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Hessen im 19. und 20. Jahrhundert
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- 12. August - 27. August 1954: 9. Internationale Ferienkurse für Neue Musik in Darmstadt
Vom 12. bis 27. August finden in Darmstadt zum neunten mal die „Internationalen Ferienkurse für Neue Musik“ statt.Die Liste der Dozenten umfasst eine eindrucksvolle Auswahl der wichtigsten Komponisten und Interpreten zeitgenössischer Musik: Ernst Krenek und Hermann Heiß (Komposition), Yvonne Loriod und Eduard Steuermann (Klavier), Rudolf Kolisch (Violine), Michael Mann (Viola), Ludwig ... »Details - 15. August 1954: Deutsche Partei tritt in Hessen an
Die Deutsche Partei kündigt an, in allen hessischen Wahlkreisen an der Landtagswahl teilzunehmen. Zudem werde sie eine Landesliste aufstellen und in einigen Wahlkreisen auch über Wahlbündnisse beraten.(MB) ... »Details - 16. August 1954: Deutsche Partei erwägt Bündnis mit Opposition
Der hessische Vorsitzende der Deutschen Partei, Dr. Helmut Schranz (1897–1968), äußert in Frankfurt am Main, seine Partei führe Verhandlungen mit CDU und FDP über mögliche Wahlbündnisse bei der Landtagswahl. Alle drei Vorsitzenden seien sich einig, dass bei einem Wahlsieg ihrer jeweiligen Partei mit Dritten nur gemeinsam verhandelt werden kann.(MB) ... »Details - 17. August 1954: Landesregierung legt Wahltermin fest
Die hessische Landesregierung gibt bekannt, dass die bevorstehende Landtagswahl am 28. November, und damit zwei Tage vor Ablauf der Legislaturperiode, durchgeführt wird. Die Oppositionsparteien CDU und FDP hatten den 7. November als Wahltermin präferiert. Insgesamt sind im politischen Wiesbaden beide Termine umstritten, da der 7. November zu wenig Zeit zum Wahlkampf lasse und der November durch ... »Details - 17. August 1954: Gutachten über die Neugliederung des Bundeslandes Hessen erscheint in Buchform
Das von der Landesregierung im Mai dem „Luther-Ausschuss“ vorgelegte Gutachten über die Neugliederung der hessischen Landesgrenzen erscheint nun in Buchform. Im Fokus steht hier besonders die Frage nach der Wiedereingliederung althessischer und altnassauischer Gebiete. Gemeint ist hier der linksrheinischen Teil der früheren Provinz Rheinhessen des Volksstaates Hessen, den heutigen ... »Details - 19. August 1954: Offenbach wird Großstadt
In Offenbach am Main wird der 100.000 Einwohner geboren, womit die Stadt Großstadt wird. Eine offizielle Feier findet zu diesem Anlass am 11. September im großen Messesaal statt. (OV) ... »Details - 20. August 1954: Innenminister hebt Verbot für Internierten-Treffen auf
Hessens Innenminister, Heinrich Zinnkann (1885–1973; SPD), hebt das verhängte Verbot des Treffens ehemaliger Internierter des Landes in Trutzhain wieder auf. Voraussetzung hierfür war die Absage des Landesvorsitzende der Organisation, Regierungs- und Gewerbeschulrat Schnell, gegen den ein Gerichtsverfahren wegen Verherrlichung des Nationalsozialismus anhängig ist. Schnell erklärt ... »Details - 20. August 1954: FDP für Landtagswahl am 7. November
Die hessische FDP spricht sich für die Durchführung der Landtagswahl am 7. November aus. Mittels eines Dringlichkeitsantrages versucht die Fraktion, die hessische Landesregierung zu diesem Termin zu bewegen. Die Partei begründet ihren Antrag mit der Häufung christlicher Feiertage im November. Daher scheiden einige Sonntage als Wahltage aus.0=Die Wahl zum 3. Hessischen Landtag findet ... »Details - 20. August 1954: Hessischer Wirtschaftsminister eröffnet Aero-Lotto
Hessens Wirtschaftsminister Heinrich Fischer (1895–1973; SPD) hat in Darmstadt die Groschenlotterie des Landesverbandes Hessen im Deutschen Aero-Club eröffnet. Diese Lotterie soll im Laufe des Jahres in allen größeren hessischen Städten durchgeführt werden. Mit dem Glücksspiel soll der Segelflugsport in Hessen unterstützt werden.(MB) ... »Details - 24. August 1954: Zwischenbilanz zur Errichtung von Dorfgemeinschaftshäusern
Das Hessische Wirtschaftsministerium legt eine Zwischenbilanz über die Errichtung von Dorfgemeinschaftshäusern vor. Seit Beginn des Programms zur sozialen Aufrüstung des Dorfes im Jahr 1952 haben sich 150 Gemeinden zur Errichtung eines solchen Gebäudes entschlossen. 75 Dorfgemeinschaftshäuser sind zu bauen begonnen worden, 40 davon konnten bereits in Betrieb genommen werden. Von den bereits ... »Details - 27. August 1954: Wechsel in FDP-Landtagsfraktion
