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Hessen im 19. und 20. Jahrhundert

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Benennung der preußischen Provinz Hessen-Nassau, 7. Dezember 1868

Am 5. September 1866 hatten zwölf liberale Abgeordnete der kurhessischen Ständeversammlung die preußische Annektion anerkannt und dies in einem Brief an das Preußische Abgeordnetenhaus in Berlin bekundet. Am 31. Juli 1866 formulierten vierzig liberale Abgeordnete der Opposition und Industrielle in Nassau in Form einer Bittschrift um die bedingungslose Annektion von Preußen. Am 5. September 1866 sprach sich der Kasseler Oberbürgermeister Friedrich Nebelthau (1806–1875) für die Annektion aus. Die Eingliederung der freien Stadt Frankfurt am Main, Kurhessen und Nassau wurde am 3. Oktober 1866 von König Wilhelm I. von Preußen (1797–1888) verkündet. Am 22. Februar 1867 wurden die preußischen Zivilkommissare, die für Kurhessen und Nassau zuständig waren, zu Regierungspräsidenten in den Hauptstädten Kassel und Wiesbaden ernannt. Zu letzterem gehörten Frankfurt, Hessen-Homburg und Teile des Großherzogtums Hessen.

Am 7. Dezember 1868 erhält die preußische Provinz, gebildet aus den Regierungsbezirken Kassel und Wiesbaden, den Namen „Hessen-Nassau“ und wird am 22. Dezember 1868 offiziell unter dem Kasseler Regierungspräsidenten Eduard von Möller (1814–1880) gebildet.
(StH)

Belege
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Empfohlene Zitierweise
„Benennung der preußischen Provinz Hessen-Nassau, 7. Dezember 1868“, in: Zeitgeschichte in Hessen <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/edbx/id/6550> (Stand: 7.12.2025)
Ereignisse im November 1868 | Dezember 1868 | Januar 1869
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