Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen
Bitte beachten Sie: LAGIS hat eine neue Adresse: lagis.hessen.de. Für eine Übergangszeit stehen Ihnen ausgewählte Module über die bekannte Oberfläche zur Verfügung. Alle anderen sind über die neue Version des Informationssystems zugänglich. Bestehende Permalinks behalten ihre Gültigkeit und leiten bereits jetzt oder nach Abschluss aller Migrationsarbeiten automatisch auf das neue System um.

Historisches Ortslexikon

Übersichtskarte Hessen
Messtischblatt
5515 Weilburg
Moderne Karten
Kartenangebot der Landesvermessung
Topografische Karten
KDR 100, TK25 1900 ff.
Historische Karten
Herzogtum Nassau 1819 – 18. Runkel

Gaudernbach

Stadtteil · 210 m über NN
Gemeinde Weilburg, Landkreis Limburg-Weilburg 
Siedlung | Statistik | Verfassung | Besitz | Kirche und Religion | Kultur | Wirtschaft | Nachweise | Zitierweise
Siedlung

Ortstyp:

Dorf

Lagebezug:

Gaudernbach liegt 13 km nordöstlich von Limburg.

Lage und Verkehrslage:

Gaudernbach liegt 5 km südwestlich von Weilburg an der L 3322.

Der Ort wird vom Dernbach durchflossen.

Siedlungsplätze innerhalb der Gemarkung:

Koordinaten:

Gauß-Krüger: 3443463, 5592576
UTM: 32 U 443411 5590779
WGS84: 50.466275° N, 8.202646° O OpenLayers

Statistik

Ortskennziffer:

533017040

Flächennutzungsstatistik:

  • 1885 (Hektar): 593, davon 314 Acker (= 52.95 %), 47 Wiesen (= 7.93 %), 209 Holzungen (= 35.24 %)
  • 1961 (Hektar): 592, davon 210 Wald (= 35.47 %)

Einwohnerstatistik:

  • 1885: 534, davon 506 evangelisch (= 94.76 %), 0 katholisch, 28 Juden (= 5.24 %)
  • 1961: 717, davon 573 evangelisch (= 79.92 %), 140 katholisch (= 19.53 %)
  • 1970: 809

Diagramme:

Gaudernbach: Einwohnerzahlen 1834-1967

Datenquelle: Historisches Gemeindeverzeichnis für Hessen: 1. Die Bevölkerung der Gemeinden 1834-1967.
Wiesbaden : Hessisches Statistisches Landesamt, 1968.

Verfassung

Verwaltungsbezirk:

  • 1787: Grafschaft (seit 1791 Fürstentum) zu Wied-Runkel, Amt oder Herrschaft Runkel
  • 1806: Großherzogtum Berg, Departement der Sieg, Arrondissement Dillenburg, Kanton Runkel, Kirchspiel Schupbach
  • 1816: Herzogtum Nassau, Amt Runkel
  • 1849: Herzogtum Nassau, Verwaltungsbezirk IV (Kreisamt Limburg)
  • 1854: Herzogtum Nassau, Amt Weilburg
  • 1867: Königreich Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Oberlahnkreis
  • 1945: Groß-Hessen, Oberlahnkreis
  • 1946: Bundesland Hessen, Oberlahnkreis
  • 1974: Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Landkreis Limburg-Weilburg

Altkreis:

Oberlahnkreis

Gericht:

  • 1816: Amt Runkel
  • 1849: Justizamt Runkel
  • 1854: Justiz- und Verwaltungsamt Runkel
  • 1867: Amtsgericht Runkel
  • 1968: Amtsgericht Weilburg

Herrschaft:

Bis 1395: als Wormser Lehen im Besitz der von Greifenstein

Ab 1395: als Wormser Lehen im Besitz der Grafen von Nassau

Gemeindeentwicklung:

Am 31.12.1970 wurde Gaudernbach im Zuge der hessischen Gebietsreform als Stadtteil der Stadt Weilburg eingegliedert.

Kirche und Religion

Pfarrzugehörigkeit:

Ab 1302 zur Pfarrei Schupbach gehörig

Bekenntniswechsel:

Da Filial von Schupbach, Einführung der Reformation vermutlich ab 1565.

Reformierter Bekenntniswechsel: 1587

Kirchliche Mittelbehörden:

Zum Trierer Archidiakonat St. Lubentius in Dietkirchen, Dekanat Dietkirchen gehörig

Kultur

Sprachgeschichte (Quellenfaksimiles):

Wirtschaft

Wirtschaft:

1806 gehört 1 Mühle zu Gaudernbach

Nachweise

Literatur:

Zitierweise
„Gaudernbach, Landkreis Limburg-Weilburg“, in: Historisches Ortslexikon <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/ol/id/8670> (Stand: 6.3.2026)