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Historisches Ortslexikon

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4922 Homberg (Efze)
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KDR 100, TK25 1900 ff.
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Kurfürstentum Hessen 1840-1861 – 42. Homberg

Relbehausen

Stadtteil · 275 m über NN
Gemeinde Homberg (Efze), Schwalm-Eder-Kreis 
Siedlung | Statistik | Verfassung | Besitz | Kirche und Religion | Kultur | Wirtschaft | Nachweise | Zitierweise
Siedlung

Ortstyp:

Dorf

Lagebezug:

4 km südöstlich von Homberg (Efze).

Lage und Verkehrslage:

Dorf mit regellosem Grundriss und lockerer Gehöftanordnung am Ost-Ufer der Efze an der Bundesstraße 323 (alte Landstraße Paderborn - Hersfeld [= Bad Hersfeld]).

An der Bundesstraße 323 (alte Landstraße Paderborn - Hersfeld [= Bad Hersfeld]).

Ersterwähnung:

1255

Siedlungsentwicklung:

1928 erfolgt die Eingemeindung von Teilen des aufgelösten Gutsbezirks Forst Niederbeisheim.

Historische Namensformen:

Siedlungsplätze innerhalb der Gemarkung:

  • Bahnwärterhaus.

Umlegung der Flur:

1882

Älteste Gemarkungskarte:

1755

Koordinaten:

Gauß-Krüger: 3531971, 5653368
UTM: 32 U 531884 5651546
WGS84: 51.014596° N, 9.454531° O OpenLayers

Statistik

Ortskennziffer:

634009150

Flächennutzungsstatistik:

  • 1537: 8 3/4 landgräfliche Huben.
  • 1742 (Kasseler Acker): 246 Land, 85 Wiesen.
  • 1885 (Hektar): 162, davon 66 Acker (= 40.74 %), 25 Wiesen (= 15.43 %), 43 Holzungen (= 26.54 %)
  • 1961 (Hektar): 171, davon 50 Wald (= 29.24 %)

Einwohnerstatistik:

  • 1575/85: 12 Hausgesesse.
  • 1639: 8 verheiratete, 1 verwitwete Hausgesesse.
  • 1742: 12 Häuser.
  • 1834: 73, 1885: 77 Einwohner.
  • 1861: alle Einwohner evangelisch-reformiert.
  • 1885: 77, davon 75 evangelisch (= 97.40 %), 2 katholisch (= 2.60 %)
  • 1925: 80, 1939: 75, 1950: 142, 1961: 91 Einwohner.
  • 1961 (Erwerbspersonen): 21 Land- und Forstwirtschaft, 13 Produzierendes Gewerbe, 5 Handel und Verkehr, 2 Dienstleistungen und Sonstiges.
  • 1961: 91, davon 79 evangelisch (= 86.81 %), 11 katholisch (= 12.09 %)
  • Um 1490: 1 wehrhafte Mannschaft.

Diagramme:

Relbehausen: Einwohnerzahlen 1834-1967

Datenquelle: Historisches Gemeindeverzeichnis für Hessen: 1. Die Bevölkerung der Gemeinden 1834-1967.
Wiesbaden : Hessisches Statistisches Landesamt, 1968.

Verfassung

Verwaltungsbezirk:

  • 1537 und später: Gericht am Wald im Amt Homberg; zum Amtsbereich schon um 1490 gehörend
  • 1807: Königreich Westphalen, Departement der Werra, Distrikt Hersfeld, Kanton und Friedensgericht Homberg
  • 1814: Kurfürstentum Hessen, Niederhessen, Amt Homberg
  • 1821: Kurfürstentum Hessen, Provinz Niederhessen, Kreis Homberg
  • 1848: Kurfürstentum Hessen, Bezirk Fritzlar
  • 1851: Kurfürstentum Hessen, Provinz Niederhessen, Kreis Homberg
  • 1867: Königreich Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Homberg
  • 1932: Freistaat Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Fritzlar-Homberg
  • 1945: Groß-Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Fritzlar-Homberg
  • 1946: Land Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Fritzlar-Homberg
  • 1974: Land Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Schwalm-Eder-Kreis

Altkreis:

Fritzlar-Homberg

Gericht:

  • 1822: Landgericht Homberg
  • 1832: Justizamt Homberg
  • 1867: Amtsgericht Homberg
  • 1879: Amtsgericht Homberg
  • 1968: Amtsgericht Homberg

Gemeindeentwicklung:

Am 31.12.1971 im Zuge der hessischen Gebietsreform neben anderen Gemeinden als Stadtteil Homberg (Efze) eingegliedert.

Besitz

Grundherrschaft und Grundbesitzer:

  • 1423: Familie Kule verkauft einen Zins vom Gut zu Reichenbach.
  • 1460: Verkauf einer Wiese zu Reichenbach.
  • 1484: Wigand von Holzheim durch Landgraf mit Gut und Gadem zu Reichenbach belehnt.

Zehntverhältnisse:

1255: Heinrich von Uttershausen entschädigt seinen Bruder Heinrich mit Zehnten zu Reichenbach.

1395: Die Am Ende und Johann Feldacker haben als Falkenberger Lehen Zehnten zu Reichenbach inne.

1581: Hans von Falkenberg belehnt die Breitrück mit halbem Zehnten zu Reichenbach.

Kirche und Religion

Pfarrzugehörigkeit:

1575/85: Filiale von Holzhausen.

1780 und später: eingepfarrt nach Holzhausen.

Bekenntniswechsel:

Da Filial von Holzhausen, Einführung der Reformation vermutlich unter dem Holzhausener Pfarrer Hermann Ciriacus um 1527.

Kultur

Sprachgeschichte (Quellenfaksimiles):

Nachweise

Literatur:

Zitierweise
„Relbehausen, Schwalm-Eder-Kreis“, in: Historisches Ortslexikon <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/ol/id/4200> (Stand: 8.7.2019)