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Großherzogtum Hessen 1823-1850 – 8. Alsfeld

Weitere Informationen

Romrod

Stadtteil · 307 m über NN
Gemeinde Romrod, Vogelsbergkreis 
Siedlung | Statistik | Verfassung | Besitz | Kirche und Religion | Kultur | Wirtschaft | Nachweise | Zitierweise
Siedlung

Ortstyp:

Stadt

Lagebezug:

5,5 km südwestlich von Alsfeld

Lage und Verkehrslage:

Chausee nach Alsfeld und Ruppertenrod. Durch die Ortslage führt die Bundesstraße B49. Außerdem ist Romrod über die Landesstraßen L3070 (Richtung Nieder-Breidenbach bzw. Zell) und L3165 (Richtung Strebendorf) an das Straßenverkehrsnetz angeschlossen. Nördlich der Stadt verläuft die Bundesautobahn A5 (nächste Anschlußstelle Alsfeld/West).

Ersterwähnung:

1197

Historische Namensformen:

Siedlungsplätze innerhalb der Gemarkung:

Burgen und Befestigungen:

Koordinaten:

Gauß-Krüger: 3515623, 5619854
UTM: 32 U 515542 5618046
WGS84: 50.714012° N, 9.220147° O OpenLayers

Statistik

Ortskennziffer:

535014030

Flächennutzungsstatistik:

  • 1854 (Morgen): 5535, davon 1569 Acker, 923 Wiesen, 2813 Wald
  • 1961 (Hektar): 1355, davon 638 Wald (= 47.08 %)

Einwohnerstatistik:

  • 1939: 867
  • 1961: 1152, davon 963 evangelisch (= 83.59 %), 183 katholisch (= 15.89 %)
  • 1970: 1222

Diagramme:

Romrod: Einwohnerzahlen 1834-1967

Datenquelle: Historisches Gemeindeverzeichnis für Hessen: 1. Die Bevölkerung der Gemeinden 1834-1967.
Wiesbaden : Hessisches Statistisches Landesamt, 1968.

Verfassung

Verwaltungsbezirk:

  • 1436: vgl. Riedesel zu Eisenbach 2 Nr. 544
  • 1787: Landgrafschaft Hessen-Darmstadt, Oberamt Alsfeld, Amt Romrod (zum Umfang s. Mittelpunktfunktion)
  • 1806: Großherzogtum Hessen, Provinz Oberhessen, Amt Alsfeld
  • 1820: Großherzogtum Hessen, Provinz Oberhessen, Amt Romrod
  • 1821: Großherzogtum Hessen, Provinz Oberhessen, Landratsbezirk Romrod
  • 1829: Großherzogtum Hessen, Provinz Oberhessen, Landratsbezirk Alsfeld (verlegt aus Romrod)
  • 1832: Großherzogtum Hessen, Provinz Oberhessen, Kreis Alsfeld
  • 1848: Großherzogtum Hessen, Regierungsbezirk Alsfeld
  • 1852: Großherzogtum Hessen, Provinz Oberhessen, Kreis Alsfeld
  • 1918/19-1934: Volksstaat Hessen, Provinz Oberhessen, Kreis Alsfeld
  • 1945: Groß-Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Kreis Alsfeld
  • 1946: Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Kreis Alsfeld
  • 1972: Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Vogelsbergkreis

Altkreis:

Alsfeld

Gericht:

  • 1821: Landgericht Alsfeld
  • 1879: Amtsgericht Alsfeld

Herrschaft:

1393 ging die Herrschaft über Romrod an die Landgrafen von Hessen über.

1408 erteilte Landgraf Hermann II. den Tälern und Einwohnern vor dem Schloss Romrod Befreiungen (Landgrafen-Regesten online Nr. 9603).

Gemeindeentwicklung:

Zur Entwicklung der im Zuge der hessischen Gebietsreform neu gebildeten Stadtgemeinde s. Romrod, Stadtgemeinde. Sitz der Gemeindeverwaltung ist Romrod.

Besitz

Grundherrschaft und Grundbesitzer:

  • Kloster Fulda.

Ortsadel:

1197: Ludewicus de Rumerot (Staatsarchiv Marburg Urkunden der Reichsabtei Fulda Stiftsarchiv und Domkapitel R I a, Stift Fulda);

1244: Hermanni de Ruômenrod (Wyss, Urkundenbuch der Deutschordens-Ballei 1 Nr. 75).

Kirche und Religion

Ortskirchen:

  • 1337 wird Romrod von Oberrod bis auf das Begräbnisrecht getrennt
  • 1408: Pfarrer belegt

Patronat:

Ursprünglich waren Friedrich Herzberg und Ludwig von Romrod Patrone, die die Kriche 1337 dotiert haben. Nach dem Übergang von Romrod an die Landgrafen 1393 hatten diese das Patronatsrecht inne.

Bekenntniswechsel:

Ab 1526 Einführung der Reformation.

Erster evangelischer Pfarrer: Gerlach Schneider 1535(?)-1573

Kirchliche Mittelbehörden:

15. Jahrhundert: Erzdiözese Mainz, Archidiakonat St. Stephan Mainz, Dekanat Amöneburg, Sendbezirk Kirtorf

Juden:

1830: 47, 1895: 38, 1900-1905: 33, 1905-1909: 26 Juden

seit 1798 eigenständige Gemeinde

Kultur

Schulen:

1580er Jahre Schule vorhanden; von 1728 bis 1812 unterrichten die Kapläne an der Schule, ab 1812 unstudierte Lehrer; 1910 Volksschule mit zwei Klassen, Schulhaus von 1846

Sprachgeschichte (Quellenfaksimiles):

Wirtschaft

Mittelpunktfunktion:

1787 gehörten zum Amt Romrod die Orte Billertshausen, Heimertshausen, Hergersdorf, Hopfgarten, Leusel, Liederbach, Nieder-Breidenbach, Ober-Breidenbach, Ober-Sorg, Romrod (Stadt), Strebendorf, Unter-Sorg, Vadenrod und Zell sowie Getürms (Kirche) Melchiorsgrund und Oberrod.

Nachweise

Literatur:

Zitierweise
„Romrod, Vogelsbergkreis“, in: Historisches Ortslexikon <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/ol/id/9859> (Stand: 15.4.2025)