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Großherzogtum Hessen 1823-1850 – 15. Friedberg

Weitere Informationen

Ober-Mörlen

Ortsteil · 173 m über NN
Gemeinde Ober-Mörlen, Wetteraukreis 
Siedlung | Statistik | Verfassung | Besitz | Kirche und Religion | Kultur | Wirtschaft | Nachweise | Zitierweise
Siedlung

Ortstyp:

Dorf

Lagebezug:

6 km nordwestlich von Friedberg

Lage und Verkehrslage:

Am rechten Ufer der Usa gelegen

Ersterwähnung:

790

Historische Namensformen:

Bezeichnung der Siedlung:

  • villa (um 750-802)

Siedlungsplätze innerhalb der Gemarkung:

Koordinaten:

Gauß-Krüger: 3478230, 5582027
UTM: 32 U 478164 5580234
WGS84: 50.373766° N, 8.692926° O OpenLayers

Statistik

Ortskennziffer:

440018020

Flächennutzungsstatistik:

  • 1854 (Morgen): 8160, davon 5075 Acker, 788 Wiesen, 2297 Wald
  • 1961 (Hektar): 2825, davon 1060 Wald (= 37.52 %)

Einwohnerstatistik:

  • 1961: 3297, davon 484 evangelisch (= 14,68 %), 2781 katholisch (= 84,34 %)
  • 1970: 3676 Einwohner

Diagramme:

Ober-Mörlen: Einwohnerzahlen 1834-1967

Datenquelle: Historisches Gemeindeverzeichnis für Hessen: 1. Die Bevölkerung der Gemeinden 1834-1967.
Wiesbaden : Hessisches Statistisches Landesamt, 1968.

Verfassung

Verwaltungsbezirk:

  • 790: Wettereiba (in pago Wetdereiba)
  • 1787: Kurfürstentum Mainz, Unteres Erzstift, Oberamt Höchst und Königstein, Amt und Kellerei Vilbel und Rockenberg, Amtsvogtei Rockenberg
  • 1803: Landgrafschaft Hessen-Darmstadt, Provinz Oberhessen, Amt Rockenberg
  • 1806: Großherzogtum Hessen, Provinz Oberhessen, Amt Rockenberg
  • 1820: Großherzogtum Hessen, Provinz Oberhessen, Amt Friedberg
  • 1821: Großherzogtum Hessen, Provinz Oberhessen, Landratsbezirk Butzbach
  • 1829: Großherzogtum Hessen, Provinz Oberhessen, Landratsbezirk Friedberg (verlegt aus Butzbach)
  • 1832: Großherzogtum Hessen, Provinz Oberhessen, Kreis Friedberg
  • 1848: Großherzogtum Hessen, Regierungsbezirk Friedberg
  • 1852: Großherzogtum Hessen, Provinz Oberhessen, Kreis Friedberg
  • 1918/19-1934: Volksstaat Hessen, Provinz Oberhessen, Kreis Friedberg
  • 1945: Groß-Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Kreis Friedberg
  • 1946: Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Kreis Friedberg
  • 1972: Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Wetteraukreis

Altkreis:

Friedberg

Gericht:

  • 1821: Landgericht Friedberg
  • 1843: Landgericht Butzbach
  • 1853: Landgericht Friedberg
  • 1879: Amtsgericht Bad Nauheim
  • 1968: Amtsgericht Friedberg

Gemeindeentwicklung:

Zur Entwicklung der im Zuge der hessischen Gebietsreform neu gebildeten Gemeinde s. Ober-Mörlen. Sitz der Gemeindeverwaltung ist Ober-Mörlen.

Besitz

Grundherrschaft und Grundbesitzer:

  • 790 erhält das Kloster Lorsch eine Privatschenkung in der Mörlener Mark. Um 800 überträgt Ascolf der Kirche auf dem Johannisberg bei Bad Nauheim Eigengut in Mörlen.
Kirche und Religion

Ortskirchen:

  • 1197-1208: Kirche

Pfarrzugehörigkeit:

1219 eigenständige Pfarrei mit Filiale Langenhain und bis zu Beginn des 14. Jahrhunderts Holzburg

Patronat:

1/2 Reichsbesitz und 1/2 im Besitz der Grafen von Kleeberg

1197/1208 Schenkung des Reichsanteils an den Deutschen Orden

1220 Schenkung des Anteils der Grafen von Kleeberg an den Deutschen Orden

1255 Deutschordenskommende Sachsenhausen

Bekenntniswechsel:

1528 erste evangelische Strömungen belegt.

Erster evangelischer Pfarrer: Lorenz Bauernheim 1546-1549

Katholischer Bekenntniswechsel: 1549, 1554 wieder lutherisch, 1605-1633 erneut katholisch, unter schwedischer Herrschaft wieder lutherisch, 1635 endgültig katholisch.

Kirchliche Mittelbehörden:

Erzbistum Mainz, Archidiakonat Mariengreden, Dekanat Friedberg, Sendbezirk Ober-Mörlen

Kirchspiel Ober-Mörlen: Heftersheimer Mühle und Ober-Mörlen

Kultur

Schulen:

Schulmeister: Nikolaus Riccius bis 1576; 1910 Volksschule mit vier Klassen, zwei Schulhäuser von 1850 und 1891

Sprachgeschichte (Quellenfaksimiles):

Nachweise

Literatur:

Zitierweise
„Ober-Mörlen, Wetteraukreis“, in: Historisches Ortslexikon <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/ol/id/11953> (Stand: 29.4.2024)