Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen
Bitte beachten Sie: LAGIS hat eine neue Adresse: lagis.hessen.de. Für eine Übergangszeit stehen Ihnen ausgewählte Module über die bekannte Oberfläche zur Verfügung. Alle anderen sind über die neue Version des Informationssystems zugänglich. Bestehende Permalinks behalten ihre Gültigkeit und leiten bereits jetzt oder nach Abschluss aller Migrationsarbeiten automatisch auf das neue System um.

Historisches Ortslexikon

Neue Suche
 
Übersichtskarte Hessen
Messtischblatt
4922 Homberg (Efze)
Moderne Karten
Kartenangebot der Landesvermessung
Topografische Karten
KDR 100, TK25 1900 ff.
Historische Karten
Kurfürstentum Hessen 1840-1861 – 42. Homberg

Hammer (Eisenwerk)

Bergwerk · 223 m über NN
Gemarkung Holzhausen bei Homberg, Gemeinde Homberg (Efze), Schwalm-Eder-Kreis 
Siedlung | Statistik | Verfassung | Besitz | Kirche und Religion | Kultur | Wirtschaft | Nachweise | Zitierweise
Siedlung

Ortstyp:

Bergwerk

Lagebezug:

1,5 km südöstlich von Homberg (Efze)

Lage und Verkehrslage:

0,4 km südöstlich von Holzhausen bei Homberg. Ortslage: Hammer (Eisenwerk).

Ersterwähnung:

1690

Siedlungsentwicklung:

Ursprünglich in der Glaswaltmühle (Kupfermühle) (s. d.) in Homberg (Efze).

1737/45: Verlegung der Eisenschmelzhütte.

Bis 1737: Bewirtschaftung durch den Staat.

1764-1834: Bergamt Homberg.

1834-72: Hüttenamt Holzhausen.

1872: staatliche Eisenhütte eingestellt; Übernahme durch Wartsteiner Gruben- und Hüttenwerk; durch dieses privat weitergeführt bis 1881, dann Hochofenbetrieb eingestellt und nur noch Roheisen geschmolzen.

Eisenhammer 1873 stillgelegt, ganzer Betrieb 1932 geschlossen.

Im 2. Weltkrieg Flugzeugmotorenwerk der Firma Henschel-Kassel untergebracht;

1946-67 wieder in Betrieb durch Warsteiner Eisenwerke AG.

Historische Namensformen:

  • Eisenhammer (1690) [Staatsarchiv Marburg 17 I 1209]
  • Zainhammer (1696)
  • Hütte um (1900) [Messtischblatt]
  • Hammer (1980) [Küther]
  • Eisenwerk (1980) [Topographische Karte]

Burgen und Befestigungen:

  • Ursprünglich in der Glaswaltmühle (Kupfermühle) (s. d.) in Homberg (Efze).
  • 1737/45: Verlegung der Eisenschmelzhütte.
  • Bis 1737: Bewirtschaftung durch den Staat.
  • 1764-1834: Bergamt Homberg.
  • 1834-72: Hüttenamt Holzhausen.
  • 1872: staatliche Eisenhütte eingestellt; Übernahme durch Wartsteiner Gruben- und Hüttenwerk; durch dieses privat weitergeführt bis 1881, dann Hochofenbetrieb eingestellt und nur noch Roheisen geschmolzen.
  • Eisenhammer 1873 stillgelegt, ganzer Betrieb 1932 geschlossen.
  • Im 2. Weltkrieg Flugzeugmotorenwerk der Firma Henschel-Kassel untergebracht;
  • 1946-67 wieder in Betrieb durch Warsteiner Eisenwerke AG.

Koordinaten:

Gauß-Krüger: 3530080, 5654269
UTM: 32 U 529994 5652447
WGS84: 51.022797° N, 9.427659° O OpenLayers

Statistik

Ortskennziffer:

63400905005

Einwohnerstatistik:

  • 1895: 11 Einwohner.
Verfassung

Altkreis:

Fritzlar-Homberg

Wirtschaft

Wirtschaft:

1743: 9107 Zentner Eisen,

1748: 1100-1200 Wagen Eisen verarbeitet.

Nachweise

Literatur:

Zitierweise
„Hammer (Eisenwerk), Schwalm-Eder-Kreis“, in: Historisches Ortslexikon <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/ol/id/4381> (Stand: 18.8.2023)