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Historisches Ortslexikon

Altenkirchen

Ortsteil · 307 m über NN
Gemeinde Hohenahr, Lahn-Dill-Kreis 
Siedlung | Statistik | Verfassung | Besitz | Kirche und Religion | Kultur | Wirtschaft | Nachweise | Zitierweise
Siedlung

Ortstyp:

Dorf

Lagebezug:

14,5 km nordwestlich von Wetzlar

Lage und Verkehrslage:

Am östlichen Ufer des Gellenbaches

Ersterwähnung:

1232

Vorbemerkung Historische Namensformen:

Bei den Belegen ist unklar, ob sie diesem oder Altenkirchen bei Braunfels zuzuordnen sind.

Historische Namensformen:

Siedlungsplätze innerhalb der Gemarkung:

Koordinaten:

Gauß-Krüger: 3461808, 5616182
UTM: 32 U 461749 5614376
WGS84: 50.679956° N, 8.458589° O OpenLayers

Statistik

Ortskennziffer:

532013020

Flächennutzungsstatistik:

  • 1834 (Morgen): 4104, davon 1665 Wald
  • 1885 (Hektar): 1036, davon 356 Ackerland (= 34.36 %), 123 Wiesen (= 11.87 %), 474 Holzungen (= 45.75 %)
  • 1961 (Hektar): 1074, davon 521 Wald (= 48.51 %)

Einwohnerstatistik:

  • 1834: 412 evangelische Einwohner, 26 Juden
  • 1961: 610, davon 572 evangelisch (= 93.77 %), 35 katholisch (= 5.74 %)
  • 1970: 644 Einwohner

Diagramme:

Altenkirchen: Einwohnerzahlen 1834-1967

Datenquelle: Historisches Gemeindeverzeichnis für Hessen: 1. Die Bevölkerung der Gemeinden 1834-1967.
Wiesbaden : Hessisches Statistisches Landesamt, 1968.

Verfassung

Verwaltungsbezirk:

  • 1806: Herzogtum Nassau, Amt Hohensolms
  • 1816: Königreich Preußen, Provinz Niederrhein, Regierungsbezirk Koblenz, Kreis Braunfels
  • 1822: Königreich Preußen, Rheinprovinz, Regierungsbezirk Koblenz, Kreis Wetzlar
  • 1932: Freistaat Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Wiesbaden, Kreis Wetzlar
  • 1977: Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Lahn-Dill-Kreis

Altkreis:

Wetzlar

Gericht:

  • 1815: standesherrliches Justizamt Hohensolms
  • 1849: Kreisgericht Wetzlar
  • 1879: Amtsgericht Wetzlar

Gemeindeentwicklung:

Am 1.1.1977 wurde Altenkirchen im Zuge der hessischen Gebietsreform der Gemeinde Hohenahr eingegliedert.

Kirche und Religion

Ortskirchen:

  • 1232: plebanus
  • 1294: Kirche
  • 1315: Pfarrei

Pfarrzugehörigkeit:

1413: 11 nicht namentliche bekannte Orte

1618: Ahrtd, Bellersdorf, Bermoll mit Kapelle, Bischoffen, Mudersbach mit Kapelle, Oberlemp mit Kapelle

Patronat:

1294: Grafen von Sponheim, Westerburg und Solms

1315: Abtretung der Rechte durch die Herren von Bicken

1339: Lehen des Hochstifts Speyer

1343: Abweisung der Ansprüche der Herren von Dernbach

1548: Grafen von Solms-Lich

Bekenntniswechsel:

Einführung der Reformation in der Landgrafschaft Hessen ab 1526.

Erster nachweisbarer evangelischer Pfarrer: Ludwig Becker 1570-1581

Reformierter Bekenntniswechsel: 1606(?), 1624 wieder lutherisch.

Kirchliche Mittelbehörden:

15. Jahrhundert: Sendbezirk im Archipresbyterat Wetzlar, Archidiakonat St. Lubentius in Dietkirchen, Erzdiözese Trier.

Sendort für Ahrdt, Bischoffen, Günterrod, Mudersbach, Oberweidebach, Niederweidbach und Oberlemp

Kultur

Sprachgeschichte (Quellenfaksimiles):

Nachweise

Literatur:

Zitierweise
„Altenkirchen, Lahn-Dill-Kreis“, in: Historisches Ortslexikon <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/ol/id/8311> (Stand: 29.4.2024)