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Historisches Ortslexikon
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- Kurfürstentum Hessen 1840-1861 – 41. Borken
Gilserhof
-
Hof · 200 m über NN
Gemarkung Pfaffenhausen, Gemeinde Borken (Hessen), Schwalm-Eder-Kreis
- Siedlung ↑
-
Ortstyp:
Hof
-
Lagebezug:
6 km westlich von Homberg (Efze)
-
Lage und Verkehrslage:
Am Gilserbach gelegen
-
Siedlungsentwicklung:
1928 erfolgt die Auflösung des Gutsbezirks Gilserhof und Eingemeindung der Grundstücke nach Pfaffenhausen.
-
Historische Namensformen:
- Gelczenhusen (1237) (Westf. Urkundenbuch IV Nr. 258)
- Gelzenhusen, in (1253) [HStAM Bestand Urk. 16 Nr. 16; Schreibweise nach Druck in: E. E. Becker, Nachrichten von dem ehemaligen Benediktiner-Kloster Breitenau, in: Hessische Beiträge zur Gelehrsamkeit und Kunst, Bd. 2 (1787), Beilagen, S. 25-27, Nr. 3]
- Gel(t)zenhusin, in (1344)
- Geltzhusen, zu (1492)
- Geltzenhaussenn (um 1570)
- Geiltzenhausen (1574)
- Gelßenhausen (1688)
- Gilsenhausen (1705)
- Gilsenhoff (1724)
- Gilserhof (1747)
-
Bezeichnung der Siedlung:
- 1575/85: Hof
- 1647: wüst
- 1653: Hof
-
Älteste Gemarkungskarte:
1705
-
Koordinaten:
Gauß-Krüger: 3522371, 5656134
UTM: 32 U 522288 5654311
WGS84: 51.039912° N, 9.317903° O OpenLayers - Statistik ↑
-
Ortskennziffer:
63400112003
-
Flächennutzungsstatistik:
- 1885 (Hektar): 119, davon 101 Ackerland (= 84.87 %), 15 Wiesen (= 12.61 %)
-
Einwohnerstatistik:
- Um 1570, 1575/85: 2 Hausgesesse
- 1647: wüst
- 1724: 2 Personen. 1747: 1 Hausgesesse
- 1839/41: 14, 1895: 24 Einwohner
- 1885: 18 evangelische, 1 römisch-katholischer Einwohner
- Verfassung ↑
-
Verwaltungsbezirk:
- 1575/85: Niederes und peinliches Gericht von Urff
- 1578: Landgräfliches Amt Borken
- 1742: Gericht von Baumbach
- 1807: Kanton und Friedensgericht Borken
- 1814: Amt Borken
- 1821: Kreis Fritzlar, Justizamt Borken
- 1867: Königreich Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Fritzlar, Amtsgericht Borken
- 1932: Freistaat Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Fritzlar-Homberg
- 1945: Groß-Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Fritzlar-Homberg
- 1946: Land Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Fritzlar-Homberg
- 1974: Land Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Schwalm-Eder-Kreis
-
Altkreis:
Fritzlar-Homberg
-
Gemeindeentwicklung:
1928: Zusammenlegung mit Gemarkung Pfaffenhausen
- Besitz ↑
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Grundherrschaft und Grundbesitzer:
- 1237: Kloster Johannesberg/Hersfeld entsagt gegen Kloster Hardehausen eines Mansus zu Gilserhof.
- 1253: Graf Berthold von Felsberg schenkt dem Kloster Breitenau einen Wald und 4 Hufen zu Gilserhof.
- 1286: Die Gebrüder von Borken verkaufen dem Deutschen Orden Marburg ihren Wald zu Gilserhof.
- 1471 und 1480: Landgraf Heinrich belehnt Hartrad von Alnhusen mit 2 Wiesen zu Gilserhof.
- 1490: Landgraf Wilhelm belehnt Elger von Dalwigk mit 2 Wiesen zu Gilserhof.
- 16. und 17. Jahrhundert: Hof Gilserhof gehört zum Burgsitz der von Urff in Borken.
- 1653: Hof Gilserhof durch Kauf an hessischen Generalleutnant Johann von Geyso;
- 1670 im Besitz Johann Friedrichs von Boyneburg.
- 1705: Heinrich von Baumbach mit Hof Gilserhof belehnt.
- 1714: Besitz des Majors Johann Otto von Holwegen durch Ehe mit der Witwe Heinrichs von Baumbach; danach Johann Friedrich von Brinck Besitzer.
- 1750 durch Kauf an Christian Heinrich von Baumbach, dann Johann Ludwig, dann Karl Ludwig von Baumbach.
- Um 1850/60: im Besitz des Stifts Oberkaufungen, an Amtsrat Deichmann aus Lembach verpachtet.
- Verkauf an Wegmann und Liebrecht, 1925 an Familie von Waldthausen.
- 1767: Landgraf Friedrich belehnt die von Dalwigk mit 2 Wiesen; folgend Belehnungen bis 1824.
- Kirche und Religion ↑
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Pfarrzugehörigkeit:
1575/85: Gilserhof eingepfarrt nach Singlis
1780 und später: eingepfarrt nach Freudenthal
- Nachweise ↑
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Literatur:
- Zitierweise ↑
- „Gilserhof, Schwalm-Eder-Kreis“, in: Historisches Ortslexikon <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/ol/id/4122> (Stand: 1.12.2022)

