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Historisches Ortslexikon

Biskirchen

Stadtteil · 145 m über NN
Gemeinde Leun, Lahn-Dill-Kreis 
Siedlung | Statistik | Verfassung | Besitz | Kirche und Religion | Kultur | Wirtschaft | Nachweise | Zitierweise
Siedlung

Ortstyp:

Dorf

Lagebezug:

14 km südwestlich von Wetzlar

Lage und Verkehrslage:

An der Mündung des Ulmbaches in die Lahn gelegen.

Ersterwähnung:

1245

Historische Namensformen:

  • Biskirchen, zu (1245) [Abschrift 16. Jahrhundert, Fürst zu Solms-Braunfels'sches Archiv, Repertorium 1577 Johannes Hayl A 1, S. 319]
  • Byschobiskirchein, de (1315) [Urkundenbuch der Stadt Wetzlar 1, Nr. 876]

Siedlungsplätze innerhalb der Gemarkung:

Koordinaten:

Gauß-Krüger: 3451316, 5599960
UTM: 32 U 451261 5598160
WGS84: 50.533355° N, 8.312281° O OpenLayers

Statistik

Ortskennziffer:

532016010

Flächennutzungsstatistik:

  • 1834 (Morgen): 2308, davon 880 Wald
  • 1885 (Hektar): 637, davon 262 Ackerland (= 41.13 %), 74 Wiesen (= 11.62 %), 231 Holzungen (= 36.26 %)
  • 1961 (Hektar): 634, davon 227 Wald (= 35.80 %)

Einwohnerstatistik:

  • 1834: 477 evangelische Einwohner, 1 Katholik, 23 Juden
  • 1961: 1173, davon 1032 evangelisch (= 87.98 %), 139 katholisch (= 11.85 %)
  • 1970: 1303 Einwohner

Diagramme:

Biskirchen: Einwohnerzahlen 1834-1967

Datenquelle: Historisches Gemeindeverzeichnis für Hessen: 1. Die Bevölkerung der Gemeinden 1834-1967.
Wiesbaden : Hessisches Statistisches Landesamt, 1968.

Verfassung

Verwaltungsbezirk:

  • 1787: Fürstentum Solms-Braunfels, Anteil der Grafschaft Solms, Amt Greifenstein
  • 1806: Herzogtum Nassau, Amt Greifenstein
  • 1816: Königreich Preußen, Rheinprovinz, Regierungsbezirk Koblenz, Kreis Braunfels
  • 1822: Königreich Preußen, Rheinprovinz, Regierungsbezirk Koblenz, Kreis Wetzlar
  • 1932: Freistaat Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Wiesbaden, Kreis Wetzlar
  • 1977: Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Lahn-Dill-Kreis

Altkreis:

Wetzlar

Gericht:

  • 1815: standesherrliches Justizamt Greifenstein
  • 1849: Kreisgericht Wetzlar (Gerichtskommission Ehringshausen)
  • 1879: Amtsgericht Braunfels
  • 1968: Amtsgericht Wetzlar

Gemeindeentwicklung:

Am 31.12.1971 wurde Biskirchen im Zuge der hessischen Gebietsreform der neu gebildeten Stadtgemeinde Leun eingegliedert.

Besitz

Grundherrschaft und Grundbesitzer:

  • 1245 verpfändet Wittekind von Merenberg seinen Verwandten, den Grafen Heinrich und Marquard von Solms, die Fischerei in Biskirchen und Eigenleute in Hofhausen und Stockhausen.
Kirche und Religion

Ortskirchen:

  • 1338: Pfarrer

Pfarrzugehörigkeit:

Kirchspiel: 1490 Bissenberg, Stockhausen

Patronat:

1338 tragen die Herren von Westerburg den Kirchsatz zu Biskirchen vom Stift Gemünden zu Lehen.

1459/1552 Leiningen-Westerburg

um 1600 Solms-Braunfels

Bekenntniswechsel:

Einführung der Reformation um 1550.

Erster evangelischer Pfarrer: Christof [Nachname unbekannt] 1552-1570(?)

Reformierter Bekenntniswechsel: 1582

Kirchliche Mittelbehörden:

Sendort für Bissenberg und Stockhausen

15. Jahrhundert: Sendbezirk im Archipresbyterat Wetzlar, Archidiakonat St. Lubentius in Dietkirchen, Erzdiözese Trier

Juden:

1816: 25, 1823: 22, 1875-1880: 5, 1905: 6, 1914: 7 Familien

Kultur

Sprachgeschichte (Quellenfaksimiles):

Nachweise

Literatur:

Zitierweise
„Biskirchen, Lahn-Dill-Kreis“, in: Historisches Ortslexikon <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/ol/id/8359> (Stand: 29.4.2024)