In der hessischen FDP-Landtagsfraktion kommt es zu einem Personalwechsel. Der Abgeordnete Wilhelm Seipel (1898–1968) legt aufgrund eines Wechsels zum Sozialgericht Darmstadt sein Landtagsmandat nieder. Für ihn rückt der Fraktionssekretär der Partei im Hessischen Landtag, Walter Schroeder (1894–1976), nach. ... »Details - 28. August 1954: CDU Hessen schließt Wahlabkommen mit der FDP
Der Landesausschuss der hessischen CDU stimmt mit 57 gegen sieben Stimmen und fünf Enthaltungen dem mit der FDP vereinbarten Wahlabkommen zu. Der CDU-Landesvorsitzende Dr. Wilhelm Fay (1911–1980) erklärt dazu, wenn seine Partei bei der kommenden Landtagswahl mit der FDP siegten, würden die beiden Parteien vermutlich eine Koalition bilden. An eine große Koalition mit der SPD sei jedoch nicht ... »Details - 31. August-5. September 1954: 76. Deutscher Katholikentag in Fulda
In Fulda findet der 76. Deutsche Katholikentag unter dem Motto „Ihr sollt mir Zeugen sein bis an die Grenzen der Erde“ statt. Zu Gast in Fulda sind katholische Christen aus vielen Ländern der Erde. In einer Art Hörspiel, das von Rundfunk und Fernsehen übertragen wird, berichten sie am Schlusstag vom christlichen Bekenntnis in ihrer Heimat und singen Glaubenslieder in ihrer ... »Details - September 1954: Extraordonarien fordern mehr Personal an Hochschulen
Auf der Tagung des Landeskonvents der Nichtordinarienschaften an den hessischen Hochschulen als Berufsvertretung der außerplanmäßigen Hochschullehrer (sog. Extraordinarien) stellt dieser fest, dass im Vergleich zu anderen Bundesländern die Personaldecke an hessischen Hochschulen prekär sei: Obwohl mehrfach Forderungen, Pläne und Vorschläge durch die einzelnen Hochschulen und durch den ... »Details - 1. September 1954: Mainz fordert Gebietsrückgabe
Der Oberbürgermeister der Stadt Mainz, Franz Stein (1900–1967; SPD), fordert die rheinland-pfälzische Landesregierung auf, die nun zur Stadt Wiesbaden gehörenden rechtsrheinischen Gebiete wieder an das linksrheinische Gebiete anzuschließen. Die drei westlichen Oberkommissare haben dieser Herstellung der historischen Stadtgliederungen ihre Unterstützung zugesagt. Hessens Ministerpräsident ... »Details - 1. September 1954: Wahltermin für Hessen bestätigt
Der hessische Ministerrat bestätigt den 28. November als Termin für die anstehende Landtagswahl in Hessen.(MB) ... »Details - 3. September 1954: Neuregelung zum Volkstrauertag
Im Kulturpolitischen Ausschuss des Hessischen Landtages wird beschlossen, den Volkstrauertag unter die Regelung zu Sonn- und Feiertagen fallen zu lassen. Unklar bleibt allerdings, inwieweit Sportveranstaltungen am Nachmittag des Trauertages abgehalten werden dürfen. Hier ist keine Übereinkunft erzielt worden, die Mehrheit der Ausschussmitglieder fordert allerdings ein ganztägiges Gedenken.(MB) ... »Details - 11. September 1954: Bundessozialgericht in Kassel nimmt die Arbeit auf
Bundesarbeitsminister Anton Storch (1892–1975; CDU) eröffnet mit dem Bundessozialgericht ein weiteres höchstes Gericht der Bundesrepublik in Kassel. Bereits am 21. April 1953 war hier das Bundesarbeitsgericht eingerichtet worden. Kassel ist zudem Sitz des Hessischen Verwaltungsgerichtshofs und des Finanzgerichts. ... »Details - 13. September 1954: Ministerpräsident Zinn sieht Sozialdemokraten im Aufwind
Hessens Ministerpräsident Georg August Zinn (1901–1976; SPD) zeigt sich erfreut über den Ausgang der Landtagswahlen in Schleswig-Holstein und sieht darin auch einen positiven Trend für die Sozialdemokraten, der sich auch bei den anstehenden hessischen Landtagswahlen fortsetzen dürfe. Der Rückgang der Stimmen für die Union habe sich bereits im Sommer in Meinungsumfragen abgezeichnet. Ebenso ... »Details - 14. September 1954: Landesregierung gibt Bilanz des Hessenplans bekannt
Die Bilanz des Hessen-Plans 1950/54 wird seitens der Landesregierung bekannt gegeben. Insgesamt wurden in dieser Zeit 37.500 Wohnungen gebaut und hierfür 122 Millionen DM aufgewandt. Ebenso wurden in diesem Zeitraum 36.000 Flüchtlinge aus der DDR, 30.000 Umsiedler und 1.800 Personen aus dem Sperrgürtel Thüringens aufgenommen. 12.000 heimatvertriebene Bauernfamilien warten noch auf die ... »Details
