Bitte beachten Sie: LAGIS hat eine neue Adresse: lagis.hessen.de. Für eine Übergangszeit stehen Ihnen ausgewählte Module über die bekannte Oberfläche zur Verfügung. Alle anderen sind über die neue Version des Informationssystems zugänglich. Bestehende Permalinks behalten ihre Gültigkeit und leiten bereits jetzt oder nach Abschluss aller Migrationsarbeiten automatisch auf das neue System um.
Historisches Ortslexikon
- Messtischblatt
- 5119 Kirchhain
- Moderne Karten
- Kartenangebot der Landesvermessung
- Topografische Karten
- KDR 100, TK25 1900 ff.
Leiterstede
-
Wüstung · 239 m über NN
Gemarkung Langenstein, Gemeinde Kirchhain, Landkreis Marburg-Biedenkopf
- Siedlung ↑
-
Ortstyp:
Wüstung
-
Lagebezug:
4,5 km nordöstlich Kirchhain
-
Lage und Verkehrslage:
In einem Seitentälchen des Netzgrundes unterhalb des Waldes Hohe Eich (so schon 1358) am Ostrand der Gemarkung Langenstein zur Gemarkung Stadtallendorf hin gelegen. Damals gab es in Kirchhain eine Leitterstedter Porten; Flurnamen zu Lettersteege, am Littersteegen
-
Ersterwähnung:
1282
-
Letzterwähnung:
vor 1478
-
Siedlungsentwicklung:
Wüstung vor 1478, damals in der Allendorfer Gemarkung gelegen
In der Flur karolingerzeitliche Keramikscherben
-
Historische Namensformen:
- Leiterstede, de (1282) [Landau S. 283]
- Leitersted (1358)
- Leyttirsteden (1358)
- Leytirstede (1363)
- Luterstete (15. Jahrhundert)
- Leitherstede (1478)
-
Burgen und Befestigungen:
- Wüstung vor 1478, damals in der Allendorfer Gemarkung gelegen
- In der Flur karolingerzeitliche Keramikscherben
-
Koordinaten:
Gauß-Krüger: 3498650, 5633200
UTM: 32 U 498576 5631387
WGS84: 50.83419° N, 8.979782° O OpenLayers - Statistik ↑
-
Ortskennziffer:
53401109002
- Verfassung ↑
-
Altkreis:
Marburg
- Besitz ↑
-
Grundherrschaft und Grundbesitzer:
- 1324: mainzisch Hof in L. 1333 ist der Zehnte mainzisch. 1363 versetzt das Erzstift Burghard von Holzhausen seine Höfe und Güter in Leiterstede
- 1360 nimmt Konrad von Leiterstede vom Deutsche Orden Marburg dessen Hof zu Leiterstede auf 12 Jahre in Pacht
- Er umfaßt 69 Morgen Ackerland und 4 MorgenWiese
- 1478 verkauft Hans von Dörnberg den Zehnten in der Wüstung Leiterstede samt aller Nutzung, Gerechtigkeit und sonstigem Zubehör, den er von den von Weitershausen erkauft hatte, an die von Radenhausen
- 1521 an Kloster Haina vertauscht
- Eine Familien von Leiterstede 1260-1283 genannt (Ortsadel?)
- Kirche und Religion ↑
-
Kirchliche Mittelbehörden:
Im 15. Jahrhundert zum Sendbezirk Amöneburg gehörend
- Nachweise ↑
-
Literatur:
- Landau, Wüste Ortschaften, S. 282 f.
- Kern, Amöneburger Becken, S. 203-205
- Historisches Ortslexikon Marburg, S. 167-168
- Zitierweise ↑
- „Leiterstede, Landkreis Marburg-Biedenkopf“, in: Historisches Ortslexikon <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/ol/id/9209> (Stand: 5.10.2018)

