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Kurfürstentum Hessen 1840-1861 – 70. Niederweimar
Großherzogtum Hessen 1823-1850 – 7. Allendorf

Weitere Informationen

Ilschhausen

Ortsteil · 255 m über NN
Gemeinde Ebsdorfergrund, Landkreis Marburg-Biedenkopf 
Siedlung | Statistik | Verfassung | Besitz | Kirche und Religion | Kultur | Wirtschaft | Nachweise | Zitierweise
Siedlung

Ortstyp:

Dorf

Lagebezug:

11,5 km südlich Marburg

Lage und Verkehrslage:

Geschlossenes Dorf mit regellosem Grundriss am Oberlauf des Steinbachs in nach Nordwesten geöffneter Quellmulde

Straße Allendorf/Lumda-Hachborn

Ersterwähnung:

1222

Siedlungsentwicklung:

Gasthaus Wilhelmshöhe

Historische Namensformen:

Bezeichnung der Siedlung:

  • villa 1327 (Klosterarchive VI Nr. 410)

Burgen und Befestigungen:

  • Flurnamen die Burg 0,7 km nordwestlich Ilschhausen

Umlegung der Flur:

1868

Älteste Gemarkungskarte:

1778

Koordinaten:

Gauß-Krüger: 3485332, 5618479
UTM: 32 U 485263 5616672
WGS84: 50.701674° N, 8.791322° O OpenLayers

Statistik

Ortskennziffer:

534008060

Flächennutzungsstatistik:

  • 1838 (Kasseler Acker): 446 stellbaresLand, 113 Wiesen, 10 Gärten, 13 Triesche, 211 Wald
  • 1885 (Hektar): 289, davon 145 Acker (= 50.17 %), 26 Wiesen (= 9.00 %), 102 Holzungen (= 35.29 %)
  • 1961 (Hektar): 283, davon 94 Wald (= 33.22 %)

Einwohnerstatistik:

  • 1577: 11
  • 1630: 1 dreispänniger, 5 zweispännige, 1 einspänniger, 3 Einläufige
  • 1630: 10 hausgesessene
  • 1681: 8 hausgesessene Mannschaften
  • 1743: 1 Schneider, 1 Schmied
  • 1743: 52
  • 1838 (Familien): 8 Ackerbau, 2 Gewerbe, 8 nutzungsberechtigte, 2 nicht nutzungsberechtigte Ortsbürger
  • 1861: alle Einwohner evangelisch-lutherisch
  • 1885: 97, davon 97 evangelisch (= 100.00 %), 0 katholisch
  • 1961 (Erwerbspersonen): 34 Land- und Forstwirtschaft, 15 Produzierendes Gewerbe, 3 Handel und Verkehr, 5 Dienstleistungen und Sonstiges
  • 1961: 115, davon 106 evangelisch (= 92.17 %), 3 katholisch (= 2.61 %)

Diagramme:

Ilschhausen: Einwohnerzahlen 1834-1967

Datenquelle: Historisches Gemeindeverzeichnis für Hessen: 1. Die Bevölkerung der Gemeinden 1834-1967.
Wiesbaden : Hessisches Statistisches Landesamt, 1968.

Verfassung

Verwaltungsbezirk:

  • 1374 und später: Gericht Ebsdorf, das seit 1786 mit dem Gericht Treis/Lumda verbunden ist
  • 1807-1813: Königreich Westphalen, Departement der Werra, Distrikt Marburg, Kanton Ebsdorf
  • 1821: Kurfürstentum Hessen, Provinz Oberhessen, Landkreis Marburg
  • 1848: Kurfürstentum Hessen, Bezirk Marburg
  • 1851: Kurfürstentum Hessen, Provinz Oberhessen, Landkreis Marburg
  • 1867: Königreich Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Marburg
  • 1945: Groß-Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Marburg
  • 1946: Land Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Marburg
  • 1974: Land Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Marburg-Biedenkopf

Altkreis:

Marburg

Gericht:

  • 1821: Assistenzamt Treis/Lumda
  • 1831: Justizamt Treis/Lumda
  • 1866: Justizamt Marburg
  • 1867: Amtsgericht Marburg

Gemeindeentwicklung:

Am 1.7.1974 wurde Ilschhausen im Zuge der hessischen Gebietsreform als Ortsteil der Gemeinde Ebsdorfergrund eingegliedert.

Besitz

Grundherrschaft und Grundbesitzer:

  • 1222 besitzt das Mainzer St. Stephansstift den Novalzehnten in Ilschhausen. 1327 erwerben der Deutsche Orden Marburg und Kloster Haina je zur Hälfte Güterbesitz der Kalb von Weitershausen. 1334/35 kauft Kloster Hachborn Güter in Ilschhausen von den Hobeherren, von Hohenfels und von Vers; weitere Erwerbungen von einem Marburger Bürger 1418. 1357 bezieht der Landgraf Vogtweizen aus Ilschhausen. Der Zehnte gehört 1512 dem Kloster Hachborn.

Ortsadel:

1348

Kirche und Religion

Pfarrzugehörigkeit:

1577 und später nach Ebsdorf, 1630 und später nach Hachborn eingepfarrt

Bekenntniswechsel:

Da Filial von Ebsdorf, Einführung der Reformation vermutlich unter dem Ebsdorfer Pfarrer Conrad Schneider ab 1527.

Reformierter Bekenntniswechsel: 1609, 1624 wieder lutherisch.

Kirchliche Mittelbehörden:

15. Jahrhundert: Sendbezirk Ebsdorf (vacat)

Kultur

Sprachgeschichte (Quellenfaksimiles):

Nachweise

Literatur:

Zitierweise
„Ilschhausen, Landkreis Marburg-Biedenkopf“, in: Historisches Ortslexikon <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/ol/id/9183> (Stand: 1.4.2021)