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Historisches Ortslexikon

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Kurfürstentum Hessen 1840-1861 – 24. Grossalmerode
Kurfürstentum Hessen 1840-1861 – 25. Allendorf

Weitere Informationen

Trubenhausen

Stadtteil · 251 m über NN
Gemeinde Großalmerode, Werra-Meißner-Kreis 
Siedlung | Statistik | Verfassung | Besitz | Kirche und Religion | Kultur | Wirtschaft | Nachweise | Zitierweise
Siedlung

Ortstyp:

Dorf

Lagebezug:

8,5 km südsüdwestlich von Witzenhausen

Lage und Verkehrslage:

4 km östlich von Großalmerode gelegen. Langgestrecktes Dorf im Tal der Gelster.

Doppelzeile zu beiden Seiten der Gelster, Kirche hinter der Ostzeile, leicht erhöht.

Bahnhof der Eisenbahnlinie Hessisch Lichtenau/Velmeden – Großalmerode/Ost – Neu-Eichenberg/Eichenberg ("Gelstertalbahn") (Inbetriebnahme der Strecke 15.12.1915) (Einstellung des Personenverkehrs am 3.6.1973).

Ersterwähnung:

1271

Vorbemerkung Historische Namensformen:

Die Belege Druvenhusen, in (1328) und Drubenhusen, in (1460) sind mit Kühlhorn, Wüstungen Südniedersachsen 1, S. 421-422, Nr. 93 und Ortsnamen Landkreis Göttingen, S. 108-109, einer gleichnamigen Wüstungen im Landkreis Göttingen zuzuordnen, die nordöstlich von Hetjershausen vermutet wird.

Historische Namensformen:

Umlegung der Flur:

1937/57

Älteste Gemarkungskarte:

1833

Koordinaten:

Gauß-Krüger: 3558269, 5681758
UTM: 32 U 558172 5679925
WGS84: 51.267698° N, 9.833833° O OpenLayers

Statistik

Ortskennziffer:

636004050

Flächennutzungsstatistik:

  • 1748: 661 Acker Land und Wiesen, 180 Acker Wald
  • 1961 (Hektar): 257, davon 254 Wald (= 98.83 %)

Einwohnerstatistik:

  • 1569: 36 Hausgesesse
  • 1575/85: 40
  • 1681: 45
  • 1747: 49 Mannschaften mit 49 Feuerstellen
  • 1748: 235 Einwohner
  • 1961: 607, davon 506 evangelisch (= 83.36 %), 95 katholisch (= 15.65 %)
  • 1970: 528 Einwohner

Diagramme:

Trubenhausen: Einwohnerzahlen 1834-1967

Datenquelle: Historisches Gemeindeverzeichnis für Hessen: 1. Die Bevölkerung der Gemeinden 1834-1967.
Wiesbaden : Hessisches Statistisches Landesamt, 1968.

Verfassung

Verwaltungsbezirk:

  • 1585: Landgrafschaft Hessen, Niederhessen, Amt Ludwigstein, Adelsdorf der von Berge
  • 1632: Nach Aussterben der von Berge widerrechtlich zur Vogtei Rückerode gezogen
  • 1787: Landgrafschaft Hessen-Kassel, Niederhessen, Amt Ludwigstein, Vogteigericht Rückerode
  • 1803-1806: Kurfürstentum Hessen, Niederhessen, Amt Ludwigstein, Vogteigericht Rückerode
  • 1807-1813: Königreich Westphalen, Departement der Werra, Distrikt Eschwege, Kanton Sooden
  • 1814-1817: Kurfürstentum Hessen, Niederhessen, Vogtei Rückerode
  • 1817-1821: Kurfürstentum Hessen, Niederhessen, Amt Großalmerode
  • 1821: Kurfürstentum Hessen, Provinz Niederhessen, Kreis Witzenhausen
  • 1848: Kurfürstentum Hessen, Bezirk Eschwege
  • 1851: Kurfürstentum Hessen, Provinz Niederhessen, Kreis Witzenhausen
  • 1867: Königreich Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Witzenhausen
  • 1945: Groß-Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Witzenhausen
  • 1946: Land Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Witzenhausen
  • 1974: Land Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Werra-Meißner-Kreis

Altkreis:

Witzenhausen

Gericht:

  • 1747: Niederes und peinliches Gericht Hessen
  • 1807: Friedensgericht Sooden
  • 1814-1817: Amt Witzenhausen
  • 1817-1821: Amt Großalmerode
  • 1822: Assistenzamt Großalmerode (Justizamt Witzenhausen)
  • 1832: Justizamt Großalmerode
  • 1867: Amtsgericht Großalmerode
  • 1879: Amtsgericht Großalmerode
  • 1945: Amtsgericht Witzenhausen

Herrschaft:

1569: Niederes Gericht von Berge, peinliches Gericht des Landgrafen, 1575/85 ist das Dorf Trubenhausen Eigentum der von Berge.

Gemeindeentwicklung:

Am 1.1.1974 erfolgte im Zuge der hessischen Gebietsreform die Eingliederung in die Stadtgemeinde Großalmerode, deren Stadtteil Trubenhausen wurde.

Besitz

Grundherrschaft und Grundbesitzer:

  • 1327: Trubenhausen ist zum Schloss Rusteberg lieferungspflichtig.
  • 1356: Die von Treffurt verpfänden unter anderem dem Berthold Spanseil den Rottzehnten zu Trubenhausen.

Zehntverhältnisse:

1400: Die Gebrüder von Hanstein belehnen die Spanseil mit dem halben Zehnten zu Trubenhausen.

Ortsadel:

1271

Kirche und Religion

Ortskirchen:

  • Kirche romanisch,1597 nach Osten verlängert, 1832 an der Südseite verändert
  • Taufstein von 1581

Pfarrzugehörigkeit:

1569/70: Von Uengsterode versehen

Nach Einführung der Verbesserungspunkte (1607) mit Hundelshausen verbunden

1747: Filiale von Hundelshausen

1756, 1872 und 1994: Vikariat von Laudenbach

Patronat:

1570 - 1632 die von Berge als Inhaber der Vogtei Rückerode

1633 - 1637: Landgräfin Juliane

1637: Landgraf Wilhelm V. von Hessen-Kassel

1678: Landgräfin Hedwig Sophie

1679: Landgraf Ludwig von Hessen-Philippsthal

1733: Hessen-Kassel

Bekenntniswechsel:

Erster evangelischer Pfarrer: Johann Bene ca. 1507 bis nach 1537, spätestens 1530 evangelisch.

Kirchliche Mittelbehörden:

Archpresbytariat vielleicht Allendorf

Archdiakonat Heiligenstadt

Kultur

Schulen:

1910 einklassige Volksschule

Sprachgeschichte (Quellenfaksimiles):

Wirtschaft

Wirtschaft:

1538: Gläserei

Nachweise

Literatur:

Zitierweise
„Trubenhausen, Werra-Meißner-Kreis“, in: Historisches Ortslexikon <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/ol/id/7090> (Stand: 20.9.2024)