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Hessische Biografie

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Savigny, Friedrich Karl von [ID = 2707]

* 21.2.1779 Frankfurt am Main, † 25.10.1861 Berlin, Begräbnisort: Trages, evangelisch-lutherisch
Prof. Dr. jur.; Dr. phil. h.c. – Jurist, Professor, Geheimer Justizrat, Justizminister, Rechtshistoriker
Andere Namen | Wirken | Familie | Nachweise | Leben | Zitierweise
Wirken

Werdegang:

  • Herr der Güter Trages, Hüttengesäß, Bruchköbel
  • früh verwaist, wuchs er im elterlichen Haus in Frankfurt am Main auf, dann bei seinem Paten und Vormund, dem Reichskammergerichts-Assessor Constantin Freiherr von Neurath in dessen Wetzlarer Haus
  • 1792 Student der Rechte in Marburg und Göttingen, Leipzig, Halle an der Saale und Jena
  • Freundschaft mit seinem Kommilitonen Jakob Friedrich Freiherr von Leonhardi
  • 1797/1798 Privatissime bei dem Kantianer Leonhard Creuzer
  • 1800 Promotion zum Dr. jur. in Marburg
  • Wintersemester 1800 Privatdozent
  • 13.5.1803 außerordentlicher Professor der Rechte und außerordentlicher Beisitzer der Juristenfakultät der Universität Marburg
  • 1804-1808 Studienreisen
  • 13.5.1808 ordentlicher Professor des römischen Zivilrechts an der Universität Landshut; Ernennung zum Hofrat
  • 10.10.1810 Professor der Rechte an der Universität Berlin; 1810-1842 Mitglied des Spruchkollegiums
  • dritter Rektor der Universität Berlin (16.4.1812-18.10.1813)
  • 1817 Mitglied des Staatsrats und Geheimer Justizrat
  • 1819 Geheimer Oberrevisionsrat und Mitglied des Revisions- und Kassationshofes für die Rheinprovinz
  • 1826 Mitglied der Gesetzrevisionskommission
  • 5.3.1842 Niederlegung der Professur
  • 28.2.1842-18.3.1848 Königlich Preußischer Staats- und Justizminister (Minister für die Gesetzgebung), 1847 Präsident des Staatsrates
  • 1848 Rückzug in das Privatleben
  • Ritter des Schwarzen Adler-O.
  • 1856 Mitglied des Herrenhauses
  • 1859 Kanzler der Friedensklasse des Königlich Preußischen Ordens pour le mérite
  • Begründer des historischen Rechtsschule

Funktion:

  • Preußen, Herrenhaus, Mitglied, 1856

Netzwerk:

Akademische Qualifikation:

  • 31.10.1800 Promotion zum Dr. jur. an der Universität Marburg
  • 29.7.1827 Dr. phil. h.c. der Universität Marburg

Akademische Vita:

  • Marburg, Universität / Juristische Fakultät / Kriminalrecht, Pandekten, Institutionen, Rechtsgeschichte / Privatdozent / 1800-1803
  • Marburg, Universität / Juristische Fakultät / Rechte / außerordentlicher Professor / 1803-1808
  • Landshut, Universität / / Römisches Zivilrecht / ordentlicher Professor / 1808-1810
  • Berlin, Universität / / Rechte / Professor / 1810-1842

Mitgliedschaften:

  • Mitglied der Preußischen Akademie der Wissenschaften

Werke:

Lebensorte:

  • Frankfurt am Main; Wetzlar; Marburg; Göttingen; Leipzig; Halle an der Saale; Jena; Landshut
Familie

Vater:

Savigny, Karl Ludwig von, 1729–1791, Isenburg.-Birstein. Regierungsrat, Gesandter beim Oberrheinischen Kreis

Mutter:

Groos, Henriette Philippine, * Zweibrücken 20.8.1743, † Hanau 26.7.1792, Heirat Messel 14.9.1766, Tochter des Peter Groos, 1697–1754, Herzoglich Zweibrückenischer Geheimer Rat und Kammer-Direktor, Besitzer der Hälfte der Herrschaft Weißkirchen mit Hornbach bei Bitsch, und der Anna Maria Henriette von Dennstedt

Partner:

  • Brentano di Tremezzo, Kunigunde (Gunda*) Ludovika Catharina von, * Ehrenbreitstein 8.7.1780, † Berlin 17.5.1863, begraben Trages, Heirat Meerholz 17.4.1804, katholisch, Tochter des Pietro Antonio Brentano di Tremezzo, Großhändler und Bankier in Frankfurt am Main, und der Maximiliane von La Roche

Verwandte:

  • Schinas, Bettine, geb. von Savigny <Tochter>, * Paris 11.4.1805, evangelisch, verheiratet Ancona 9.10.1834 nach griechisch-orthodoxem Ritus mit Konstantinos Dimitrios Schinas, 1801-1857, aus Phanariotenfamilie, 1837 Professor für Geschichte und Rektor der Universität Athen, 1841 Staatsrat, dann griechischer Diplomat in Wien, Berlin und München
  • Savigny, NN. von <Sohn>, * Berlin 28.8.1811 (Goethes Geburtstag), † Frühjahr 1812
  • Savigny, Franz von <Sohn>
  • Savigny, Friedrich Karl von <Sohn>, 1814–1875, Diplomat, Politiker
  • Savigny, Leo von <Sohn>, * 1814
  • Brentano, Clemens <Schwager>, 1778–1842, Schriftsteller
Nachweise

Literatur:

Bildquelle:

„Friedrich Carl v. Savigny“ (Federzeichnung · 25,1 x 30,4 cm, beschnitten), in: Ferdinand Justi, Icones Professorum Marpurgensium. Museum für Kunst und Kulturgeschichte der Philipps-Universität Marburg (Inventar-Nr. 28.161) / Foto: Bildarchiv Foto Marburg (Thomas Scheidt)

Zitierweise
„Savigny, Friedrich Karl von“, in: Hessische Biografie <https://www.lagis-hessen.de/pnd/118605909> (Stand: 10.4.2026)