Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen
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Großherzogtum Hessen 1823-1850 – 6. Gladenbach

Fellingshausen

Ortsteil · 240 m über NN
Gemeinde Biebertal, Landkreis Gießen 
Siedlung | Statistik | Verfassung | Besitz | Kirche und Religion | Kultur | Wirtschaft | Nachweise | Zitierweise
Siedlung

Ortstyp:

Dorf

Lagebezug:

8 km nordwestlich von Gießen

Ersterwähnung:

1263

Historische Namensformen:

Siedlungsplätze innerhalb der Gemarkung:

Koordinaten:

Gauß-Krüger: 3471685, 5611720
UTM: 32 U 471622 5609915
WGS84: 50.640411° N, 8.598671° O OpenLayers

Statistik

Ortskennziffer:

531002010

Flächennutzungsstatistik:

  • 1854 (Morgen): 2377, davon 883 Acker (= 37.15 %), 243 Wiese (= 10.22 %), 1150 Wald (= 48.38 %)
  • 1885 (Hektar): 616, davon 212 Acker (= 34.42 %), 57 Wiesen (= 9.25 %), 319 Holzungen (= 51.79 %)
  • 1961 (Hektar): 559, davon 188 Wald (= 33.63 %)

Einwohnerstatistik:

  • 1577: 26 Haushaltungen
  • 1648: 21 Haushaltungen und 7 Gefreite
  • 1742: 43 Haushaltungen und 6 Gefreite
  • 1885: 835 evangelisch, 0 katholisch, 6 andere Christen, 8 Juden
  • 1961: 1266, davon 964 evangelisch (= 76.15 %), 181 katholisch (= 14.30 %)
  • 1970: 1342 Einwohner

Diagramme:

Fellingshausen: Einwohnerzahlen 1834-1967

Datenquelle: Historisches Gemeindeverzeichnis für Hessen: 1. Die Bevölkerung der Gemeinden 1834-1967.
Wiesbaden : Hessisches Statistisches Landesamt, 1968.

Verfassung

Verwaltungsbezirk:

  • 1585: Dorf des Gemeinen Landes
  • 1629: Amt Giessen
  • 1787: Landgrafschaft Hessen-Darmstadt, Gericht Heuchelheim
  • 1820: Großherzogtum Hessen, Provinz Oberhessen, Landamt Gießen
  • 1821: Großherzogtum Hessen, Provinz Oberhessen, Landratsbezirk Gießen
  • 1832: Großherzogtum Hessen, Provinz Oberhessen, Kreis Gießen
  • 1848: Großherzogtum Hessen, Provinz Oberhessen, Regierungsbezirk Gießen
  • 1852: Großherzogtum Hessen, Provinz Oberhessen, Kreis Gießen
  • 1867: Königreich Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Wiesbaden, Kreis Biedenkopf (Umbenennung) (Umbenennung)
  • 1932: Freistaat Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Wiesbaden, Landkreis Wetzlar
  • 1945: Groß-Hessen, Regierungsbezirk Wiesbaden, Kreis Wetzlar
  • 1946: Land Hessen, Regierungsbezirk Wiesbaden, Kreis Wetzlar
  • 1968: Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Kreis Wetzlar
  • 1970: Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Landkreis Gießen
  • 1977: Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Lahn-Dill-Kreis
  • 1979: Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Landkreis Gießen

Altkreis:

Wetzlar

Gericht:

  • 1470: Gericht Krofdorf
  • 1821: Stadtgericht Gießen
  • 1867: Amtsgericht Gladenbach
  • 1933: Amtsgericht Wetzlar

Herrschaft:

1585: ganz zur Landgrafschaft Hessen

Gemeindeentwicklung:

Am 1.12.1970 der neugegründeten Gemeinde Biebertal eingegliedert.

Besitz

Grundherrschaft und Grundbesitzer:

  • Vermutlich den Grafen von Gleiberg gehörig kam die Hälfte 1265 durch Kauf an Hessen, die andere durch Heirat 1333 an Nassau.
Kirche und Religion

Pfarrzugehörigkeit:

1628: Filiale von Rodheim

Patronat:

Diede zum Fürstenstein als wiedisches Lehen

Bekenntniswechsel:

Da Filial von Rodheim, Einführung der Reformation vermutlich ab 1526.

Reformierter Bekenntniswechsel: 1606, 1624 wieder lutherisch

Kirchliche Mittelbehörden:

Erzdiözese Trier, Archidiakonat St. Lubentius in Dietkirchen, Archipresbyterat Wetzlar

Juden:

1474 ein Jude im Ort wohnhaft, später Glaubenswechsel

Kultur

Sprachgeschichte (Quellenfaksimiles):

Wirtschaft

Wirtschaft:

1854 wird eine Ziegelei genannt

Mühlen:

1854 gehörten zur Gemarkung die Strohmühle, Steinmühle und Cronenmühle

Nachweise

Literatur:

Zitierweise
„Fellingshausen, Landkreis Gießen“, in: Historisches Ortslexikon <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/ol/id/10540> (Stand: 29.4.2024)