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Hessen im 19. und 20. Jahrhundert
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- Januar 1935: Bericht über die Stimmungslage in Südwestdeutschland und in Frankfurt
In den Deutschland-Berichten des Exilvorstands der SPD (sopade) wird der Reisebericht eines Gewährsmanns aus Südwestdeutschland und Frankfurt wiedergegeben. Er beschreibt darin seine Eindrücke von der derzeitigen Stimmungslage in Deutschland: ... »Details - Januar 1935: Bericht über den Boykott gegen Juden in Frankfurt
Die Deutschland-Berichte des SPD-Exilvorstands geben einen Reisebericht eines Augenzeugen wieder, der in Frankfurt am Main den neuen Judenboykott erlebt hat: ... »Details - Januar 1935: Zahlreiche Korruptionsfälle und Unterschlagungen durch NSDAP-Funktionäre
Der Exilvorstand der SPD gibt in seinen Deutschland-Berichten eine Zusammenstellung zahlreicher Fälle von Unterschlagung, Korruption und Untreue durch NSDAP- und SA-Funktionäre aus dem ganzen Reich. Aus Hanau wird zum Beispiel berichtet, dass der Obersturmführer Otto Sussmann von der Großen Strafkammer in Hanau wegen schwerer Untreue und Unterschlagung, vor allem von Aufnahmegebühren der SA, ... »Details - 12. Januar 1935: Verurteilung von Anhängern der „Revolutionären Gewerkschafts-Opposition“ in Darmstadt
In einem Prozess gegen Mitglieder der „Revolutionären Gewerkschafts-Opposition“ (RGO) werden nach zweitägiger Verhandlung vor dem Oberlandesgericht in Darmstadt 16 Angeklagte zu Zuchthausstrafen zwischen zwei und vier Jahren sowie zu Gefängnishaft verurteilt. ... »Details - 16. Januar 1935: Uraufführung des Dramas „Anna Maria“ von Wilhelm Müller-Scheld am Frankfurter Schauspielhaus
Das Drama „Anna Maria“ von Wilhelm Müller-Scheld (1895–1970) erlebt seine Uraufführung am Frankfurter Schauspielhaus in Frankfurt am Main. Die Regie bei der Inszenierung des von seinem Autor unter dem Pseudonym „Wilhelm Grebenroth“ veröffentlichten Werkes führt der Oberspielleiter der Oper Frankfurt Oskar Wälterlin (1895–1961), das Bühnenbild stammt von Caspar Neher ... »Details - Februar 1935: Berichte über Drangsalierungen und rüde Behandlung beim Jungvolk
Der Deutschland-Bericht des Exilvorstands der SPD schildert in mehreren Berichten Vorfälle beim Jungvolk, die die Dransalierungen von Kindern und die rüde Behandlung der „Pimpfe“ verdeutlichen: ... »Details - Februar 1935: Bericht über wachsende Abneigung gegen Sammelaktionen in den Betrieben
Der Deutschland-Bericht des SPD-Exilvorstandes (Sopade) für den Monat Februar 1935, der am 14. März 1935 in Prag herausgegeben wird, berichtet unter anderem von der Sammelei in den Betrieben: Der Aufforderung, sich am Winterhilfswerk zu beteiligen, begegne man in diesem Jahr, anders als im letzten mit einer außerordentlich starken Abneigung. Die Anschläge in den Betrieben, dass 20 % der ... »Details - 21. Februar 1935: Totales Redeverbot für Martin Buber
Dem in Heppenheim lebenden jüdischen Religionsphilosophen und Schriftsteller Martin Buber (1878–1965), bis 1933 Honorarprofessor an der Goethe-Universität Frankfurt, wird von der Gestapo ein totales Redeverbot erteilt.(OV) ... »Details - 26. Februar 1935: Uraufführung eines Volksstücks von Georg Fraser in Frankfurt
Das Volksstück „Die elf Teufel“ von Georg Fraser wird am Frankfurter Schauspielhaus uraufgeführt. Georg Fraser ist das Pseudonym des deutschen Schriftstellers August Hermann Zeiz (1893–1964), der in den 1940er Jahren in Österreich im Widerstand gegen das NS-Regime aktiv ist. Der „jüdisch versippte“ Autor kann nach 1933 mit einer Ausnahmegenehmigung vorerst ungehindert weiterarbeiten; ... »Details - März 1935: Massive Verschlechterung der Tariflöhne in den Betrieben
Der SPD-Exilvorstandes (Sopade) beschäftigt sich im Deutschland-Bericht für den März 1935, der am 12. April 1935 in Prag herausgegeben wird, unter anderem ausführlich mit der aktuellen Entwicklung der Löhne im Reich. Auf der Grundlage des Gesetzes zur Ordnung der nationalen Arbeit vom 20. Januar 1934, das bezeichnenderweise viele Kann-Vorschriften enthält, sowie aufgrund der dazu gehörenden ... »Details - 1. März 1935: Reichsstatthalter Sprenger wird Leiter der Hessischen Landesregierung
