Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen
Bitte beachten Sie: LAGIS hat eine neue Adresse: lagis.hessen.de. Für eine Übergangszeit stehen Ihnen ausgewählte Module über die bekannte Oberfläche zur Verfügung. Alle anderen sind über die neue Version des Informationssystems zugänglich. Bestehende Permalinks behalten ihre Gültigkeit und leiten bereits jetzt oder nach Abschluss aller Migrationsarbeiten automatisch auf das neue System um.

Historisches Ortslexikon

Übersichtskarte Hessen
Messtischblatt
5515 Weilburg
Moderne Karten
Kartenangebot der Landesvermessung
Topografische Karten
KDR 100, TK25 1900 ff.
Historische Karten
Herzogtum Nassau 1819 – 18. Runkel

Eschenau

Stadtteil · 161 m über NN
Gemeinde Runkel, Landkreis Limburg-Weilburg 
Siedlung | Statistik | Verfassung | Besitz | Kirche und Religion | Kultur | Wirtschaft | Nachweise | Zitierweise
Siedlung

Ortstyp:

Dorf

Lagebezug:

Eschenau liegt 9 km nordöstlich von Limburg.

Lage und Verkehrslage:

Eschenau liegt 4 km nordöstlich von Runkel an der K 449 und am Kerkerbach.

Bahnhof der 1887 erbauten und 1960 stillgelegten Eisenbahnlinie Runkel/Dehrn – Mengerskirchen ("Kerkerbachbahn") (Inbetriebnahme der Strecke 5.11.1887, 10.1.1888). Die Teilstrecke Kerkerbach - Eschenau wurde am 5.11.1887 eröffnet, die Teilstrecke Eschenau - Heckholzhausen am 10.1.1888.

Ersterwähnung:

um 1220

Historische Namensformen:

Siedlungsplätze innerhalb der Gemarkung:

Koordinaten:

Gauß-Krüger: 3441399, 5589358
UTM: 32 U 441348 5587562
WGS84: 50.437147° N, 8.174082° O OpenLayers

Statistik

Ortskennziffer:

533013040

Flächennutzungsstatistik:

  • 1885 (Hektar): 260, davon 135 Acker (= 51.92 %), 21 Wiesen (= 8.08 %), 71 Holzungen (= 27.31 %)
  • 1961 (Hektar): 260, davon 71 Wald (= 27.31 %)

Einwohnerstatistik:

  • 1885: 235, davon 234 evangelisch (= 99.57 %), 1 katholisch (= 0.43 %)
  • 1961: 285, davon 230 evangelisch (= 80.70 %), 49 katholisch (= 17.19 %)
  • 1970: 265

Diagramme:

Eschenau: Einwohnerzahlen 1834-1967

Datenquelle: Historisches Gemeindeverzeichnis für Hessen: 1. Die Bevölkerung der Gemeinden 1834-1967.
Wiesbaden : Hessisches Statistisches Landesamt, 1968.

Verfassung

Verwaltungsbezirk:

  • 1787: Grafschaft (seit 1791 Fürstentum) zu Wied-Runkel, Amt oder Herrschaft Runkel
  • 1806: Großherzogtum Berg, Departement der Sieg, Arrondissement Dillenburg, Kanton Runkel, Kirchspiel Schupbach
  • 1816: Herzogtum Nassau, Amt Runkel
  • 1849: Herzogtum Nassau, Verwaltungsbezirk IV (Kreisamt Limburg)
  • 1854: Herzogtum Nassau, Amt Runkel
  • 1867: Königreich Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Oberlahnkreis
  • 1945: Groß-Hessen, Oberlahnkreis
  • 1946: Bundesland Hessen, Oberlahnkreis
  • 1974: Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Landkreis Limburg-Weilburg

Altkreis:

Oberlahnkreis

Gericht:

  • 1816: Amt Runkel
  • 1849: Justizamt Runkel
  • 1854: Justiz- und Verwaltungsamt Runkel
  • 1867: Amtsgericht Runkel
  • 1968: Amtsgericht Weilburg

Gemeindeentwicklung:

Am 31.12.1970 wurde Eschenau im Zuge der hessischen Gebietsreform als Stadtteil der Stadt Runkel eingegliedert.

Kirche und Religion

Ortskirchen:

  • 1302: Stiftung einer Kapelle durch die Herren von Runkel

Patrozinien:

  • Johannes Baptista (der Täufer) [1473]

Pfarrzugehörigkeit:

Ab 1302 zur Pfarrei Schupbach gehörig

Bekenntniswechsel:

Da Filial von Schupbach, Einführung der Reformation vermutlich ab 1565.

Reformierter Bekenntniswechsel: 1587

Kirchliche Mittelbehörden:

Zum Trierer Archidiakonat St. Lubentius in Dietkirchen, Dekanat Dietkirchen gehörig

Kultur

Sprachgeschichte (Quellenfaksimiles):

Wirtschaft

Mühlen:

1806 gehört 1 Mühle zu Eschenau

Nachweise

Literatur:

Zitierweise
„Eschenau, Landkreis Limburg-Weilburg“, in: Historisches Ortslexikon <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/ol/id/8666> (Stand: 6.3.2026)