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Großherzogtum Hessen 1823-1850 – 22. Darmstadt

Weitere Informationen

Klein-Gerau

Ortsteil · 92 m über NN
Gemeinde Büttelborn, Landkreis Groß-Gerau 
Siedlung | Statistik | Verfassung | Besitz | Kirche und Religion | Kultur | Wirtschaft | Nachweise | Zitierweise
Siedlung

Ortstyp:

Dorf

Lagebezug:

2,8 km östlich von Groß-Gerau

Lage und Verkehrslage:

Haltepunkt der Eisenbahnlinie Mainz – Aschaffenburg ("Rhein-Main-Bahn I";"Main-Rhein-Bahn I") (Inbetriebnahme der Strecke 1.8.1858).

Ersterwähnung:

1246

Historische Namensformen:

  • Weneghgerahe, villa (1246)
  • parvum Gerahe (1280)
  • minor Gera, in (1315) [Landgrafen-Regesten online Nr. 16524]
  • Wenigen Gera (1318)
  • Gera minor (1355)
  • Clein Gerau (1355)
  • minus Gera (1355)
  • Cleynen Gerauwe (1383)
  • Wenigen Gerauw (1391)
  • Cleyn Gerauwe (1420)

Bezeichnung der Siedlung:

  • (1246) villa Weneghgerahe

Siedlungsplätze innerhalb der Gemarkung:

Koordinaten:

Gauß-Krüger: 3465652, 5531634
UTM: 32 U 465591 5529861
WGS84: 49.920135° N, 8.520665° O OpenLayers

Statistik

Ortskennziffer:

433003020

Flächennutzungsstatistik:

  • 1854 (Morgen): 2255, davon 1552 Acker, 93 Wiesen, 610 Wald
  • 1961 (Hektar): 597, davon 151 Wald (= 25.29 %)

Einwohnerstatistik:

  • 1629: 33 Hausgesessene
  • 1829: 461 Einwohner
  • 1961: 1844, davon 1253 evangelisch (= 67.95 %), 528 katholisch (= 28.63 %)

Diagramme:

Klein-Gerau: Einwohnerzahlen 1834-1967

Datenquelle: Historisches Gemeindeverzeichnis für Hessen: 1. Die Bevölkerung der Gemeinden 1834-1967.
Wiesbaden : Hessisches Statistisches Landesamt, 1968.

Verfassung

Verwaltungsbezirk:

  • 1787: Landgrafschaft Hessen-Darmstadt, Obere Grafschaft Katzenelnbogen, Amt Rüsselsheim
  • 1803: Landgrafschaft Hessen-Darmstadt, Provinz Starkenburg, Amt Rüsselsheim
  • 1806: Großherzogtum Hessen, Provinz Starkenburg, Amt Rüsselsheim
  • 1820: Großherzogtum Hessen, Provinz Starkenburg, Amt Rüsselsheim
  • 1821: Großherzogtum Hessen, Provinz Starkenburg, Landratsbezirk Dornberg
  • 1832: Großherzogtum Hessen, Provinz Starkenburg, Landkreis Groß-Gerau
  • 1848: Großherzogtum Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt
  • 1852: Großherzogtum Hessen, Provinz Starkenburg, Landkreis Groß-Gerau
  • 1918/19-1934: Volksstaat Hessen, Provinz Starkenburg, Landkreis Groß-Gerau
  • 1945: Groß-Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Landkreis Groß-Gerau
  • 1946: Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Landkreis Groß-Gerau
  • 1977: Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Landkreis Groß-Gerau

Altkreis:

Groß-Gerau

Gericht:

  • 1822: Landgericht Groß-Gerau
  • 1879: Amtsgericht Groß-Gerau

Gemeindeentwicklung:

Am 1.1.1977 zur Gemeinde Büttelborn

Besitz

Grundherrschaft und Grundbesitzer:

  • 1315 wird Klein-Gerau in einer Aufstellung von Dörfern, die Graf Wilhelm von Katzenelnbogen zinspflichtig sind, genannt.
  • Vor 1355 Grundbesitzer: Graf Wilhelm von Katzenelnbogen, Berenger
  • 1771 Grundbesitz: von Wallbrunn 80 Morgen, Hospital Hofheim 48 Morgen, Briefgut 102 Morgen, Kaplanei Gerau 10 Morgen, Pfarrei Gerau 12 Morgen
  • 1802 hat das Mainzer Stephansstift 96 Morgen Äcker.
Kirche und Religion

Ortskirchen:

  • 1557: Kapelle, zum Wendelinaltar in Groß-Gerau gehörig

Patrozinien:

  • Wendelinus

Pfarrzugehörigkeit:

zu Groß-Gerau

Patronat:

von Katzenelnbogen

Bekenntniswechsel:

Da Filial von Groß-Gerau, Einführung der Reformation vermutlich unter dem Groß-Gerauer Pfarrer Jakob Urceus (Kraus) ab 1526.

Kirchliche Mittelbehörden:

St Viktor in Mainz; Groß-Gerau

Juden:

1830: 27, 1905: 12 Juden

zur Gemeinde Groß-Gerau

Kultur

Schulen:

1910 Schule mit drei Klassen, zwei Schulhäuser von 1882 und 1907

Wirtschaft

Mühlen:

1280 ad locum dictum Rappenmulenante duas villas Budelburnenet parvum Gerahe

1571 hat der Landgraf 8 Malter Korn zu Mühlpacht.

Eichmühle, Knopsmühle

Nachweise

Literatur:

Zitierweise
„Klein-Gerau, Landkreis Groß-Gerau“, in: Historisches Ortslexikon <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/ol/id/13737> (Stand: 29.4.2024)