Der Gauleiter und Reichsstatthalter Jakob Sprenger (1884–1945; NSDAP) übernimmt aufgrund einer am Vortrag von Reichskanzler Adolf Hitler (1889–1945) unterzeichneten Ernennungsurkunde die Führung der bisher von Ministerpräsident (Staatsminister) Philipp Jung (1884–1965) geleiteten hessischen Landesregierung. ... »Details - 1. März 1935: Rhein-Mainische Volkszeitung stellt ihr Erscheinen ein
Die in Frankfurt am Main erscheinende „Rhein-Mainische Volkszeitung“ stellt ihr Erscheinen ein. Sie war früher das Organ der Frankfurter Katholiken.(OV) ... »Details - 9. März 1935: Ablehnung Martin Bubers durch die Reichskulturkammer
Die Reichskulturkammer lehnt es ab, den in Heppenheim lebenden jüdischen Religionsphilosophen und Schriftsteller Martin Buber (1878–1965) aufzunehmen.(OV) ... »Details - 10. März 1935: Uraufführung einer Volksoper am Staatstheater Kassel
Am Staatstheater in Kassel findet die Uraufführung der Volksoper „Die Heil'ge Not“ aus der Feder des Komponisten Carl Hans Grovermann (1905–1959) und Walter Förster (Text) statt. Ort der Handlung des Schauspiels in sechs Bildern ist „eine befestigte Stadt in Deutschland“ Anfang des 19. Jahrhunderts.(KU) ... »Details - 16. März 1935: Hitler gibt Wiedereinführung der Wehrpflicht bekannt
Reichskanzler Adolf Hitler (1889–1945) gibt in einer Erklärung bekannt, dass die allgemeine Wehrpflicht wieder eingeführt werde. Bis 1939 solle die Wehrmacht 36 Divisionen mit zusammen 580.000 Mann umfassen.(OV) ... »Details - 21. März 1935: Begrenzung der Studentenzahlen an Großstadt-Universitäten
Reichserziehungsminister Bernhard Rust (1883–1945) legt Höchstzahlen für Studierende der Großstadt-Universitäten fest. Danach dürfen zum Beispiel an der Universität Frankfurt am Main nur 1.400 Studenten eingeschrieben sein. Stattdessen sollen Studenten stärker in die mittleren und kleinen Universitätsstädte gezogen werden, um die Verbindung zwischen den Arbeitern der Stirn und der Faust ... »Details - 23. März 1935: Uraufführung eines Kranz-Dramas in Frankfurt
Am Schauspielhaus Frankfurt am Main wird das Drama „Zwei Sonnen über uns“ von Herbert Kranz uraufgeführt. Kranz (1891–1973) wurde 1933 wegen seiner liberalen Haltung als Professor für Germanistik an der Universität Halle an der Saale entlassen. Er fand danach eine Anstellung als Lokalredakteur der Frankfurter Zeitung und wirkte als freier Schriftsteller.(OV) ... »Details - 24. März 1935: Vortrag von Hans Grimm im Reichssender Frankfurt
Der rassistische Schriftsteller und Ideologe Hans Grimm (1875–1959) spricht im Reichssender Frankfurt1=Der Reichssender Frankfurt wurde 1924 als regionale Rundfunkgesellschaft unter der Bezeichnung Südwestdeutsche Rundfunkdienst AG (SÜWRAG) gegründet und nahm als Sender „Frankfurt I“ am 1. April den Sendebetrieb auf. 1933 verstaatlichten die Nationalsozialistren die SÜWRAG und benannten ... »Details - 30. März 1935: Opel plant Zweigwerk in Brandenburg
Die Adam Opel AG in Rüsselsheim, der zu dieser Zeit führende Automobilhersteller in Deutschland, fasst den Entschluss zum Bau eines neuen Zweigwerks zur Fertigung von Lastkraftwagen in Brandenburg an der Havel. Es ist das erste Werk des Fahrzeugherstellers außerhalb Rüsselsheims. Die Entscheidung zur Errichtung der Fabrik fällt nach einer Pressemitteilung der Firma „in enger Fühlungsnahme ... »Details - April 1935: Widerstand der Bauern gegen Enteignungen zum Bau der Autobahn Kassel–Göttingen
Der Deutschland-Bericht für den Monat April 1935, der vom Exilvorstand der SPD (Sopade) am 14. Mai 1935 in Prag herausgegeben wird, gibt unter der Rubrik „Aus der Landwirtschaft“ einen Sonderbericht aus Hessen über den Widerstand der dortigen Kleinbauern gegen die Enteignungsmaßnahmen der Reichsautobahn. Er wird hier als Beleg dafür, dass der von den Nationalsozialisten gefeierte ... »Details - 1. April 1935: Luftamt Darmstadt wird aufgelöst
