Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen
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Historisches Ortslexikon

Weiershausen

Ortsteil · 235 m über NN
Gemeinde Weimar (Lahn), Landkreis Marburg-Biedenkopf 
Siedlung | Statistik | Verfassung | Besitz | Kirche und Religion | Kultur | Wirtschaft | Nachweise | Zitierweise
Siedlung

Ortstyp:

Dorf

Lagebezug:

ca. 8 km westlich Marburg

Lage und Verkehrslage:

Aus zwei Gehöftgruppen bestehendes Dorf in flacher Talmulde beiderseits des Kalbachs.

Zufahrtstraße zur Straße Allna-Hermershausen

Ersterwähnung:

1285

Siedlungsentwicklung:

Auf eine wüst Siedlung 0,5 km westlich W. deuten die Flurnamen Sterbershäuser Wald (1747), Sterberswiese

Historische Namensformen:

Umlegung der Flur:

1914/16

Älteste Gemarkungskarte:

1718

Koordinaten:

Gauß-Krüger: 3476446, 5627827
UTM: 32 U 476381 5626016
WGS84: 50.785413° N, 8.664945° O OpenLayers

Statistik

Ortskennziffer:

534020100

Flächennutzungsstatistik:

  • 1838 (Kasseler Acker): 400 stellbares Land, 100 Wiesen
  • 1885 (Hektar): 314, davon 81 Acker (= 25.80 %), 28 Wiesen (= 8.92 %), 191 Holzungen (= 60.83 %)
  • 1961 (Hektar): 313, davon 190 Wald (= 60.70 %)

Einwohnerstatistik:

  • 1577: 6 hausgesessene 1630 und1681: 6 hausgesesseneMannsch. 1747: 48, 1838: 78, 1885: 78, 1925: 72, 1939: 75, 1950: 107, 1961: 71 Einwohner - 1861: 71 evangelisch-lutherisch Einwohner 1961: 69 evangelisch, 2 römisch-katholischEinwohner- 1630: 4 zweispänn.Ackerleute 2 Einläuftige 1747: 2 Schmiede, 1 Dachdecker und Tagelöhner, 1 Branntweinbrenner. 1838 (Familien): 8 Ackerbau, 1 Gewerbe, 1 Tagelöhner; 8 nutzungaber., 1 nicht nutzungsberechtigte Ortsbürger. 1961 (Erwerbspersonen): 35 Land- und Forstwirtschaft, 8 Produzierendes Gewerbe, 2 Handel und Verkehr
  • 1885: 78, davon 78 evangelisch (= 100.00 %), 0 katholisch
  • 1961: 71, davon 69 evangelisch (= 97.18 %), 2 katholisch (= 2.82 %)

Diagramme:

Weiershausen: Einwohnerzahlen 1834-1967

Datenquelle: Historisches Gemeindeverzeichnis für Hessen: 1. Die Bevölkerung der Gemeinden 1834-1967.
Wiesbaden : Hessisches Statistisches Landesamt, 1968.

Verfassung

Verwaltungsbezirk:

  • 1444 und später: Gericht Reizberg. 1565: Gerichtstuhl Oberweimar im Gericht Reizberg
  • 1807-1813: Königreich Westphalen, Departement der Werra, Distrikt Marburg, Kanton Caldern
  • 1821: Kurfürstentum Hessen, Provinz Oberhessen, Landkreis Marburg
  • 1848: Kurfürstentum Hessen, Bezirk Marburg
  • 1851: Kurfürstentum Hessen, Provinz Oberhessen, Landkreis Marburg
  • 1867: Königreich Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Marburg
  • 1945: Groß-Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Marburg
  • 1946: Land Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Marburg
  • 1974: Land Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Marburg-Biedenkopf

Altkreis:

Marburg

Gericht:

  • 1821: Landgericht Marburg
  • 1850: Justizamt Marburg
  • 1867: Amtsgericht Marburg

Gemeindeentwicklung:

Am 1.7.1972 wurde Weiershausen im Zuge der hessischen Gebietsreform in die Gemeinde Weimar eingegliedert.

Besitz

Grundherrschaft und Grundbesitzer:

  • 1285 erwirbt der Landgraf im Tausch mit dem Deutsche Orden Marburg Güter-besitz in W. Er belehnt damit den Marschall Heinrich von Romrod. 1494 sind dem Landgraf 2 Pflüge dienstbar. - Der Zehnte war 1344 falkenstein. Lehen der von Bicken, 1418 solms. Mannlehen der von Allna
Kirche und Religion

Pfarrzugehörigkeit:

1577: nach Oberweimar eingepfarrt. 1592 und später Filiale von Oberweimar

Bekenntniswechsel:

Da Filial von Oberweimar, Einführung der Reformation vermutlich unter dem Oberweimarer Pfarrer Ludwig Schenck um 1527.

Reformierter Bekenntniswechsel: 1606, 1624 wieder lutherisch.

Kirchliche Mittelbehörden:

15. Jahrhundert: Sendbezirk Oberweimar

Kultur

Sprachgeschichte (Quellenfaksimiles):

Nachweise

Literatur:

Zitierweise
„Weiershausen, Landkreis Marburg-Biedenkopf“, in: Historisches Ortslexikon <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/ol/id/9382> (Stand: 21.10.2020)