Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen
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Hessen im 19. und 20. Jahrhundert

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  1. 1936: Baubeginn der Marburger Kasernen
    In Marburg wird mit dem Bau zweier großer Kasernen begonnen: Südlich der Altstadt auf dem Kämpfrasen entstehen neue Gebäude für die ab 1867 angelegte Jägerkaserne (bezogen 1937), auf dem Berg über dem Stadtteil Ockershausen die spätere Tannenbergkaserne (bezogen 1938).(OV/UH) ... »Details
  2. Februar 1936: Berichte über Mißwirtschaft, Verfehlungen und Maßnahmen gegen Homosexuelle
    Der Deutschland-Bericht des SPD-Exilvorstands in Prag (Sopade) für den Monat Februar 1936 gibt eine Zusammenstellung zahlreicher Fälle von Misswirtschaft und Verfehlungen durch NSDAP-Funktionäre und listet Beispiele für die Verfolgung von Homosexuellen auf:So wird etwa berichtet, dass ein nationalsozialistischer Pfarrer, Mitglied der SA, zu 1 1/2 Jahren Gefängnis verurteilt wurde, weil er ... »Details
  3. 8. Februar 1936: Uraufführung des Schauspiels „Schach dem Zaren“ von Wilhelm Müller-Scheld in Frankfurt
    Am Schauspielhaus in Frankfurt am Main wird das Stück „Schach dem Zaren“ von Wilhelm Müller-Scheld (1895–1970) uraufgeführt. Verantwortlich für die Inszenierung ist Hans Meissner (1896–1958), für die Gestaltung des Bühnenbilds Ludwig Sievert (1887–1966). Inhaltlich befasst sich das Stück in sieben Bildern mit dem Russlandfeldzug Napoleon I. von 1812. ... »Details
  4. 18. Februar 1936: Uraufführung des Dramas „Die Hochzeit von Dobesti“ von Theodor Haerten in Darmstadt
    Am Hessischen Landestheater in Darmstadt wird das von dem deutschen Dramaturgen und Theaterregisseur Theodor Haerten (1898–1968) verfasste Drama „Die Hochzeit von Dobesti“ uraufgeführt. Haerten, der sich während der 1930er Jahre als Autor einen Namen macht, erhält 1943 (als letzter Preisträger, der die Auszeichnung unter dem NS-Regime verliehen bekommt) den seit 1937 an „deutsche ... »Details
  5. 24. Februar 1936: Verbot des Karnevalsumzugs in Frankfurt-Heddernheim
    Die auf der Titelseite der Karnevalszeitung des Karnevalvereins in Frankfurt-Heddernheim („Käwwern-Zeitung“) abgedruckte Linolschnitt-Zeichnung einer Maske mit Schnapsnase, die Adolf Hitler zeigt, führt auf Anweisung des NSDAP-Gauleiters zu einem Verbot des traditionellen Karnevals-Umzugs bei der Hedderner Fastnacht. Bereits zuvor waren die Restexemplare der Zeitung beschlagnahmt worden. Der ... »Details
  6. März 1936: Nationalsozialist Hanns Johst liest in Darmstadt
    Der nationalsozialistische Schriftsteller, Präsident der Reichsschrifttumskammer und Freund Heinrich Himmlers Hanns Johst (1890–1978) liest bei seiner „Deutschlandfahrt“ unter anderem in Stuttgart, Darmstadt und Mainz.(OV) ... »Details
  7. 7. März 1936: Einmarsch der Wehrmacht in das entmilitarisierte Rheinland
    Wehrmachtseinheiten marschieren auf Anweisung Hitlers in das bisher entmilitarisierte Rheinland ein. Das Reich bricht damit die Verträge von Versailles und Locarno. Der Führer und Reichskanzler Adolf Hitler (1889–1945) rechtfertigt vor dem Deutschen Reichstag in einer Sitzung in der Krolloper den Einmarsch mit mit dem Ausbau der Maginotlinie durch den westlichen Nachbarn Frankreich sowie mit ... »Details
  8. 8. März 1936: Hessisches Infanterieregiment 97 in Darmstadt unter altem Namen
    Das mit der Besetzung der seit 1918 entmilitarisierten Zone in Darmstadt eingerückte Infanterieregiment 97 trägt künftig wieder die Traditionsnummer 115 der hessischen Leibgarde.(OV) ... »Details
  9. 12. März 1936: Verschiebung der Frankfurter Messe wegen eines NSDAP-Massenappells
    Die Messe in Frankfurt am Main wird auf den 29. März verschoben, weil das Messegelände am 16. März für einen Massenappell der NSDAP gebraucht wird.(OV) ... »Details
  10. 14. März 1936: Bekanntgabe der Studentenzahlen für Großstadt-Universitäten
    Die Höchstzahlen der Studierenden im Sommersemester 1936 in den Universitäten in deutschen Großstädten werden bekannt gegeben. Danach dürfen zum Beispiel an der Universität Frankfurt am Main nur 2.000 Studierende eingeschrieben sein.(OV) ... »Details