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Historisches Ortslexikon

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4725 Bad Sooden-Allendorf
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KDR 100, TK25 1900 ff.
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Kurfürstentum Hessen 1840-1861 – 25. Allendorf

Weiden

Stadtteil · 153 m über NN
Gemeinde Bad Sooden-Allendorf, Werra-Meißner-Kreis 
Siedlung | Statistik | Verfassung | Besitz | Kirche und Religion | Kultur | Wirtschaft | Nachweise | Zitierweise
Siedlung

Ortstyp:

Gehöftgruppe

Lagebezug:

14 km südöstlich von Witzenhausen, 3 km südöstlich von Bad Sooden-Allendorf

Lage und Verkehrslage:

Gut und kleine Gehöftgruppe auf dem südöstlichen Hangfuß westlich über dem Werrabogen

Vorbemerkung Historische Namensformen:

Der Beleg aus der fuldischen Überlieferung ist mit großer Sicherheit nicht auf Weiden zu beziehen (vgl. Codex Eberhardi 3 (Index), S. 408)

Historische Namensformen:

Bezeichnung der Siedlung:

  • 9. Jahrhundert: villa
  • wert (um 1376)
  • Hof (1579)

Siedlungsplätze innerhalb der Gemarkung:

Älteste Gemarkungskarte:

1819

Koordinaten:

Gauß-Krüger: 3569685, 5680029
UTM: 32 U 569583 5678196
WGS84: 51.25088° N, 9.997044° O OpenLayers

Statistik

Ortskennziffer:

636001100

Flächennutzungsstatistik:

  • 1841: 436 Acker
  • 1961 (Hektar): 109, davon 31 Wald (= 28.44 %)

Einwohnerstatistik:

  • 1575/85: 1 Hausgesess
  • 1681: 2 Hausgesesse
  • 1747; desgleichen mit 2 Feuerstellen
  • 1961: 33, davon 24 evangelisch (= 72.73 %), 8 katholisch (= 24.24 %)
  • 1970: 20 Einwohner

Diagramme:

Weiden: Einwohnerzahlen 1834-1967

Datenquelle: Historisches Gemeindeverzeichnis für Hessen: 1. Die Bevölkerung der Gemeinden 1834-1967.
Wiesbaden : Hessisches Statistisches Landesamt, 1968.

Verfassung

Verwaltungsbezirk:

  • 1575/85 und 1747: Landgrafschaft Hessen-Kassel, Niederhessen, Amt Allendorf, Adelshof (von Gauler)
  • 1787: Landgrafschaft Hessen-Kassel, Niederhessen, Amt Allendorf, als Lehen an die von Familie Gauler und Arnold ausgetan
  • 1803-1806: Kurfürstentum Hessen, Niederhessen, Amt Allendorf
  • 1807-1813: Königreich Westphalen, Departement der Werra, Distrikt Eschwege, Kanton Sooden
  • 1814-1821: Kurfürstentum Hessen, Niederhessen, Amt Allendorf
  • 1821: Kurfürstentum Hessen, Provinz Niederhessen, Kreis Witzenhausen
  • 1848: Kurfürstentum Hessen, Bezirk Eschwege
  • 1851: Kurfürstentum Hessen, Provinz Niederhessen, Kreis Witzenhausen
  • 1867: Königreich Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Witzenhausen
  • 1945: Groß-Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Witzenhausen
  • 1946: Land Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Witzenhausen
  • 1974: Land Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Werra-Meißner-Kreis

Altkreis:

Witzenhausen

Gericht:

  • 1747: Niederes und peinliches Gericht Hessen
  • 1807: Friedensgericht Sooden
  • 1814: Amt Allendorf
  • 1822: Justizamt Allendorf
  • 1867: Amtsgericht Allendorf
  • 1879: Amtsgericht Allendorf
  • 1945: Amtsgericht Witzenhausen
  • 1961: Amtsgericht Witzenhausen

Herrschaft:

Um 1376 hat Curd Gauler den Döhlsbach, Gehölze und eine Wiese sowie eyn wert in den wydin by dem Arneberge als hessisches Mannlehen inne. 1415 erhält Heinrich Gauler der Ältere, Bürger zu Allendorf das Vorwerk bei Kleinvach, gelegen bei den Zeilbäumen (Zeylenboymen), und das Gehölz im Steinbach als hessisches Lehen (HStAM Bestand Urk. 14 Nr. 5297). 1440 und in der Folge werden die Nachkommen belehnt. 1575/85 ist es ein Hof der Allendorfer Ratsfamilie Gauler als hessisches Lehen

1598: Hof der Gauler und Arnold, vormals von Netra

1671: Hof des Hauptmann Eckhardt

1747 und 1780: 2 Höfe, hessisches Lehen der Familie Gauler und Arnold.

Gemeindeentwicklung:

Am 31.12.1971 im Zuge der hessischen Gebietsreform der Stadt Bad Sooden-Allendorf als Stadtteil eingegliedert.

Besitz

Grundherrschaft und Grundbesitzer:

  • 9. Jahrhundert: Wolcwich schenkt dem Kloster Fulda Äcker und eine Wiese zu Weiden. Vgl. jedoch die Vorbemerkung zu den Namensformen, derzufolge ein anderes Weiden anzusprechen ist.
Kirche und Religion

Ortskirchen:

  • Östlich des Hofes Flurname 'Totenhof'

Pfarrzugehörigkeit:

1575/85 und jetzt: Eingepfarrt zu Vikariat Kleinvach

Bekenntniswechsel:

Einführung der Reformation in der Landgrafschaft Hessen ab 1526.

Kirchliche Mittelbehörden:

Archdiakonat Heiligenstadt

Nachweise

Literatur:

Zitierweise
„Weiden, Werra-Meißner-Kreis“, in: Historisches Ortslexikon <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/ol/id/7205> (Stand: 2.8.2024)