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Großherzogtum Hessen 1823-1850 – 1. Vöhl
Fürstentum Waldeck und Pyrmont 1866

Weitere Informationen

Nordenbeck

Stadtteil · 366 m über NN
Gemeinde Korbach, Landkreis Waldeck-Frankenberg 
Siedlung | Statistik | Verfassung | Besitz | Kirche und Religion | Kultur | Wirtschaft | Nachweise | Zitierweise
Siedlung

Ortstyp:

Dorf

Lagebezug:

4,5 km südwestlich von Korbach

Lage und Verkehrslage:

Geschlossene Siedlung mit geringer Siedlungsdichte und einfachem Grundriss am Südostrand des Eisenberges. Ausgangspunkt der Entwicklung war die Wasserburg im Südwesten. Jüngere Siedlungsentwicklung nach Westen. Anschluss an die L 3076.

Ersterwähnung:

1306

Historische Namensformen:

Siedlungsplätze innerhalb der Gemarkung:

Burgen und Befestigungen:

Koordinaten:

Gauß-Krüger: 3488861, 5678410
UTM: 32 U 488791 5676579
WGS84: 51.240469° N, 8.839433° O OpenLayers

Statistik

Ortskennziffer:

635015120

Flächennutzungsstatistik:

  • 1885 (Hektar): 498, davon 344 Acker (= 69.08 %), 44 Wiesen (= 8.84 %), 71 Holzungen (= 14.26 %)
  • 1961 (Hektar): 500, davon 72 Wald (= 14.40 %)

Einwohnerstatistik:

  • 1541: 11 Häuser
  • 1620: 16 Häuser
  • 1650: 6 Häuser
  • 1738: 17 Häuser
  • 1770: 19 Häuser, 171 Einwohner
  • 1885: 244, davon 222 evangelisch (= 90.98 %), 22 katholisch (= 9.02 %)
  • 1895: 222, davon 197 evangelisch (= 88.74 %), 25 katholisch (= 11.26 %)
  • 1961: 235, davon 221 evangelisch (= 94.04 %), 13 katholisch (= 5.53 %)

Diagramme:

Nordenbeck: Einwohnerzahlen 1834-1967

Datenquelle: Historisches Gemeindeverzeichnis für Hessen: 1. Die Bevölkerung der Gemeinden 1834-1967.
Wiesbaden : Hessisches Statistisches Landesamt, 1968.

Verfassung

Verwaltungsbezirk:

  • 1489: Grafschaft Waldeck, Amt Eisenberg
  • 1546: Grafschaft Waldeck, Amt Eisenberg, Freigrafschaft Korbach
  • 1712: Fürstentum Waldeck, Amt Eisenberg
  • 1755/1757: Fürstentum Waldeck, Amt Eisenberg
  • bis 1814: Fürstentum Waldeck-Pyrmont, Amt Eisenberg
  • 1814: Fürstentum Waldeck-Pyrmont, Oberamt des Eisenbergs (Sitz in Korbach)
  • 1816: Fürstentum Waldeck-Pyrmont, Oberjustizamt Eisenberg (Sitz in Korbach)
  • 1850: Fürstentum Waldeck-Pyrmont, Kreis des Eisenbergs
  • 1919-1929: Freistaat Waldeck, Kreis des Eisenbergs
  • 1929: Freistaat Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Kreis des Eisenbergs
  • 1942: Deutsches Reich, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Waldeck
  • 1945: Groß-Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Waldeck
  • 1946: Land Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Waldeck
  • 1974: Land Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Waldeck-Frankenberg

Altkreis:

Waldeck

Gericht:

  • 1485: Gogericht Korbach
  • 1537: Freigericht Korbach und Bauergericht auf dem Eisenberg
  • 1814: Oberjustizamt des Eisenbergs in Korbach
  • 1850: Kreisgericht Korbach
  • 1868/69: Amtsgericht Korbach

Herrschaft:

Die Herrschaft über den Ort ist mit der über die Burg Nordenbeck verknüpft. Sie gelangt in der Mitte des 14. Jahrhunderts an die von Viermünden.

Gemeindeentwicklung:

Am 31.12.1970 als Stadtteil in die Stadt Korbach eingemeindet.

Besitz

Grundherrschaft und Grundbesitzer:

  • 1341 verkauft Heinrich von Immighausen sein Gut in Nordenbeck an Konrad von Viermünden und Ambrosius von Nordenbeck.
  • 1489 verkauft Graf Philipp II. von Waldeck u.a. das Dorf Nordenbeck an seinen Amtmann Helwig von Erwitte.

Zehntverhältnisse:

1346 überträgt Heinemann von Itter seinen Teil des Zehnten dem Ritter Konrad von Viermünden. 1537 ist der Zehnte löwensteinisches Lehen derer von Eppe.

Ortsadel:

1306: Wigand von Nordenbeck [HStAM Bestand Urk. 85 Nr. 8027]

Kirche und Religion

Ortskirchen:

  • Hauskapelle 1595 von Anna von Viermünden gestiftet

Pfarrzugehörigkeit:

Ursprünglich zum Kirchspiel Nieder-Ense gehörig, 1950 Filialgemeinde von Niederense, 2018 zum Kirchspiel Nieder-Ense und Eppe

Bekenntniswechsel:

Da Filial von Nieder-Ense, Einführung der Reformation vermutlich unter dem Nieder-Enser Pfarrer Dietrich Hecker nach 1541.

Kultur

Sprachgeschichte (Quellenfaksimiles):

Wirtschaft

Mühlen:

Bornmanns- oder Canisiusmühle am Teich mit 1 oberschlächtigen Wasserrad zum Betreiben einer Schrot- und Sägemühle, seit 1960 nicht mehr in Betrieb

Nachweise

Literatur:

Zitierweise
„Nordenbeck, Landkreis Waldeck-Frankenberg“, in: Historisches Ortslexikon <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/ol/id/1666> (Stand: 29.4.2024)