Bitte beachten Sie: LAGIS hat eine neue Adresse: lagis.hessen.de. Für eine Übergangszeit stehen Ihnen ausgewählte Module über die bekannte Oberfläche zur Verfügung. Alle anderen sind über die neue Version des Informationssystems zugänglich. Bestehende Permalinks behalten ihre Gültigkeit und leiten bereits jetzt oder nach Abschluss aller Migrationsarbeiten automatisch auf das neue System um.
Historisches Ortslexikon
- Messtischblatt
- 5021 Ziegenhain
- Moderne Karten
- Kartenangebot der Landesvermessung
- Topografische Karten
- KDR 100, TK25 1900 ff.
- Historische Karten
- Kurfürstentum Hessen 1840-1861 – 52. Ziegenhain
Gersdorf
-
Wüstung · 318 m über NN
Gemarkung Obergrenzebach, Gemeinde Frielendorf, Schwalm-Eder-Kreis
- Siedlung ↑
-
Ortstyp:
Wüstung
-
Lagebezug:
Ca. 6 km östlich von Ziegenhain.
-
Lage und Verkehrslage:
Wüste Siedlung auf auslaufendem Feldrücken am linken Ufer des Grenzebachs nördlich der heutigen Straße Obergrenzebach - Seigertshausen; Flurname Gersdorf; Wüste Kirche (1750).
-
Ersterwähnung:
1197
-
Letzterwähnung:
1522
-
Siedlungsentwicklung:
Wüstung vor 1522.
-
Historische Namensformen:
- Gerlahesdorf, in (1197) [HStAM Bestand Urk. 18 Nr. 638; Druck: Wenck, Hessische Landesgeschichte 2,1 Urkundenbuch Nr. 90, S. 125-128, vgl. List, Spieskappel, S. 38-44]
- Gerlachisdorf (1273)
- Gerlagesdorf (1305)
- Girlasdorf (15. Jahrhundert)
- Girstorff (1569) (Flurname)
- Kersdorf (1708/10) (Flurname)
-
Bezeichnung der Siedlung:
- villa 1305 (List, Spieskappel).
-
Koordinaten:
Gauß-Krüger: 3522600, 5642400
UTM: 32 U 522517 5640583
WGS84: 50.91645° N, 9.320316° O OpenLayers - Statistik ↑
-
Ortskennziffer:
63400410005
-
Einwohnerstatistik:
- Vor 1522: wüst.
- Verfassung ↑
-
Altkreis:
Ziegenhain
- Besitz ↑
-
Grundherrschaft und Grundbesitzer:
- Dem Kloster Spieskappel werden 1197 von Papst Coelistin III. Einnahmen in Höhe von 10 Schilling in Gersdorf bestätigt. .
- 1249 vertauscht Spieskappel 1 Hufe zu Gersdorf an den Pleban Eberhard von (Nieder-)Ropperhausen (Großropperhausen) gegen 1 Hufe zu Lenderscheid.
- 1273 erhält das Kloster vom Ritter Volpert von Borken gegen einen lebenslänglich zu zahlenden Zins Güter zu Gersdorf.
- 1305 schenkt Kloster Immichenhain Heinrich von Ropperhausen aus seinen Gütern zu Gersdorf einen Zins, den dieser jedoch Kloster Spieskappel überträgt.
- 1441 zinst 1 Gut zu Gersdorf by Grintzenbach an die Pfarrei Großropperhausen (vgl. zu 1249).
- 1522 besitzt Kloster Spieskappel auf der Wüstung 2 Güter, von denen eines 4 Hufen umfasst und an 2 Pächter ausgetan ist; das zweite Gut gehörte ehemals dem Kloster Breitenau.
-
Zehntverhältnisse:
1569 haben etliche Bürger aus Neukirchen den Zehnten der Wüstung (S 59).
- Kirche und Religion ↑
-
Ortskirchen:
- Ehemals Kirche am Ort (vgl. Topographische Ortsbeschreibung); Rechtsstellung unbekannt.
- Nachweise ↑
-
Literatur:
- Landau, Beschreibung der wüsten Ortschaften. Ausg. 1858, S. 91 f.;
- vgl. aber Scharlau, Siedlung, S. 288.
- List, Spieskappel, S. 146.
- Historisches Ortslexikon Ziegenhain, S. 52.
- Zitierweise ↑
- „Gersdorf, Schwalm-Eder-Kreis“, in: Historisches Ortslexikon <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/ol/id/4589> (Stand: 17.12.2019)

