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Historisches Ortslexikon
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Rungerode
-
Wüstung · 353 m über NN
Gemarkung Großropperhausen, Gemeinde Frielendorf, Schwalm-Eder-Kreis
- Siedlung ↑
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Ortstyp:
Wüstung
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Lagebezug:
6,5 km nördlich von Neukirchen.
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Lage und Verkehrslage:
Am Fuße des Leidenberges, auf dem linken Ufer eines in den Ohebach einmündenden Bachlaufes zu lokalisieren; Flurname Glockenacker.
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Ersterwähnung:
1197
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Letzterwähnung:
1522
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Siedlungsentwicklung:
Die Wüstung gehörte zum Zubehör des Schlosses (Lehenrev. der von Gilsa 1458-1787).
Wüstung zwischen 1441 und 1522.
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Historische Namensformen:
- Rohenroth, in (1197) [HStAM Bestand Urk. 18 Nr. 638; Druck: Wenck, Hessische Landesgeschichte 2,1 Urkundenbuch Nr. 90, S. 125-128, vgl. List, Spieskappel, S. 38-44]
- Runderode, in (um 1258) (Kuchenbecker, Anal. 11, 141 Nr. 14)
- Runegerade (1345) (UA Kappel)
- Rumederode (1364) (Ziegenh. Urbar)
- Rungenrode (1441)
- Rondigerode pobir Solhußen (1522)
- Bungerod [Niveaukarte Kurfürstentum Hessen 1840-1861]
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Koordinaten:
Gauß-Krüger: 3524426, 5643730
UTM: 32 U 524342 5641912
WGS84: 50.928331° N, 9.346371° O OpenLayers - Statistik ↑
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Ortskennziffer:
63400404004
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Flächennutzungsstatistik:
- 1437: Gericht (Groß-)Ropperhausen.
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Einwohnerstatistik:
- Wüstung zwischen 1441 und 1522.
- Verfassung ↑
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Verwaltungsbezirk:
- undatiert: Amt Homberg
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Altkreis:
Ziegenhain
- Besitz ↑
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Grundherrschaft und Grundbesitzer:
- 1197 besitzt Kloster Spieskappel Einkünfte in Rungerode.
- Um 1258 bekunden die Grafen von Ziegenhain, dass Albert von Hausen seine Güter in Rungerode mit ihrer Einwilligung an Kloster Haina verkauft hat.
- 1345 erwirbt Kloster Spieskappel 3 Hufen Land zu Rungerode.
- 1522 umfasste Rungerode 4 Hufen, von denen 3 Kloster Spieskappel, 1 den von Gilsa gehörten; doch lag dieses Land damals überwiegend wüst und war mit Holz bewachsen. Ferner besaß Kloster Spieskappel in dieser Zeit zu Rungerode 2 Wiesen, die an Einwohner von Ebersdorf, Obergrenzebach und Seigertshausen verpachtet waren.
- Kirche und Religion ↑
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Ortskirchen:
- 1441 befand sich in Rungerode eine Kapelle.
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Pfarrzugehörigkeit:
Die 1441 in Rungerode befindliche Kapelle war Filialkirche von Großropperhausen.
- Nachweise ↑
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Literatur:
- Landau, Beschreibung der wüsten Ortschaften. Ausg. 1858, S. 98 (Bungerod).
- Historisches Ortslexikon Kurhessen, S. 414 (Runderode).
- Scharlau, Siedlung, S. 299, 306.
- List, Spieskappel, S. 246 f.
- Historisches Ortslexikon Ziegenhain, S. 169.
- Zitierweise ↑
- „Rungerode, Schwalm-Eder-Kreis“, in: Historisches Ortslexikon <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/ol/id/4721> (Stand: 17.12.2019)

