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Historisches Ortslexikon

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5423 Großenlüder
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KDR 100, TK25 1900 ff.

Kleinlüder

Ortsteil · 260 m über NN
Gemeinde Großenlüder, Landkreis Fulda 
Siedlung | Statistik | Verfassung | Besitz | Kirche und Religion | Kultur | Wirtschaft | Nachweise | Zitierweise
Siedlung

Ortstyp:

Dorf

Lagebezug:

11,5 km westlich von Fulda

Ersterwähnung:

1574

Siedlungsentwicklung:

1928 erfolgt die Eingemeindung von Teilen des aufgelösten Gutsbezirks Forst Großenlüder.

Historische Namensformen:

  • Klein-Lüder
  • Lüder, Klein-

Siedlungsplätze innerhalb der Gemarkung:

Koordinaten:

Gauß-Krüger: 3536743, 5601521
UTM: 32 U 536654 5599720
WGS84: 50.548264° N, 9.517355° O OpenLayers

Statistik

Ortskennziffer:

631011030

Frühere Ortskennziffer:

63101103010

Flächennutzungsstatistik:

  • 1885 (Hektar): 585, davon 315 Acker (= 53.85 %), 103 Wiesen (= 17.61 %), 109 Holzungen (= 18.63 %)
  • 1961 (Hektar): 1121, davon 764 Wald (= 68.15 %)

Einwohnerstatistik:

  • 1812: 72 Feuerstellen, 482 Seelen
  • 1885: 592, davon 0 evangelisch, 592 katholisch (= 100.00 %)
  • 1961: 848, davon 22 evangelisch (= 2.59 %), 819 katholisch (= 96.58 %)
  • 1970: 881

Diagramme:

Kleinlüder: Einwohnerzahlen 1834-1967

Datenquelle: Historisches Gemeindeverzeichnis für Hessen: 1. Die Bevölkerung der Gemeinden 1834-1967.
Wiesbaden : Hessisches Statistisches Landesamt, 1968.

Verfassung

Verwaltungsbezirk:

  • 1787: Fürstabtei Fulda, Gericht Lüder (Domkapitel zu Fulda)
  • 1803-1806: Fürstentum Nassau-Oranien-Fulda, Fürstentum Fulda, Amt Großenlüder
  • 1806-1810: Kaiserreich Frankreich, Fürstentum Fulda (Militärverwaltung)
  • 1810-1813: Großherzogtum Frankfurt, Departement Fulda, Distrikt Großenlüder
  • 1816: Kurfürstentum Hessen, Großherzogtum Fulda, Amt Großenlüder
  • 1821: Kurfürstentum Hessen, Provinz Fulda, Kreis Fulda
  • 1848: Kurfürstentum Hessen, Bezirk Fulda
  • 1851: Kurfürstentum Hessen, Provinz Fulda, Kreis Fulda
  • 1867: Königreich Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Fulda
  • 1945: Groß-Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Fulda
  • 1946: Land Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Fulda
  • 1972: Land Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Fulda

Altkreis:

Fulda

Gericht:

  • (Großen-)Lüder

Gemeindeentwicklung:

1.3.1961: Umgemeindung der Wohnplätze Hessenmühle, Kleinheiligkreuz und Schlagberg (25 Einw.) von der Gemeinde Giesel

Am 31.12.1971 im Zuge der hessischen Gebietsreform als Ortsteil der Gemeinde Großenlüder eingegliedert.

Besitz

Grundherrschaft und Grundbesitzer:

  • Dorf des fuldischen Gerichts Lüder
Kirche und Religion

Ortskirchen:

  • Kapelle im Mittelalter vorhanden

Patrozinien:

  • Johannes Baptista (der Täufer) [1656]

Pfarrzugehörigkeit:

1656 und 1812 Tochterkirche von Großenlüder

Bekenntniswechsel:

Trotz großer Anhängerschaft innerhalb der Bevölkerung konnte sich die Reformation in der Fürstabtei Fulda nicht durchsetzen. Der Ort blieb katholisch.

Kultur

Schulen:

1910 Volksschule mit zwei Stellen

Sprachgeschichte (Quellenfaksimiles):

Nachweise

Literatur:

Zitierweise
„Kleinlüder, Landkreis Fulda“, in: Historisches Ortslexikon <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/ol/id/6200> (Stand: 19.11.2024)