-Allendorf, Werra-Meißner-Kreis
- Siedlung ↑
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Lagebezug:
11 km südöstlich von Witzenhausen
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Lage und Verkehrslage:
1929 durch Zusammenlegung entstandene Stadt mit komplexem Grundriss auf beiden Seiten der unteren Werra, unmittelbar an der heutigen Landesgrenze zum Freistaat Thüringen. Für die Entwicklung bis dahin wird verwaltungsorganisatorisch unterschieden zwischen der Siedlung Sooden auf dem linken und der Stadt Allendorf auf dem rechten Werra-Ufer. Die Siedlungsentwicklung nach dem Zweiten Weltkrieg ist bis zur Wiedervereinigung von der damaligen Zonenrandlage bestimmt. Die Stadterweiterung findet in Allendorf vor allem nördlich und südöstlich außerhalb des immer noch erkennbaren alten Stadtkerns statt. Ähnlich in Bad Sooden, wo die Ausdehnungsmöglichkeit im Westen durch den beginnenden Waldbezirk begrenzt sind.
Chaussee nach Witzenhausen und Eschwege bzw. Bischhausen. Hauptverkehrstraße ist die Bundesstraße B 27, darüber hinaus ist Bad Sooden-Allendorf über die Landesstraßen L 3239 und L 3466 sowie die Kreisstraße K 59 an das Straßenverkehrsnetz angeschlossen.
Bahnhof der Eisenbahnlinie Bebra – Friedland ("Bebra-Friedländer-Bahn"; "Werratalbahn (III)") (Inbetriebnahme der Strecke 15.5.1876).
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Siedlungsentwicklung:
1929: Zur Stadt Bad Sooden-Allendorf vereinigt
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Siedlungsplätze innerhalb der Gemarkung:
- Alte Hainsmühle
- Balzerode
- Dammhaus
- Emmicherode
- Forsthaus Halbemarck
- Glimmerode
- Hartgemühle
- Herboldshausen
- Kregershäuschen
- Lückertshof
- Römerlager
- Römerschanze
- Rupprechterode
- Schellenburg
- Schloss Rothestein
- Westera
- Westerburg
- Schloss Rothestein (→ Burgen, Schlösser, Herrenhäuser)
- Westerburg (→ Burgen, Schlösser, Herrenhäuser)
- Terminei der Göttinger Dominikaner in Allendorf (→ Klöster)
- Terminei der Mühlhäuser Franziskaner in Allendorf (→ Klöster)
- Terminei der Witzenhäuser Wilhelmiten in Allendorf (→ Klöster)
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Burgen und Befestigungen:
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Umlegung der Flur:
1955/63
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Älteste Gemarkungskarte:
Sooden 1727; Allendorf 1746/1840
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Koordinaten:
Gauß-Krüger: 3567896, 5682285
UTM: 32 U 567795 5680452
WGS84: 51.271371° N, 9.971852° O OpenLayers - Statistik ↑
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Ortskennziffer:
636001020
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Flächennutzungsstatistik:
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Einwohnerstatistik:
- 1961: 6424, davon 5088 evangelisch (= 79.20 %), 1213 katholisch (= 18.88 %)
- 1970: 6607
- Berufsgliederung:
-
Diagramme:

Datenquelle: Historisches Gemeindeverzeichnis für Hessen: 1. Die Bevölkerung der Gemeinden 1834-1967.
Wiesbaden : Hessisches Statistisches Landesamt, 1968. - Verfassung ↑
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Verwaltungsbezirk:
- 1929: Freistaat Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Witzenhausen
- 1974: Land Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Werra-Meißner-Kreis
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Altkreis:
Witzenhausen
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Gericht:
- Amtsgericht Eschwege
- 1945: Amtsgericht Witzenhausen
- 1961: Amtsgericht Witzenhausen
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Gemeindeentwicklung:
Am 1.7.1929 wurden Stadt Allendorf und Bad Sooden zur Stadt Bad Sooden-Allendorf vereinigt. Am 1.9.1970 erfolgte im Zuge der hessischen Gebietsreform die Eingliederung von Ahrenberg in die somit erweiterte Stadt Bad Sooden-Allendorf. Zu deren weiterer Entwicklung s. Bad Sooden-Allendorf, Stadtgemeinde. Sitz der Stadtverwaltung ist Bad Sooden-Allendorf.
- Kirche und Religion ↑
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Diakonische Einrichtung:
1881 Gründerin der Kleinkinderschule Frl. Schüler; um 1900 Besuch von 75 Kindern; seit 6.11.1894 kleine Diakoniestation mit 2 Schwestern: Betreuung von Jungfrauenverein, Mütterverein und Flickschule Rudolf Francke, Die christliche Liebestätigkeit in Kurhessen. Kassel 1904 ; nach Sardemann, Geschichte des hessischen Diakonissenhauses zu Cassel, S. 268-269: Neubau eines Gemeindehauses 1907 mit Schwesternwohnung, Kinderschule, Vereinsräumen; 1894 bis 1970 Gemeindepflege (Landeskirchliches Archiv Kassel, Findbuch G 2.6. Kurhessisches Diakonissenhaus)
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Kirchliche Mittelbehörden:
1923: Kirchenkreis Witzenhausen
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Juden:
1911: 5 Juden
- Kultur ↑
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Schulen:
Lateinschule im Mittelalter genannt; 1889 höhere Privatschule, 1939: städtische höhere Schule, nach dem 2. Weltkrieg: Realgymnasium, seit 1949: Vollanstalt
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Hospitäler:
im 14.Jahrhundert Hospital zum Heiligen Geist, in 1789 bestehen 24 Plätze; 1693 - 1725, 1743 Hospital (Landeskirchliches Archiv Kassel, D 1.2.1 Allendorf Superintendentur Allendorf gesamt)
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Sprachgeschichte (Quellenfaksimiles):
- Wirtschaft ↑
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Wirtschaft:
1413 Salzpfannen genannt, Salzgewinnung prägt wirtschaftliche Bedeutung des Ortes; 1540 Verpachtung der Salzpfannen an Landgrafen; Salzmonopol bis 1866 bei Kurhessen; 1906 Einstellung des Betriebes; Entwicklung zum Kurort
1897 Polstermöbelfabriken, Tischfabriken, Gerberei, Färberrei
- Nachweise ↑
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Literatur:
- Arnold, Kirche in der Region Werra-Meißner, S.43
- Wilhelm A. Eckhardt, Quellen zur Rechtsgeschichte der Stadt Allendorf an der Werra und des Salzwerks Sooden
- Henkel, Saline Sooden, S. 1 - 67
- Heß, Städtegründungen, S. 88 - 109
- Hessisches Städtebuch, S. 405-407
- Küther, Historisches Ortslexikon des Kreises Witzenhausen, S. 120 - 126
- Reccius, Geschichte der Stadt Allendorf in den Soden 2. erg. Aufl
- Reccius, Der Komturhof in Allendorf
- W.Görich in: K. Schellhase, Territorialgeschichte des Kreis Rotenburg an der Fulda und des Amtes Friedewald, S. 36 Anm. 137
- Wagner, Geschichte der Stadt Allendorf an der Werra und der Saline Sooden 1865
- Zitierweise ↑
- „Bad Sooden-Allendorf, Stadtgemeinde (bis 1970), Werra-Meißner-Kreis“, in: Historisches Ortslexikon <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/ol/id/5303> (Stand: 27.3.2026)

