Historisches Ortslexikon
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- KDR 100, TK25 1900 ff.
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Weitere Informationen
Oberlengsfeld
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Ortsteil · 328 m über NN
Gemeinde Schenklengsfeld, Landkreis Hersfeld-Rotenburg
- Siedlung ↑
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Ortstyp:
Dorf
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Lagebezug:
12 km südöstlich von Bad Hersfeld
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Lage und Verkehrslage:
Straßendorf unterhalb der Burg Landeck an den Nordwestausläufern der Kuppenrhön. Die als Haupachse von Südwesten aus Schenklengsfeld heranführende Landecker Straße knickt in der Mitte des Ortes nach Süden ab, wo sie auf die nach Osten führende L 3172 stößt.
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Ersterwähnung:
1314
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Historische Namensformen:
- Lengisfeld, superior (1314) [HStAM Best. Urk. 56 Nr. 209]
- Lengisfelt gelegen by deme thore under deme Huse Landeck, tzu (1402) [HStAM Best. Urk. 56 Nr. 704]
- Obirnlengisfeld (1404) [HStAM Best. Urk. 56 Nr. 714]
- Obernlengisfelt (1418) [HStAM Best. Urk. 56 Nr. 799]
- Obern Lengsfeldt (1585) [Der ökonomische Staat, S. 85]
- Ober Lengsfelt (1708/10) [Schleenstein, Landesaufnahme, Karte Nr. 16,1]
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Siedlungsplätze innerhalb der Gemarkung:
-
Umlegung der Flur:
1886
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Älteste Gemarkungskarte:
1706
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Koordinaten:
Gauß-Krüger: 3560438, 5632142
UTM: 32 U 560340 5630329
WGS84: 50.821532° N, 9.856636° O OpenLayers - Statistik ↑
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Ortskennziffer:
632019080
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Flächennutzungsstatistik:
- 1885 (Hektar): 388, davon 316 Acker (= 81.44 %), 45 Wiesen (= 11.60 %), 0 Holzungen
- 1961 (Hektar): 388, davon 4 Wald (= 1.03 %)
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Einwohnerstatistik:
- 1571: 24 Hausgesesse
- 1585: 24 Hausgesesse
- um 1610: 24 Hausgesesse
- 1628: 24 Hausgesesse
- 1673: 22 Hausgesesse
- 1747: 24 Feuerstätten (Dorfbuch der Landgrafschaft Hessen-Cassel HStAM Bestand S Nr. 105)
- 1826: 21 steuerpflichtige Häuser mit 125 Bewohnern; Gewerbetreibende: 1 Schneider, 1 Zimmergesell, 1 Wagner, 2 Schäfer, 5 Tagelöhner und Spinner (Peter Roßkopf, Das Landecker Amt im Kreise Hersfeld, S. 319-332)
- 1885: 253, davon 251 evangelisch (= 99.21 %), 2 katholisch (= 0.79 %)
- 1961: 419, davon 380 evangelisch (= 90.69 %), 38 katholisch (= 9.07 %)
- 1970: 485
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Diagramme:

Datenquelle: Historisches Gemeindeverzeichnis für Hessen: 1. Die Bevölkerung der Gemeinden 1834-1967.
