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Historisches Ortslexikon

Erda

Ortsteil · 285 m über NN
Gemeinde Hohenahr, Lahn-Dill-Kreis 
Siedlung | Statistik | Verfassung | Besitz | Kirche und Religion | Kultur | Wirtschaft | Nachweise | Zitierweise
Siedlung

Ortstyp:

Dorf

Lagebezug:

13,5 km nordöstlich von Wetzlar

Lage und Verkehrslage:

Geschlossenes Dorf mit regelhaften Grundrissmerkmalen in einer flachen Senke an einem Zufluss zur Aar. Kirche zentral in leicht erhöhter Lage.

Ersterwähnung:

771

Historische Namensformen:

Siedlungsplätze innerhalb der Gemarkung:

Burgen und Befestigungen:

  • Nordwestlich des Ortes alte Ringwallanlage

Koordinaten:

Gauß-Krüger: 3466674, 5615483
UTM: 32 U 466613 5613677
WGS84: 50.673972° N, 8.527496° O OpenLayers

Statistik

Ortskennziffer:

532013030

Flächennutzungsstatistik:

  • 1834 (Morgen): 4496, davon 1336 Wald
  • 1885 (Hektar): 1149, davon 497 Ackerland (= 43.26 %), 146 Wiesen (= 12.71 %), 371 Holzungen (= 32.29 %)
  • 1961 (Hektar): 1156, davon 423 Wald (= 36.59 %)

Einwohnerstatistik:

  • 1834: 670 evangelische Einwohner, 7 Juden
  • 1961: 1407, davon 1235 evangelisch (= 87.78 %), 97 katholisch (= 6.89 %)
  • 1970: 1702 Einwohner

Diagramme:

Erda: Einwohnerzahlen 1834-1967

Datenquelle: Historisches Gemeindeverzeichnis für Hessen: 1. Die Bevölkerung der Gemeinden 1834-1967.
Wiesbaden : Hessisches Statistisches Landesamt, 1968.

Verfassung

Verwaltungsbezirk:

  • 771: Lahngau, Erdaer Mark (in pago Legenehe), aber auch Erdagau (in pago Erdehe)
  • 1806: Herzogtum Nassau, Amt Hohensolms
  • 1816: Königreich Preußen, Provinz Niederrhein, Regierungsbezirk Koblenz, Kreis Braunfels
  • 1822: Königreich Preußen, Rheinprovinz, Regierungsbezirk Koblenz, Kreis Wetzlar
  • 1932: Freistaat Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Wiesbaden, Kreis Wetzlar
  • 1977: Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Lahn-Dill-Kreis

Altkreis:

Wetzlar

Gericht:

  • 1815: standesherrliches Justizamt Hohensolms
  • 1849: Kreisgericht Wetzlar
  • 1879: Amtsgericht Wetzlar

Herrschaft:

Im Zuge des solmsischen Teilungsvertrages des Jahres 1432 kommt Erda an Graf Johann von Solms (Solmser Urkunden 1 Nr. 996).

Gemeindeentwicklung:

Am 1.4.1972 wurde Erda im Zuge der hessischen Gebietsreform der neu gebildeten Gemeinde Hohenahr eingegliedert.

Besitz

Grundherrschaft und Grundbesitzer:

  • Aus 24 Schenkungen der Jahre 771 bis 890 bestehender Besitzschwerpunkt des Klosters Lorsch.
Kirche und Religion

Ortskirchen:

  • 1246: Pleban

Patrozinien:

  • Nikolaus

Pfarrzugehörigkeit:

Kirchspiel: 1577 Wilsbach mit Kapelle

Patronat:

1548: Grafen von Solms-Lich

Bekenntniswechsel:

Einführung der Reformation in der Landgrafschaft Hessen ab 1526.

Erster nachweisbarer evangelischer Pfarrer: Nikolaus Koch 1563-1605

Reformierter Bekenntniswechsel: 1606(?), 1624 wieder lutherisch.

Kirchliche Mittelbehörden:

15. Jahrhundert: Pfarrei im Archipresbyterat Wetzlar, Archidiakonat St. Lubentius in Dietkirchen, Erzdiözese Trier

Kultur

Sprachgeschichte (Quellenfaksimiles):

Wirtschaft

Mittelpunktfunktion:

Sitz einer Mark bzw. eines pagus.

Nachweise

Literatur:

Zitierweise
„Erda, Lahn-Dill-Kreis“, in: Historisches Ortslexikon <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/ol/id/8399> (Stand: 29.4.2024)