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Historisches Ortslexikon

Oberhöchstadt

Stadtteil · 205 m über NN
Gemeinde Kronberg im Taunus, Hochtaunuskreis 
Siedlung | Statistik | Verfassung | Besitz | Kirche und Religion | Kultur | Wirtschaft | Nachweise | Zitierweise
Siedlung

Ortstyp:

Dorf

Lagebezug:

7 km südwestlich von Bad Homburg

Lage und Verkehrslage:

Oberhöchstadt liegt 2 km nordöstlich von Kronberg und liegt am Fuße des Altkönigs und des Hünerberges.

Liegt an der L 3015

Historische Namensformen:

Bezeichnung der Siedlung:

  • villa (881)

Siedlungsplätze innerhalb der Gemarkung:

Koordinaten:

Gauß-Krüger: 3467251, 5560990
UTM: 32 U 467189 5559206
WGS84: 50.184139° N, 8.540419° O OpenLayers

Statistik

Ortskennziffer:

434006020

Flächennutzungsstatistik:

  • 1885 (Hektar): 570, davon 299 Acker (= 52.46 %), 71 Wiesen (= 12.46 %), 138 Holzungen (= 24.21 %)
  • 1961 (Hektar): 571, davon 162 Wald (= 28.37 %)

Einwohnerstatistik:

  • 1885: 840, davon 16 evangelisch (= 1.90 %), 824 katholisch (= 98.10 %)
  • 1961: 2866, davon 1132 evangelisch (= 39.50 %), 1558 katholisch (= 54.36 %)
  • 1970: 4059 Einwohner

Diagramme:

Oberhöchstadt: Einwohnerzahlen 1834-1967

Datenquelle: Historisches Gemeindeverzeichnis für Hessen: 1. Die Bevölkerung der Gemeinden 1834-1967.
Wiesbaden : Hessisches Statistisches Landesamt, 1968.

Verfassung

Verwaltungsbezirk:

  • 1787: Kurfürstentum Mainz, Oberamt Höchst und Königstein, Amtsvogtei Königstein
  • 1803: Fürstentum Nassau-Usingen, Oberamt Höchst und Königstein, Amtsvogtei Königstein
  • 1806: Herzogtum Nassau, Amt Königstein
  • 1816: Herzogtum Nassau, Amt Königstein
  • 1849: Herzogtum Nassau, Verwaltungsbezirk IX (Kreisamt Höchst)
  • 1854: Herzogtum Nassau, Amt Königstein
  • 1867: Königreich Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Wiesbaden, Obertaunuskreis
  • 1919: Hilfskreis Königstein in der französischen Besatzungszone
  • 1928: Freistaat Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Obertaunuskreis
  • 1972: Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Hochtaunuskreis

Altkreis:

Obertaunuskreis

Gericht:

  • 1816: Amt Königstein
  • 1849: Justizamt Königstein
  • 1854: Justiz- und Verwaltungsamt Königstein
  • 1867: Amtsgericht Königstein

Gemeindeentwicklung:

Am 1.4.1972 erfolgte im Zuge der hessischen Gebietsreform der Zusammenschluss Kronberg (Taunus), Oberhöchstadt/Ts. und Schönberg (Taunus) zur neu gebildeten Stadtgemeinde Kronberg i.Ts.

Besitz

Grundherrschaft und Grundbesitzer:

  • 1048 schenken die Grafen von Nürings dem Kloster Fulda einen Hof in Oberhöchstadt.
Kirche und Religion

Ortskirchen:

  • 881: Kapelle

Pfarrzugehörigkeit:

Seit 1460 war Oberhöchstadt eine eigenständige Pfarrei.

Patronat:

881 schenkte Wigastes das Patronat dem Kloster Bleidenstadt. Im 15. Jahrhundert war es im Besitz derer von Kronberg, bis es 1461 an die ältere Linie des Hauses Solms-Lich kam. Im Jahre 1548 gehörte das Patronat denen von Solms-Laubach.

Bekenntniswechsel:

Einführung der Reformation in der Grafschaft Königstein durch Ludwig von Stolberg ab 1536.

Erster evangelischer Pfarrer: Johannes Strack vermutlich ab 1538

Katholischer Bekenntniswechsel: 1605

Kirchliche Mittelbehörden:

Ab 1107 zum Mainzer Archidiakonat St. Peter, Dekanat Eschborn gehörig

Kultur

Schulen:

seit 1628 Schulmeister benannt

1811 Umbau einer Hofreite in eine Schule

1849/50 Bau einer größeren Schule

1905/06 Neubau der Volksschule

1959 Neubau. 1968 Erweiterung, seit 1975 Grundschule

Hospitäler:

1939: Einrichtung eines Altersheims

Sprachgeschichte (Quellenfaksimiles):

Wirtschaft

Wirtschaft:

Nach dem 2. Weltkrieg siedelten sich Betriebe zur Metallverarbeitung und zwei Glasschleifereien an.

Nachweise

Literatur:

Zitierweise
„Oberhöchstadt, Hochtaunuskreis“, in: Historisches Ortslexikon <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/ol/id/11365> (Stand: 14.5.2023)