Wiesbaden : Hessisches Statistisches Landesamt, 1968. - Verfassung ↑
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Verwaltungsbezirk:
- um 1550: Reichsabtei Hersfeld, Amt Landeck
- 1585: Landgrafschaft Hessen, Niederhessen, Amt Landeck (halb hersfeldisch)
- 1651: Landgrafschaft Hessen-Kassel, Fürstentum Hersfeld, Amt Landeck
- 1787: Landgrafschaft Hessen-Kassel, Fürstentum Hersfeld, Amt Landeck
- 1803-1806: Kurfürstentum Hessen, Fürstentum Hersfeld, Amt Landeck
- 1807-1813: Königreich Westphalen, Departement der Werra, Distrikt Hersfeld, Kanton Landeck
- 1814-1821: Kurfürstentum Hessen, Fürstentum Hersfeld, Amt Landeck (zuletzt Amt Friedewald)
- 1821: Kurfürstentum Hessen, Provinz Fulda, Kreis Hersfeld
- 1848: Kurfürstentum Hessen, Bezirk Hersfeld
- 1851: Kurfürstentum Hessen, Provinz Fulda, Kreis Hersfeld
- 1867: Königreich Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Hersfeld
- 1945: Groß-Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Hersfeld
- 1946: Land Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Hersfeld
- 1972: Land Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Hersfeld-Rotenburg
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Altkreis:
Hersfeld
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Gericht:
- vor 1822: Amt Landeck
- 1822: Justizamt Friedewald
- 1832: Justizamt Friedewald
- 1833: Justizamt Schenklengsfeld
- 1867: Amtsgericht Schenklengsfeld
- 1879: Amtsgericht Schenklengsfeld
- vor 1945: Amtsgericht Schenklengsfeld
- 1945: Amtsgericht Bad Hersfeld
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Herrschaft:
1314 überträgt der Abt von Hersfeld Einkünfte u.a. in Oberlengsfeld als Burglehen an Hermann von Borsch und dessen Ehefrau Elisabeth. 1404 veräußern Otto von Buttlar und seien Frau eine Hufe in Oberlengsfeld, die sie von Herfeld zu Lehen tragen. 1414 erhält für Konrad von Romrod vom Abt von Hersfeld die Erlaubnis zur Verpfändung seines Vorwerks in Oberlengsfeld an Berthold Schack.
Verwaltungstechnisch gehört Oberlengsfeld zum Amt Landeck, dessen Sitz die Burg ist. Die Landgrafen von Hessen versuchen seit dem 15. Jahrhundert, ihre Herrschaft in diesem Raum auszudehnen und die Abtei zurückzudrängen. Die Herrschaft im Amt Landeck ist daher zwischen der Reichsabtei Hersfeld und der Landgrafschaft Hessen vor allem im 16. Jahrhundert strittig. Nach dem Bauernkrieg besetzte Landgraf Philipp von Hessen die Burg, die zerstört war. 1550 schloss er mit dem Hersfelder Abt einen Vertrag, der Hersfeld die Hälfte des Besitzes in Schloss und Amt Landeck überließ. 1557 wurde dieser Teil durch den Hersfelder Abt den Söhnen des Landgrafen zu Lehen überlassen. Nach dem Dreißgjährigen Krieg fiel mit dem Westfälischen Frieden das gesamte Amt endgültig 1651 an die Landgrafschaft Hessen. 1826 ist die Herrschaft vollumfänglich in den Händen der Kurfürsten von Hessen.
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Gemeindeentwicklung:
Am 1.2.1971 im Zuge der hessischen Gebietsreform neben anderen Gemeinden als Ortsteil in die Gemeinde Schenklengsfeld eingegliedert.
- Besitz ↑
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Grundherrschaft und Grundbesitzer:
- Dorf des hersfeldischen Amts Landeck
- Kirche und Religion ↑
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Ortskirchen:
- Kirchhof (1402)
- Keine Kirche vorhanden
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Pfarrzugehörigkeit:
1585 Filial von Schenklengsfeld, 1620, 1747, 1826, 1872 und 1994 dorthin eingepfarrt
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Bekenntniswechsel:
Einführung der Reformation vermutlich Mitte des 16. Jahrhunderts.
- Kultur ↑
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Schulen:
1826 ist kein Schulhaus vorhanden
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Sprachgeschichte (Quellenfaksimiles):
- Nachweise ↑
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Literatur:
- Zitierweise ↑
- „Oberlengsfeld, Landkreis Hersfeld-Rotenburg“, in: Historisches Ortslexikon <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/ol/id/3269> (Stand: 26.3.2026)