Durch die am 26. März 1935 ergangene „Zweite Verordnung über den Aufbau der Reichsluftfahrtverwaltung“ wird mit Wirkung zum 1. April 1935 das Luftamt Darmstadt, eine nachgeordnete Behörde der Reichsluftfahrtverwaltung, aufgelöst. Damit verringert sich die seit dem Vorjahr bestehende Anzahl der „Luftämter“ im Deutschen Reich auf 15. Gleichzeitig erfolgt eine neue Aufteilung der ... »Details - 7. April 1935: Deutsche Freiballonmeisterschaft in Darmstadt
In Darmstadt startet die deutsche Freiballonmeisterschaft. Die ursprünglich für den 17. Februar vorgesehene Veranstaltung musste verschoben werden, weil ein nächtlicher Sturm acht startbereite Ballons abgerissen hatte.(OV) ... »Details - 22. April 1935: 3. Kynologischer Weltkongress in Frankfurt
In Frankfurt am Main beginnt der 3. Kynologische Weltkongress, an dem sich Delegierte aus 32 Ländern beteiligen. Die dabei im Mittelpunkt stehende Kynologie ist die Lehre von Rassen, Zucht, Pflege und Verhalten des Haushunds. Mit der Durchführung ist der Reichsverband für das deutsche Hundewesen (RDH) beauftragt. Im Anschluss an den Weltkongress beginnt die 1. Welthundeausstellung des ... »Details - 28. April 1935: Richard Strauss dirigiert die Oper „Arabella“ während der Festwoche des Landestheaters Darmstadt
Als Höhepunkt im Programm der Theater-Festwoche zur Feier der 125. Spielzeit des Hessischen Landestheaters in Darmstadt dirigiert der deutsche Komponist Richard Strauss (1864–1949) seine Oper „Arabella“. Die Oper „Arabella“ in drei Aufzügen entstand in den Jahren 1928/29 in einer Zusammenarbeit mit dem österreichischen Schriftsteller Hugo von Hofmannsthal (1874–1929). ... »Details - Mai 1935: Berichte über erhebliche Produktionsprobleme in der Industrie wegen Rohstoffmangels
Der am 12. Juni 1935 vom Exilvorstand der SPD in Prag herausgegebene Deutschland-Bericht für den Monat Mai 1935 bringt Meldungen über wirtschaftliche Folgen der Rohstoffschwierigkeiten in der deutschen Industrie. Der Mangel an Rohstoffen macht sich demnach auf verschiedenen Gebieten bemerkbar, zum Beispiel bei Textilrohstoffen, Ölen, Metallen usw. So dürften Autofabriken Vernickelungs- und ... »Details - Mai 1935: Zahlreiche ungültige Stimmen bei den Vertrauensratswahlen in den Großbetrieben
Der Deutschland-Bericht des SPD-Exilvorstand für den Monat Mai 1935 ergänzt seine bisherige Berichterstattung über das Ergebnis der Vertrauensratswahlen in den Betrieben und findet erneut bestätigt, dass das amtliche Ergebnis, nachdem die Vertrauensräte mit einer Mehrheit von 80 % der Stimmen gewählt worden seien, nicht stimmen kann. ... »Details - 1. Mai 1935: Einweihung der Driedorfer Talsperre
Die den Rehbach aufstauende Talsperre bei Driedorf im Westerwald (Dillkreis) wird eingeweiht. Mit einem Wassereinzugsgebiet von 17 Quadratkilometern und einem Fassungsvermögen von 1,1 Millionen Kubikmeter bei einer maximalen Stauhöhe von 13,4 Metern ist sie die bislang größte im ehemaligen Herzogtum Nassau. Die als Erdschüttdamm (Aufschüttungsdamm) mit Betonkerndichtung (Höhe über der ... »Details - 17. Mai 1935: 5. Hessentag der NSDAP des Gaus Kurhessen
Mit dem in Kassel eröffneten „5. Hessentag“ erneuert der NSDAP-Gau Kurhessen eine Tradition, die aus der von den Parteiveteranen inzwischen legendär verklärten „Kampfzeit“ stammt. ... »Details - 19. Mai 1935: Hitler eröffnet Autobahn-Teilstück Frankfurt–Darmstadt
In Anwesenheit von Adolf Hitler (1889–1945) wird das erste Autobahn-Teilstück zwischen Frankfurt am Main und Darmstadt mit einer Länge von 23 Kilometern in einer großen Propagandaschau dem Verkehr übergeben. Hitler hält in Frankfurt eine kurze Ansprache1=Bericht im Völkischen Beobachter Nr. 140 vom 20.5.1935. Siehe Domarus, Hitler-Reden 1, S. 504. Es wird bekanntgegeben, dass 1.500 ... »Details - 22. Mai 1935: Uraufführung der „Zaubergeige“ von Werner Egk in Frankfurt
Die „Zaubergeige“ von Werner Egk (1901–1983) wird im Opernhaus in Frankfurt am Main uraufgeführt.(OV) ... »Details
